Vor dem Oberliga-Derby: Dieser Jungspund drängt in die Startelf
Mika Stauss wechselte vor der Saison aus der U 19 des SSV Reutlingen zur TSG. Nach mehreren Kurzeinsätzen stand der 19-Jährige in Karlsruhe erstmals in der Oberliga-Startelf.
Im Interview spricht der frühere Reutlinger über diesen besonderen Moment, die Umstellung auf den Herrenfußball und die Vorfreude auf das Flutlichtderby gegen den FC Holzhausen (Freitag, 19 Uhr, Bizerba Arena). 🌙⚽
🎤 Mika, nach mehreren Einwechslungen hast du beim KSC erstmals von Beginn an für die TSG gespielt. Wann hast du erfahren, dass du in der Startelf stehst?
Ich habe es am Donnerstag nach dem Ulm-Spiel im Training erfahren. Das war natürlich ein sehr besonderer Moment, weil es mein erster Startelfeinsatz in der Oberliga war. So etwas ist immer besonders, schließlich habe ich in den vergangenen Wochen und Monaten hart dafür gearbeitet.
🎤 Du bist direkt aus der U 19 in den Oberliga-Kader gewechselt. Was sind für dich die größten Unterschiede zwischen dem Jugend- und dem Herrenfußball?
Der größte Unterschied ist auf jeden Fall das Körperliche. Gerade auf meiner Position hat man es im Herrenbereich mit sehr robusten Spielern zu tun. 💥 Die Stürmer in der Oberliga sind häufig groß und kräftig. Dagegenzuhalten, ist eine besondere Herausforderung. Hinzu kommt die höhere Intensität: Das Spiel ist deutlich schneller.
🎤 Nach einer guten Vorbereitung musstest du dich über Kurzeinsätze an die neue Spielklasse herantasten. Wie bist du mit dieser Phase umgegangen?
Am Anfang ist mir diese Phase nicht ganz leichtgefallen, weil ich eine gute Vorbereitung gespielt hatte. Die Situation war neu für mich, da ich in der vergangenen Saison eigentlich immer gespielt hatte. Irgendwann wurde mir aber klar, wie gut wir gerade im Mittelfeld besetzt sind und dass die Mannschaft im Vordergrund steht. Dann muss man sein Ego auch mal zur Seite stellen und weiterhin das Beste für das Team und für sich selbst tun. Für mich bedeutete das, im Training noch intensiver zu arbeiten, noch mehr Gas zu geben und gezielt an meinen Schwächen zu arbeiten. Ich denke, das ist mir ganz gut gelungen.
🎤 Beim SSV Reutlingen warst du Kapitän der U 19. Bei der TSG gehörst du zu den jüngsten Spielern im Kader. Was hast du aus deiner früheren Führungsrolle mitgenommen?
Das ist jetzt natürlich ein bisschen anders. Im vergangenen Jahr habe ich die jüngeren Spieler gescheucht, jetzt werde ich selbst hin und wieder gescheucht – beispielsweise beim Balldienst. Die erfahrenen Spieler und die gesamte Mannschaft haben mich aber richtig gut aufgenommen. Sie geben mir das Gefühl, ein wichtiger Bestandteil des Teams zu sein.Das hat mir den Einstieg sehr erleichtert.
🎤 Am Freitag wartet unter Flutlicht das Derby gegen den FC Holzhausen. Wie nimmst du die besondere Vorfreude rund um dieses Spiel wahr?
Ein Derby ist immer etwas Besonderes. Wenn dann noch Flutlicht und ein Freitagabendspiel dazukommen, ist es natürlich umso schöner. Ich denke, dass deutlich mehr Zuschauer als sonst ins Stadion kommen werden. Deshalb freuen wir uns schon sehr auf dieses Spiel. Bis dahin gilt es, gut zu trainieren und die Partie gegen den KSC aufzuarbeiten. Dann werden wir sehen, was am Freitag möglich ist.





