Es geht wieder los: Die TSG Balingen spielt erstmals im neuen Jahr wieder um Punkte. In der Regionalliga geht es am Samstag zum FC 08 Homburg. Anpfiff ist um 14 Uhr.
Die Saarländer, Ex-Bundesligist, gelten als extrem ambitioniert: Der FC 08 Homburg schielt nach passabler Vorrunde und markanten Neuzugängen in der Winterpause auf den Aufstieg in die 3. Liga. Der frühere Erstligist weist die drittbeste Tordifferenz der Liga auf, erzielte in 20 Spielen satte 40 Tore und verlor nur vier seiner bisherigen Saisonspiele.
Klar: Die TSG ist Außenseiter. Gerade aus dieser Rolle heraus will man jedoch überraschen. Die Testspielergebnisse fielen zuletzt zwar ab, doch zeigt sich das Trainerteam mit der Wintervorbereitung insgesamt zufrieden – ein Eindruck, der aus Mannschaftskreisen bestätigt wird.
Ihr erstes Heimspiel absolvieren die Balinger in der Woche darauf: Am Samstag, 28. Februar, gastiert der Aufstiegstopfavorit SGV Freiberg in der Bizerba Arena (Beginn 14 Uhr). In der Folge geht es nach Frankfurt, gegen Sandhausen und nach Alzenau.
Zur Lage in der Liga
Nach Fasching heißt auch: Vor dem Fußball. In der Regionalliga Südwest rollt am Wochenende erstmals nach der Winterpause wieder das Leder. Wir werfen einen Blick auf die Tabelle.
Zunächst zur TSG: Unser Team ist Drittletzter, würde, wäre die Runde schon beendet, damit sicher absteigen. Zur Erinnerung: Drei Mannschaften müssen in jedem Fall in die Oberligen weichen. Die Zahl erhöht sich entsprechend um jene Teams, die aus der 3. Liga in die Südwest-Staffel rutschen. Momentan wäre das „nur“ der SSV Ulm 1846 – die „Spatzen“ haben bei fünf Zählern Rückstand aufs rettende Ufer aber noch intakte Chancen auf den Klassenverbleib. In Gefahr befindet sich zudem der 1. FC Saarbrücken, der den fünftletzten Platz einnimmt – man wäre gerade so gerettet.
Kommt kein Verein aus der 3. Liga in die Regionalliga Südwest, sind die Aussichten für die Regionalliga-Kellerkinder ungleich besser. Neben der TSG (16 Punkte) sitzen Schott Mainz (10) und der Bahlinger SC (11) auf den sicheren Abstiegsplätzen fest. Direkt davor reiht sich der FC Bayern Alzenau ein – wie die TSG weist der Viertletzte 16 Zähler auf.
Kämen zwei Teams aus der 3. Liga hinzu – etwa Ulm und Saarbrücken – müssen fast alle Regionalligisten zittern. Rang 9 (Stuttgarter Kickers/29) und Platz 14 (Freiburg II/26) trennen schmale drei Punkte. Selbst die drittplatzierten Mainzer hätten bei fünf Absteigern nur scheinbar komfortable acht Punkte Vorsprung.
Die Topklubs stammen aus Württemberg: Der SGV Freiberg (41) liegt knapp vor der SG Sonnenhof Großaspach (40). Dahinter tut sich eine Lücke auf; mit Sandhausen, Frankfurt oder Homburg tummeln sich im Verfolgerfeld jedoch potente Klubs. Dauertopfavorit Offenbach (27) ist Zwölfter.
Am ersten Spieltag im neuen Jahr, dem 21. von insgesamt 34., spielt die TSG in Homburg. Alzenau und der Bahlinger SC kreuzen im direkten Kellerduell die Klingen, Schott Mainz muss nach Fulda. Kronprinz Großaspach hat es mit Freiburg zu tun, Primus Freiberg empfängt Trier.
Stimmungsvoll wird’s in Steinbach zugehen, wo Offenbach auftaucht, im Hessen-Derby begegnen sich Frankfurt und Kassel. Im badischen Nachbarschaftsduell stehen sich Sandhausen und Walldorf gegenüber, die Stuttgarter Kickers haben es mit Mainz zu tun – jede Menge Brisanz also gleich zum Restart in der Regionalliga Südwest!