Oberliga: Nach der Nullnummer kommt der Namensvetter

Nach dem 0:0 beim 1. FC Mühlhausen hängt die TSG Balingen weiter im hinteren Tabellenmittelfeld fest. „Es war eher ein glücklicher Punkt“, fasste Coach Michael Schilling seine Eindrücke zusammen. „Mühlhausen besaß die besseren Möglichkeiten.“

Den Zähler nehme man freilich gerne mit, und versuche nun, es im Heimspiel gegen den Bahlinger SC (Samstag, 15.30 Uhr) besser zu machen: Mutiger, frischer und zielstrebiger wolle man agieren.

Der Fast-Namensvetter vom Kaiserstuhl fand ähnlich wie die TSG nur schwer in die Runde, steigerte sich dafür in den zurückliegenden Wochen kontinuierlich und hat sich inzwischen auf den sechsten Platz vorgearbeitet – mit Tuchfühlung zur Spitze.

Fest steht: Der BSC wird einen ziemlich unangenehmen Gegner abgeben, der gut ausgebildete Spieler in seinen Reihen hat. Viele Kicker haben die Fußballschule beim SC Freiburg durchlaufen.

Bahlingens Trainer Marco Schneider, der die Cheftrainerrolle im März nach der Entlassung von Stefan Reisinger übernommen hatte, freute sich mit seinem Team zuletzt über einen klaren 3:0-Sieg in Holzhausen. 20 Punkte haben die Bahlinger auf dem Konto stehen.

Nach dem Abstieg aus der Regionalliga, der der SC sieben Jahre ohne Unterbrechung angehört hatte, gab es einen Umbruch: 15 Neuzugänge standen 15 Abgängen gegenüber. Schneider, der in Doppelfunktion auch als Sportlicher Leiter fungiert, spricht von tollen und vielversprechenden Neuen: „Da haben wir bewusst nach Talenten in unserer Region geschaut, Spieler, die der SC Freiburg nicht geangelt hat“, betont er.

„Wir haben einen Kader mit viel Perspektive, sehr guten, lernwilligen Jungs“, erläutert der BSC-Übungsleiter und fügt an: „Die Liga ist diese Runde wahnsinnig ausgeglichen, da kann jeder so gut wie jeder jeden schlagen.“

An der Tabellenspitze thront weiterhin der SV Oberachern, der auch dem Türk. SV Singen keine Chance beim 4:1-Erfolg ließ. Dahinter lauert die TSG Backnang, welche mit 3:1 gegen Young Boys Reutlingen erfolgreich war.

Empfindlich unter die Räder geriet der drittplatzierte FC 08 Villingen beim 0:5 gegen den FV Ravensburg. Die Oberschwaben fordern an diesem Wochenende nun den SSV Reutlingen zum Verfolgerduell heraus.

In der Fairnesstabelle belegen die beiden Ba(h)linger Teams den guten vierten und fünften Platz; die TSG hat noch überhaupt keine gelb-rote oder gar rote Karte kassiert, dafür schon 33 Mal den gelben Karton gesehen.