Vor dem WFV-Pokal-Achtelfinale: Jonas Baumgartner – in neuer Rolle

„Baumi“ ist aufgerückt. Jonas Baumgartner, bis dato „Co“ an der Seite von U 23-Trainer Philipp Wolf, unterstützt das Trainerteam der ersten Mannschaft – er ist dort in derselben Funktion wie schon beim Verbandsligateam tätig. Dort wiederum assistiert nun Rückkehrer Lukas Foelsch.

Vor dem WFV-Pokal-Achtelfinal-Knaller gegen den SSV Ulm 1846 (Mittwoch, 18 Uhr, Bizerba Arena) haben wir uns mit Jonas Baumgartner unterhalten.

Baumi, am Mittwoch geht es gegen Ulm, eine tolle Herausforderung für uns. Wie stehen die Chancen?

Wir können befreit aufspielen, während Ulm doch arg unter Druck steht. Mit einer richtig guten Stimmung wollen wir die Ulmer attackieren und, keine Frage, wir möchten ins Viertelfinale einziehen.

Zuletzt gab’s ein 1:1 gegen Tabellenführer Oberachern. Dein Resümee?

In der ersten Halbzeit haben wir es gut gemacht, es war mehr als nur das eine Tor möglich. Nach der Pause haben wir an Aktivität verloren, sind zu passiv gewesen und haben bei Ballbesitz keine Entlastung hinbekommen, geschweige denn, gefährliche Konter gefahren. Unterm Strich ist das Remis gerecht.

Seit etwas mehr als zwei Jahren warst du bei der U 23, wie fühlt sich der Sprung an?

Richtig gut! Der Start hat unglaublich viel Spaß gemacht. Ich wurde von der Mannschaft und meinen Trainerkollegen super aufgenommen. Dazu haben die Ergebnisse direkt gepasst – das macht den Einstieg natürlich noch ein Stück leichter. Vor allem die Arbeit im Trainerteam macht mir richtig Freude. Wir verstehen uns gut, arbeiten intensiv zusammen und ich fühle mich in meiner neuen Rolle sehr wohl.

Du kennst den Verein und viele Spieler bereits bestens. Was ist in der ersten Mannschaft trotzdem neu für dich?

Vor allem die Rahmenbedingungen. Bei Infrastruktur und Professionalität sind wir noch einmal auf einem anderen Niveau. Wir haben für jede Einheit einen kompletten Platz zur Verfügung – bei der U 23 war das eher die Ausnahme. Wahrscheinlich haben wir einen der besten Trainingsplätze der Oberliga. Dazu fahren wir mit dem großen Bus zu den Spielen und haben dauerhaft zwei Physiotherapeuten dabei. Auch der Staff ist deutlich größer und breiter aufgestellt. Jeder kann sich dadurch gezielt auf seinen Aufgabenbereich konzentrieren. Das macht die tägliche Arbeit extrem angenehm und professionell.

Du hast bei der U 23 viel Erfahrung gesammelt. Was davon hilft dir jetzt besonders?

Die Zeit bei der U 23 hat mich als Trainer enorm geprägt. Ich habe unglaublich viel von unserem Cheftrainer Philipp Wolf gelernt – gerade bei Trainingsplanung, Trainingsorganisation und den analytischen Themen. Philipp hat mich immer stark eingebunden und mir viel Verantwortung übertragen. Dadurch konnte ich mich weiterentwickeln und sehr viel mitnehmen. Diese Erfahrungen helfen mir jetzt natürlich enorm.

Und welche Rolle willst du im neuen Trainerteam spielen?

Ich möchte mich vor allem bei der Video- und Gegneranalyse sowie in der Trainingsplanung einbringen. Gleichzeitig will ich für meine Trainerkollegen ein guter Sparringspartner sein und mich mit meinen Ideen in den täglichen Austausch einbringen. Ich freue mich jetzt einfach auf die nächsten Wochen und die kommenden Spiele. Ein echtes Highlight wird das Pokalspiel am Mittwoch gegen Ulm. In der Liga wollen wir bis zur Winterpause gemeinsam so viele Punkte wie möglich holen und unseren eingeschlagenen Weg fortsetzen.