Regionalliga: Der 20. Geburtstag des Namensvettern-Duells

30 Mal schon hat die TSG Balingen seit 2006 gegen den Bahlinger SC gespielt – so oft wie gegen keinen anderen Kontrahenten in diesem Zeitraum.

Neun dieser Duelle entschied die TSG für sich. 16 Mal gewannen die Bahlinger. Bleiben noch fünf Partien: sie endeten unentschieden.

Erst der 27. Vergleich vor drei Jahren verlief torlos. Die Gesamt-Tordifferenz lautet 45:48 aus Balinger Sicht.

Am Samstag ist es zum 31. Mal soweit: TSG gegen BSC. Anpfiff ist um 14 Uhr in der Bizerba Arena (Stadionöffnung 12.30 Uhr).

Analysiert man die vorherigen Terminansetzungen, dann wird diese Paarung auch eine der ersten in der kommenden Oberligasaison sein. Weshalb? Nun: Neun Mal kreuzten die Klubs an einem der ersten drei Spieltage die Klingen.

Einst ging es um den Aufstieg

Vielen haben die Aufstiegsspiele zur Oberliga vor nunmehr exakt 20 Jahren noch vor Augen: Der BSC setzte sich 2006 sowohl im Hin- als auch im Rückspiel durch (1:0, 2:1) und stieg auf – die TSG trug zunächst Trauer, folgte ihrem Namensvetter aber zwei Jahre später nach. Auch in die Regionalliga kletterten die Bahlinger als Erste hoch, wieder zog Balingen nach. Jetzt steigen die Namensvettern gemeinsam ab.

Im Hinspiel der laufenden Runde hatte der BSC das bessere Ende für sich: Endstand 4:3. Auch sonst fallen reichlich Treffer in den Ba(h)linger Derbys: 3,1 Tore pro Spiel sind’s ganz genau.

Über all‘ die Jahre entstanden auf allen Ebenen viele freundschaftliche Kontakte unter den Vereinen; sie wuchsen und werden auf hohem Niveau gepflegt. Die Balinger schätzen und bewundern die Bahlinger schon immer ob ihrer nonchalanten und gleichzeitig extrem konzentrierten Herangehensweise. Der Respekt ist groß.

Viele Gemeinsamkeiten

Auch abseits des Platzes gibt es Berührungspunkte. Vor zig Jahren reisten Offenbacher Fans nach Balingen, um Bahlingen zu sehen. Nah dran und doch 100 Kilometer daneben.

Noch irritierter wären sie gewesen, sie hätten das an einem der 1.-Mai-Feiertage getan – mehrfach schon tauschten irgendwelche Strolche die Ortsschilder aus… Ein Blick auf den Kalender und in die Landkarte empfiehlt sich folglich auch dieses Jahr.