MAFU präsentiert: Wir sagen DANKESCHÖN
Ausverkauft! Die Bizerba Arena war am Mittwoch rappelvoll, als sich die TSG Balingen und Al-Hilal SFC aus Riad gegenüberstanden. Volksfeststimmung pur! Schon viele Stunden vor der Partie harrten die Fans vor den Stadiontoren aus. Letztlich wurde die zugelassene Kapazität voll ausgeschöpft: 3700 Fans sahen den 6:1-Sieg des saudi-arabischen Rekordmeisters.
Und wo man hinschaute: Überall erwartungsfrohe, glückliche Gesichter, „eine mehr als angenehme Stimmung“, wie die Delegationsteilnehmer der Araber höchst zufrieden feststellten. Sie freuten sich gar über die große Kulisse: Mit so etwas habe man hier gar nicht gerechnet, gab ein Betreuer zur Protokoll.
Ein großer Dank an alle und jeden, die dieses Spiel ermöglicht haben. Zum einen der MAFU Group, die das Duell präsentierte, zum anderen den vielen Besuchern in der Bizerba Arena, natürlich unseren Gäste aus Saudi-Arabien und ganz speziell an alle ehrenamtlichen Kräfte, die uns bei der Durchführung unterstützt haben. Nicht zu vergessen: Das Rote Kreuz, die Polizei, das THW, alle involvierten Behörden und selbstredend den Kickern, die einen Hauch von Weltklasse durch das Stadion strömen ließen.
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Es war DAS Debüt des Abends: Topneuzugang Theo Hernàndez streifte sich in Balingen erstmals das Trikot seines neuen Arbeitgebers Al-Hilal SFC über. Der Star wurde begeistert empfangen, unzählige Fans schrien sich die Kehle wund und hofften nach dem Schlusspfiff, irgendwie doch noch ein Autogramm des Ausnahmekickers zu ergattern.
Der 27-Jährige wechselte vom AC Mailand für kolportierte 25 Millionen Euro nach Saudi-Arabien – er soll ein wesentliches Mosaikstückchen sein, um den Meistertitel und die asiatische Champions League zu gewinnen. Weitere Toptransfers sollen folgen.
Nahezu stündlich tickern Meldungen über etwaige, weitere Zugänge ein.
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Ein Welttrainer! Simone Inzaghi übernahm diesen Sommer den Al-Hilal SFC und gab sein Al-Hilal-Trainerdebüt auf europäischer Bühne ausgerechnet in Balingen.
Charmant, mit leicht verschmitztem Lächeln, trat einer der bestbezahlten Fußballtrainer der Welt in der Bizerba Arena auf. Ein Interview wollte der Starcoach nicht geben – voll und ganz konzentrierte sich Inzaghi, der Inter Mailand zuletzt bis ins Endspiel der Champions League geführt hatte, auf die eigene Mannschaft. Die Balinger hießen Simone Inzaghi in einer eigens für ihn mit persönlicher Botschaft gewidmeten Kabine willkommen. Nach der Partie schrieb der Italiener noch etliche Autogramme, ehe er wieder in den Bus einstieg.
Und er ließ sich nicht zweimal bitten, als ihn TSG-Trainer Murat Isik nach einem gemeinsamen Foto fragte.
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Mit zwei Reisebussen und mehreren Kleinbussen rückte der Al-Hilal SFC in Balingen an, eskortiert wurde das Team ab der Stadtgrenze von der örtlichen Polizei. Zu- und Abfahrt verliefen komplett reibungslos – ein Umstand, der den TSG-Verantwortlichen hoch angerechnet wurde.
Die TSG hatte eigens 180 Kilo Eis für Eisbäder herbeigeschafft, ließ sieben Physioliegen aufstellen, hatte extra viel Wasser und Obst geordert und eine eigene Kaffeemaschine für das Trainerteam in Betrieb genommen.
„Insgesamt waren die Ansprüche völlig im Rahmen, keineswegs fordernd und alles machbar“, erzählt TSG-Geschäftsführer Jona Annel. Einen Wunsch habe man dem Trainerteam freilich nicht erfüllen können: Bei „rot“ solle die Karte nicht zählen, der Spieler würde rasch ausgewechselt, schlugen die Saudis vor. „Das konnten wir natürlich nicht versprechen“, meinte Annel.
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Ein ganz besonderes Spiel war der Auftritt von Al-Hilal SFC auch für die Unparteiischen: Auch dank der Unterstützung des langjährigen DFB-Lehrwarts und Ex-Bundesligaschiris Eugen Strigel konnte eine Mischung aus 2. Liga und regionalen Referees für die Partie engagiert werden.
Zur Pfeife griff der Zweitliga-Schiedsrichter Lars Erbst, der aus Gerlingen stammt und seit 2024 in der 2. Bundesliga zum Einsatz kommt. Ihm assistierten mit Jonas Toranzo, dem Obmann der hiesigen Schiedsrichtergruppe, und Justin Volz zwei Unparteiische aus dem Raum Balingen.
Das Trio machte seine Sache ausgezeichnet und wurde auch vom Gegner ausdrücklich gelobt.





