Oberliga: Tabellenführer SV Oberachern kommt zur TSG
Mit dem SV Oberachern empfängt die TSG Balingen am kommenden Samstag (Anpfiff 15.30 Uhr) den Tabellenführer der Oberliga Baden-Württemberg in der Bizerba Arena.
„Es ist einfach schön, dass wir nach drei Auswärtsspielen nun wieder in unser Wohnzimmer zurückkehren“, sagt TSG-Trainer Michael Schilling. Der Dreierpack in der Fremde habe von seinen Jungs einiges abverlangt – mit zwei Unentschieden und einem Sieg und nun fünf unbesiegten Spielen in Folge haben die Balinger ihre Aufgaben jedoch hervorragend gemeistert.
Nun also der Spitzenreiter! Seit Jahren arbeitet der SV Oberachern ebenso akribisch wie ruhig am Erfolg, verbesserte sich sukzessive und führt nun das Tableau an. „Eine sehr starke Mannschaft“, meint Michael Schilling, der sich auf viele Zuschauer freut, zumal seine Elf mit der augenblicklichen Serie in Vorleistung gegangen ist.
Oberachern kassierte erst eine Niederlage (0:1 gegen Villingen), spielte zuletzt in Backnang 1:1, gewann zuvor gegen Gmünd (4:1), in Reutlingen (2:0), in Nöttingen (1:0), gegen Teningen (2:1), in Mühlhausen (5:3) und gegen Karlsruhe (3:0). Macht zusammen 19 Punkte bei 18:7 Toren – kein Konkurrent hat weniger Gegentreffer kassiert.
Tickets gibt es ab sofort online (https://tickets.tsg-fussball.de/events) und am Spieltag an der Tageskasse. Stadionöffnung ist am Samstag um 14 Uhr.
U 23 sonntags dran
Unsere U 23 spielt erst am Sonntag: Ab 14 Uhr geht es auf dem Kunstrasen der Bizerba Arena gegen Türkspor Neu-Ulm.
Die Lage in der Liga
Drei Auswärtsspiele in Serie liegen hinter der TSG Balingen. Jetzt geht es endlich wieder ins eigene Wohnzimmer – und dort wartet gleich ein ganz dicker Brocken: Am Samstag um 15.30 Uhr gastiert Tabellenführer SV Oberachern in der Bizerba Arena.
Für TSG-Trainer Michael Schilling ist das nach den vergangenen Wochen ein besonderer Moment: „Es ist einfach schön, dass wir nach drei Auswärtsspielen nun wieder in unser Wohnzimmer zurückkehren.“
Seine Mannschaft hat sich diese Heimkehr redlich verdient. Der Dreierpack in der Fremde verlangte der TSG einiges ab, doch die Bilanz kann sich sehen lassen: zwei Unentschieden, ein Sieg – und inzwischen fünf Spiele ohne Niederlage. Balingen hat sich damit auf Rang neun vorgearbeitet und steht bei elf Punkten und 14:12 Toren.
Doch der Blick auf die Tabelle zeigt: Die TSG ist längst nicht weit weg von den oberen Plätzen. Zwischen Balingen auf Rang neun und dem FC Holzhausen auf Platz sieben liegen gerade einmal zwei Punkte. Dazwischen rangieren der 1. CfR Pforzheim und der Bahlinger SC ebenfalls mit elf Zählern. Ravensburg folgt mit zehn Punkten auf Rang elf.
Und ganz oben? Da geht es richtig rund! Oberachern und Reutlingen führen das Feld mit jeweils 19 Punkten an. Backnang folgt mit 17 Zählern, Villingen und der 1. FC Mühlhausen stehen bei 16. Die Young Boys Reutlingen haben bei einem Spiel weniger bereits 14 Punkte gesammelt.
Noch bemerkenswerter: Vom Tabellenführer bis zum zwölften Platz sind es gerade einmal zehn Punkte. Ein Heimsieg gegen Oberachern – und die TSG könnte einen weiteren Satz machen.
Allerdings kommt der Spitzenreiter gewiss nicht zum Kaffeetrinken. Oberachern hat bislang sechs Siege, ein Unentschieden und nur eine Niederlage eingefahren. Das 0:1 gegen Villingen blieb der einzige Ausrutscher. Danach folgten unter anderem ein 2:0 in Reutlingen, ein 1:0 in Nöttingen, ein 5:3 in Mühlhausen und zuletzt ein 1:1 bei der TSG Backnang. 18:7 Tore und 19 Punkte stehen zu Buche. Vor allem hinten ist der SV Oberachern eine Macht: Kein Team der Liga hat bislang weniger Gegentore kassiert.
„Eine sehr starke Mannschaft“, sagt Schilling. Seit Jahren arbeite Oberachern „ebenso akribisch wie ruhig“ am Erfolg. Nun steht der Klub ganz oben, ein verdienter Lohn für die tolle Arbeit im Verein.
Auch hinter dem Spitzenduo bleibt es spannend. Backnang muss beim FC Holzhausen ran, Villingen tritt bei den Young Boys an, Mühlhausen reist nach Ravensburg und Reutlingen zum Türkischen SV Singen. Zudem empfängt der Bahlinger SC Schlusslicht Gmünd, das nach acht Spielen noch immer auf den ersten Punkt wartet. Essingen und Nöttingen treffen ebenfalls aufeinander.
Schilling freut sich nicht nur auf den Gegner, sondern auch auf die Kulisse. Seine Elf, sagt er, sei mit der aktuellen Serie „in Vorleistung gegangen“. Jetzt soll das Wohnzimmer wieder beben!
Tickets gibt es online (www.tsg-fussball.de) und am Samstag an der Tageskasse. Stadionöffnung ist um 14 Uhr. Denn wenn der Tabellenführer kommt, dürfte sich ein früher Platz in der Bizerba Arena durchaus lohnen.
Oberliga-Zahlensalat
Das torreichste Aufeinandertreffen fand 2016 statt (Endstand 3:3).
In der aktuellen Fairnesstabelle (gelbe und rote Karten) ist Oberachern vorbildlicher Dritter, die TSG rangiert auf dem ebenfalls guten sechsten Platz. Beide Vereine handelten sich bis dato keinen Platzverweis ein.
Bislang alle Spielminuten auf dem Platz verbrachte bei den Balingern nur Torhüter Louis Potye. Knapp dahinter: Ivo Colic mit zwei Minuten weniger. In allen bisherigen acht Saisonspielen wirkten zudem Kevin Founes, Simon Klostermann, Jonas Fritschi, Ferdinand Schmidt, Matthias Schmitz und Samuel Schneider mit.
Im Zuschauer-Ranking aller deutschen Oberligisten ist die TSG Fünfter – im Schnitt passierten 1120 Besucher die Stadiontore der Bizerba Arena. In der Fangunst ganz vorne liegt Ex-Bundesligist Uerdingen (1640); dahinter: Altona 93 aus Hamburg (1600), der Wuppertaler SV (1570) und der SSV Reutlingen (1430).
Derzeit beste Oberliga-Torjäger in Baden-Württemberg sind Backnangs Fabijan Domic, Villingens Dominik Emminger und Christopher Wild vom 1. FC Mühlhausen (jeweils 7 Saisontreffer). Treffsicherster Balinger bislang: Christian Derflinger mit fünf Treffern, Simon Klostermann netzte vier Mal ein.
Maßstab der Liga
Wenn es am Samstag (15.30 Uhr, Stadionöffnung 14 Uhr) für die TSG in der Bizerba Arena gegen den SV Oberachern geht, dann hat es unser Team mit einem Kontrahenten zu tun, dessen Name für deutlich mehr als nur gepflegten Amateurfußball steht.
Der ebenso bodenständig wie kreativ und akribisch agierende Verein aus dem Achertal (Ortenaukreis) hat sich in den vergangenen Jahren zu einer festen Größe im baden-württembergischen Fußball-Oberhaus entwickelt – und sorgt derzeit für Aufsehen: Der SVO grüßt mit 19 Punkten von der Tabellenspitze.
Dabei passt der Höhenflug bestens zur Vereinsphilosophie: „Kämpferherz am Ball“ lautet das Motto. Die Mannschaft von Trainer Fabian Himmel verkörpert genau das – leidenschaftlich, unbequem und mit einer bemerkenswerten Defensivstärke. Nach acht Spieltagen stehen lediglich sieben Gegentreffer zu Buche – Liga-Bestwert!
Für den SVO ist die Tabellenführung dennoch alles andere als selbstverständlich. Die Saison 2026/27 ist bereits das 13. Jahr in Folge in der Oberliga Baden-Württemberg. Noch vor wenigen Jahren galt der Klub laut Trainer Himmel als „Abstiegskandidat Nummer eins“. Nun steht der Verein ganz oben – erreicht wurde das mit bodenständiger Vereinsarbeit statt großer Sprüche.
Dabei kann Oberachern nicht nur Liga. 2022 und 2023 holte der SVO zweimal in Folge den südbadischen Pokal. Damit öffnete sich jeweils die Tür zum DFB-Pokal: 2022 kam Borussia Mönchengladbach und gewann 9:1, ein Jahr später folgte vor 24.000 Zuschauern im Freiburger Dreisamstadion das Duell mit dem SC Freiburg, das der Bundesligist mit 2:0 für sich entschied.
Heimisch ist der SVO im idyllisch gelegenen Waldseestadion – einem knapp 2000 Zuschauer fassenden Fußballplatz mit viel Charme und wenig Glamour. Genau darin liegt ein Teil der Oberacherner Geschichte: Der Verein setzt auf Gemeinschaft, Ehrenamt, Nachwuchs und regionale Unterstützung.
Längst weiß es die ganze Liga: Der furiose Klub aus dem Achertal ist ein großer Name im südbadischen Amateurfußball – und aktuell der Maßstab in der Oberliga. Wir sind gespannt auf den Auftritt des Primus – seid dabei!





