WFV-Pokal-Achtelfinale: Im Glauben vereint, in den Farben getrennt
Unseren Mittelfeldstrategen Christian Derflinger und den Ulmer Kapitän „Jo“ Reichert verbindet der christliche Glaube. Ein gemeinsames Projekt führt die beiden unter anderem zu Seminaren und an Schulen.
Wenn am Mittwoch um 18 Uhr (Stadionöffnung: 16.30 Uhr) das WFV-Pokal-Achtelfinale zwischen der TSG Balingen und dem SSV Ulm 1846 angepfiffen wird, ruhen die Freundschaften.
Dabei haben viele Beteiligte außerhalb des Platzes durchaus Gemeinsamkeiten – etwa Christian Derflinger und Johannes Reichert.
Christian, am Mittwoch geht es im Pokal-Achtelfinale gegen Ulm – wie stehen die Chancen?
„Ich denke 50:50. Die Ulmer haben den besseren Kader, wir die bessere Form und den Heimvorteil. Es wird auf jeden Fall ein intensives Spiel.“
Mit dem Ulmer Kapitän und Fanliebling „Jo“ Reichert verbindet Dich das Projekt „Fußball mit Vision“. Was hat es damit auf sich?
„Bei ‚Fußball mit Vision‘ sind wir ein Team von aktiven und ehemaligen Fußballprofis. Uns verbindet der gemeinsame christliche Glaube. Wir betreiben unter anderem eine Fußballschule an verschiedenen Standorten, machen Schulseminare zum Thema Glaube und Fußball und Mentoring mit Profis und Jugendspielern.“
Hattest Du in jüngster Vergangenheit Kontakt mit „Jo“? Falls ja, kam das Pokalspiel zur Sprache?
„Ja, mit Jo habe ich regelmäßig Kontakt, ich schätze ihn als Mensch und Spieler sehr. Ich wünsche ihm von Herzen, dass er nach dem Auskurieren seines Kreuzbandrisses bald wieder für seinen Herzensverein auf dem Platz stehen kann. Über das Pokalspiel haben wir ehrlich gesagt nur kurz gesprochen. Für beide Vereine geht es am Mittwoch um sehr viel.“
Wie beurteilst du unseren bisherigen Saisonverlauf?
„Wir hatten einen schwierigen Start mit drei Niederlagen zu Beginn. Davon haben wir uns mittlerweile aber gut erholt und sind jetzt sechs Spiele ungeschlagen. Wir haben einige neue Spieler, von daher ist es normal, dass wir uns erstmal zusammen einspielen müssen. In den letzten Wochen hat man unsere positive Entwicklung als Team gesehen. Wenn wir so weiter machen, bin ich mir sicher, dass wir oben mitspielen können diese Saison.“
Und dein persönliches Befinden?
„Persönlich war es durch die längere Verletzung in der Vorbereitung ebenfalls ein schwieriger Start. Mittlerweile bin ich aber wieder zu 100 Prozent fit. Ich fühle mich auf dem Platz und auch generell im Verein sehr wohl. Wir kommen alle mit Freude zum Training und zu den Spielen, die Stimmung innerhalb der Mannschaft und im Verein ist top.“





