Doppel-Heimspieltag: Der Ablauf in der Bizerba Arena am Samstag
Regionalliga-Heimspiel und Landesliga-Lokalderby: Diese Kombi gab’s in der Bizerba Arena am selben Tag selten. Wir fassen die organisatorischen Details zusammen.
Stadionöffnung ist am (Kar-)Samstag um 12.30 Uhr, zeitgleich wird der Mannschaftsbus des SC Freiburg in der Bizerba Arena erwartet. Ab diesem Zeitpunkt sind das Stadion, Henkes 12ter Mann und der TSG-Clubkiosk geöffnet – wir freuen uns auf zahlreiche Gäste.
Um 14 Uhr erfolgt der Anpfiff zum Regionalliga-Heimspiel unserer U 23 gegen Freiburg. Die Gäste gelten als besonders spielstark. Dass wir dagegenhalten können, zeigte das Hinspiel: Der Endstand im traditionsreichen Schwarzwald-Stadion lautete 4:4 (!).
Um 14.50 Uhr beginnt das Halbzeitspiel unserer TSG-Nachwuchsstiftung, präsentiert von Physiotherapie Kuchelmeister (Balingen). Zielgenauigkeit ist gefragt! Wir sind auf die Teilnehmer und deren Ausführung gespannt.
Nach dem Regionalligaspiel findet die obligatorische Pressekonferenz in Henkes 12ter Mann statt – das dürfte kurz nach 16 Uhr der Fall sein. Unser Clubhaus bleibt auch anschließend geöffnet.
Die neue Mahl Alm schließt am Samstag um 16 Uhr auf.
Derby gegen Albstadt
So allmählich erwarten wir spätestens zu jenem Zeitpunkt die ersten Zuschauer aus Albstadt, die gerne schon zum Regionalligaspiel kommen dürfen. Wohlwissend: Wer eine Eintrittskarte für das TSG-Duell mit Freiburg löst, erhält automatisch freien Eintritt für das Derby der U 23 gegen den FC 07!
Selbstverständlich ist es ebenso möglich, nur die zweite Partie zu verfolgen (mit den entsprechenden Tickets zu Landesliga-Konditionen; diese gelten ab der Halbzeitpause des Regionalligaspieles).
Dauerkarten-Inhaber haben ohnehin freien Zugang zu allen Spielen der U 23 und der ersten Mannschaft.
Für Gäste unserer Sülzle Lounge gilt: Der VIP-Bereich öffnet und schließt wie bei allen Regionalligaspielen.
Um 18 Uhr betreten unsere U 23 und der FC 07 Albstadt den Rasen der Bizerba Arena – es ist Derby-Time! Nach dem Schlusspfiff wird erneut eine Pressekonferenz mit den Trainern beider Mannschaften in Henkes 12ter Mann stattfinden.
Verkehrs-Behinderungen
Ein wichtiger Hinweis für alle mit dem Pkw anreisenden Spiel(e)besucher: Bis auf Weiteres ist die Bizerba Arena nur aus der Innenstadt erreichbar.
Der Grund: Im Auftrag der Stadtwerke Balingen und der Stadt Balingen haben Sanierungsarbeiten in der Tübinger Straße begonnen. Betroffen ist der Abschnitt zwischen der Einmündung Richthofenstraße und der Ecke Heselwanger Straße. Die Arbeiten umfassen Kanal-, Leitungs- und Asphaltarbeiten und sollen sechs Wochen dauern.
Während dieser Zeit wird die Straße im betroffenen Bereich halbseitig gesperrt: Stadtauswärts in Richtung Heselwanger Straße bleibt die Fahrt weitestgehend möglich, stadteinwärts hingegen ist das nicht möglich. Für die gesperrte Fahrtrichtung werden Umleitungen eingerichtet.
Der Parkplatz beim Unternehmen Krug und Priester ist am Samstag bis 22 Uhr geöffnet; dieser kann somit auch für das Albstadt-Spiel genutzt werden.
Ein Blick ins Geschichtsbuch
Ein wenig Derby-Historie noch, abseits personeller Rochaden a‘ la Gallinaro und Riewe, Eddy Arnold und Co.: Das bis dato letzte Pflichtspiel zwischen der TSG Balingen und dem FC 07 Albstadt gab’s 2018 – zumindest, wenn man nur die Duelle der jeweiligen ersten Mannschaften betrachtet. Damals setzten sich die Albstädter im Pokal-Achtelfinale überraschend und dazu noch klar mit 3:0 gegen die Balinger durch – vor rund 700 Zuschauern.
Ende der 90er-, Anfang der 2000er Jahre war die Hochzeit dieser Lokalkämpfe. Insgesamt sechs Mal begegneten sich Balingen und Albstadt in der Verbandsliga – meist mit dem besseren Ende für die jeweiligen Heimteams. Die Rivalität war groß, das Zuschauerinteresse ebenso: Bis zu 3500 Zuschauer verfolgten in der Spitze die brisanten Derbys. Nicht zu vergessen die zahlreichen personellen Wechselspiele untereinander. Spieler und auch Trainer gaben sich bisweilen und selten ganz ohne Nebengeräusche die Klinke in die Hand.
Die sportliche Rivalität hat zweifellos ihre Wurzeln in der unmittelbaren Nach-Fusionszeit des Albstädter Vereins Ende. Mit der Gründung des FC 07 im Jahr 1998 trafen nicht nur zwei geografisch nahe Klubs aufeinander – auch der weitere Werdegang der beiden Vereine war seinerzeit nicht absehbar.
Die Spiele waren zumeist eng, intensiv geführt und von einer für Amateurverhältnisse außergewöhnlich hohen Zuschauerresonanz begleitet.
Die brisantesten Lokalderbys
Sportlich bewegten sich beide Mannschaften auf Augenhöhe. Der FC 07 Albstadt konnte lange Zeit Paroli bieten und dürfte mindestens die bezirksinterne Nummer eins als Ziel ausgerufen haben. Die TSG Balingen zeigte sich auf lange Sicht aber stabiler und setzte sich mittelfristig als der konstantere, stabilere Klub durch.
Mit dem Albstädter Abstieg im Jahr 2001 endete diese erste Derbyphase abrupt. In den folgenden Jahren entwickelten sich die Vereine sportlich auseinander: Während sich Balingen perspektivisch bis in höhere Spielklassen etablierte, pendelte Albstadt zwischen Verbands- und Landesliga. Direkte Duelle der ersten Mannschaften wurden dadurch zur Ausnahme.
Erst 2018 kam es zu einem bemerkenswerten Wiedersehen. In einem Testspiel trennten sich beide Teams erst 1:1, bevor Albstadt im WFV-Pokal wenige Wochen später mit einem überraschenden 3:0-Erfolg für eine kleine Sensation sorgte. Parallel dazu verlagerte sich die regelmäßige sportliche Verbindung zunehmend auf Begegnungen zwischen dem FC 07 Albstadt und der zweiten Mannschaft der TSG Balingen, insbesondere im Landesligabetrieb der 2020er-Jahre.
In der Hinrunde der laufenden Saison setzte sich die TSG U 23 beim FC 07 mit 5:1 durch – profitierte dabei von einer höchst effektiven Herangehensweise, denn die Albstädter waren keineswegs so deutlich unterlegen, wie es das Ergebnis suggeriert. Nun steht die Neuauflage an und damit die wiederholte Frage nach der Nummer eins auf diesem Niveau. Selbstredend werden beide Teams alles dafür geben, damit am Ende das Pendel auf ihre Seite ausschlägt.




