Interview mit unserem Schiedsrichter-Beauftragten Joachim Ernst

Jeder kennt den Slogan: Ohne Schiri geht es nicht! Wohl war, unsere beliebte Sportart wurde ohne die Hüter der Regeln keinen fairen Wettkampf erlauben.

Dabei bedeutet Fußball-Schiedsrichter zu sein weit mehr, als nur Spiele zu leiten. Schiedsrichter übernehmen eine verantwortungsvolle Aufgabe, ohne die ein geregelter Spielbetrieb nicht möglich wäre. Sie sorgen dafür, dass Spiele fair, respektvoll und nach den geltenden Regeln ausgetragen werden. Damit leisten sie einen unverzichtbaren Beitrag für den Amateur- und Jugendfußball und tragen dazu bei, dass Woche für Woche tausende Fußballbegeisterte ihrem Sport nachgehen können.

Kommt zur TSG!

Auch für die TSG Balingen ist jedes neue Schiedsrichtermitglied von großer Bedeutung. Zum einen verpflichten Fußballverbände Vereine dazu, eine bestimmte Anzahl an Schiedsrichtern zu stellen. Wird diese Vorgabe nicht erfüllt, drohen finanzielle Strafen oder andere Nachteile. Jeder neue Schiedsrichter hilft daher nicht nur dem gesamten Fußball, sondern unterstützt auch unmittelbar seinen Heimatverein.

Zum anderen bietet das Schiedsrichteramt spannende Entwicklungsmöglichkeiten. Wer Freude an der Aufgabe hat und sich kontinuierlich weiterbildet, kann bis in höhere Spielklassen aufsteigen und sogar Einsätze auf Landes- oder Verbandsebene übernehmen. Zudem erhalten Schiedsrichter eine Aufwandsentschädigung sowie freien Eintritt zu Fußballspielen.

Deshalb lohnt es sich, Verantwortung zu übernehmen und Teil dieser wichtigen Gemeinschaft zu werden!

Joachim, du koordinierst neben deinen Tätigkeiten in der Schiedsrichtergruppe die Unparteiischen in der TSG – was sind deine Aufgaben?

Ich war gut 20 Jahre im Schiedsrichter-Ausschuss der SR-Gruppe Balingen Zollern-Balingen tätig. Nun habe ich bei der TSG die Möglichkeit bekommen, im Bereich Schiriwesen mitzuwirken. Dort stelle ich hauptsächlich die Verbindung zwischen TSG, den TSG-Schiris und zur Schiri-Gruppe Zollern-Balingen im Bezirk dar. Ich betreue die Schiedsrichter, die für die TSG pfeifen, in jeglicher Hinsicht und im Gesamten, bin für die Pflege der Organisation sowie für die SR-Gewinnung für den Verein zuständig, Wir helfen bei Veranstaltungen in Sachen Organisation und setzen natürlich auch selbst Schiedsrichter ein. Im Schiri-Team treffen wir uns regelmäßig, um Erfahrungen, Ereignisse und Situationen auszutauschen und zu besprechen. Zudem bin ich Ansprechperson für sämtliche Fragen von Seiten der Schiris und auch gegenüber der TSG.

Welche Funktion übst du im Bezirk aus?

Wie erwähnt, war ich 20 Jahre im -Ausschuss der SR-Gruppe Balingen/Zollern-Balingen tätig. Dort konnte ich viele Erfahrungen sammeln, die ich nun in meiner Funktion als Vereins-SR-Beauftragter bei der TSG einsetzen und sehr gerne einbringen möchte.

Wie viele Schiedsrichter hat unser Verein, wie viele sind ständig im Einsatz?

Wir sind insgesamt 22 Schiedsrichter, die für die TSG pfeifen, mindestens 19 pfeifen regelmäßig Spiele und somit „anrechenbar“.

Wer ist der jüngste/älteste Schiri, wer pfeift am höchsten?

Wolfgang Schwarz ist der älteste Schiri, der allerdings nicht mehr als aktiver Unparteiischer tätig ist, aber weiterhin den Status „passiver SR“ besitzt. Ältester aktive SR zählt ist Hans Katz, der ja ebenfalls umfangreich bei der 1. Mannschaft als Betreuer mitwirkt. Die jüngsten SRs sind aktuell Toni Tafuri und Kerim Pesket. Ermin Seferovic und Seyfettin Uslu leiten Spiele bis in die Bezirksliga. Am längsten SR ist Ugur Taner, der seit 25 Jahre regelmäßig im Einsatz ist.

Weshalb lohnt es sich, Schiedsrichter zu werden?

Vorneweg lohnt es sich, um alleine schon die Erfahrung zu machen, wie es sich „fühlt“, in der Position und Situation aus Sicht der Schiris zu befinden. Es ist ein Bereich, in dem man sich selbst in seiner eigenen Persönlichkeit, Kommunikation und Umgang/Fertigkeit mit anderen (Spielern, Trainer, Funktionäre) weiter entwickeln kann, was jedem in diesem Hobby, beruflichen sowie privaten Leben weiterbringt. Wir haben ein gemeinschaftliches Umfeld hier im Team der TSG und in der SR-Gruppe. Man bleibt „in Bewegung“ und hält sich so fit. Und natürlich erhält man – unter bestimmten Voraussetzungen – die Möglichkeit, sich weiterzuentwickeln und in höheren Ligen Spiele zu leiten.

Weshalb ist es gerade bei der TSG anstrebenswert, dieses Amt auszuüben?

Wir sind ein gemeinschaftliches Team geprägt von großer Kameradschaft. Wir treffen uns und nehmen an Veranstaltungen und wir gewinnen mit und im Verein Erfahrungen.

Was wünscht du dir für die neue Runde – ganz allgemein für die TSG, im Speziellen für „deine“ Schiris?

Dass wir weiterhin begeisterte TSG-Schiris haben und ein super Team bilden, das regelmäßig Spiele leitet, Schulungen besucht und somit für den Verein anrechenbar ist.

Hast du ein Vorbild als Schiedsrichter?

Aus meiner eigenen, langen Laufbahn fallen mir Eugen Strigel oder auch Pierluigi Collina ein, die in Ihrem Auftreten auf dem Spielfeld allein schon extrem hohen Eindruck erweckten; oder auch – wie Eugen Strigel – höchste Expertise für den gesamten DFB und somit auch für uns in den niedrigeren Ligen auswies. Und natürlich hat mich der persönliche Kontakt mit Eugen Strigel geprägt. Weiters sind unsere Bundesliga-Schiedsrichter allgemein sehr positiv hervorzuheben, bei denen wir Schiris auch immer wieder durch die Problemlösungen verschiedener Spielsituationen währenden den Spielen und auch deren Auftreten – wie schon erwähnt – fasziniert werden.

An wen kann sich wenden, der Schiedsrichter werden und für die TSG pfeifen möchte?

Jeder, der interessiert ist, darf gerne direkt auf mich zukommen: Das geht am einfachsten per Telefon 0173/8689810 oder per Mail an schiri.ernst@email.de