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TSG Balingen

Nachwuchs: Kooperation mit dem VfB Stuttgart

Die TSG Balingen ist neuer Kooperationspartner des VfB Stuttgart! In Zusammenarbeit werden die beiden Vereine zukünftig Talente im Grundlagen- und Aufbaubereich identifizieren, begleiten und fördern.

Die TSG Balingen hat sich in den vergangenen Jahren einen hervorragenden Ruf als leistungsorientierter Ausbildungsverein erworben, von dem bereits einige Spieler zum VfB gewechselt sind. Mit dem Start der TSG Akademie soll diese positive Entwicklung fortgesetzt werden. Der VfB wird die TSG Balingen unter anderem durch gemeinsame Aktivitäten wie der Durchführung von Sichtungsveranstaltungen oder Trainerfortbildungen sowie zusätzlichem Fördertraining unterstützen.

Henry Seeger, Jugendkoordinator der TSG Balingen, sagt: „Mit viel Freude gehen wir in die Kooperation mit dem VfB Stuttgart und sind sehr gespannt auf die künftige Zusammenarbeit. Wir sind froh, gemeinsam mit einem solch hervorragenden Partnerverein diesen Weg zu gehen, um unsere Nachwuchsarbeit im Rahmen unserer TSG-Akademie mittelfristig noch weiter zu stärken und Talente aus dem Zollernalbkreis noch gezielter zu fördern. Diese Kooperation ist eine Win-Win-Situation für beide Vereine mit dem Kernziel, die individuelle Ausbildung der Jugendspieler weiter voranzutreiben.“

Frederik Gluding, Manager Scouting & Kaderplanung U16 – U11 beim VfB, sagt: „mit der TSG Balingen könenn wir ein Loch in unserem Scoutingnetz schließen. Wir sind überzeugt, dass wir nun flächendeckend in unserem riesigen Einzugsgebiet die Talentförderung im Grundlagen- und Aufbaubereich sowohl in der Breite, als auch in der Spitze zusammen mit all unseren Partnern optimieren und die Entwicklungsmöglichkeiten der einzelnen Talente signifikant erhöhen.

Gerade im Jugendbereich, der die TSG Balingen einst so stark machte, wolle man sich wieder breiter aufstellen. Den eigenen Talenten aus dem U-Bereich wolle man sich wieder vermehrt widmen und damit auf lang gewachsenen, aber dann nicht mehr regelmäßig gedüngten Wurzeln besinnen, die Nico Willig, nun U19-Coach des VfB Stuttgart, vor gut 15 Jahren als erster Jugendkoordinator der TSG gepflanzt hatte. Zudem wolle man die eigenen Jugendtrainer noch mehr fördern und hierfür eine Nachwuchsakademie etablieren. Anders beschrieben: Markante Ziele und markige Ankündigungen waren im vergangenen Jahr nach der Abspaltung der Fußballabteilung und der personellen Neuausrichtung von den Verantwortlichen der TSG Balingen zu hören. Nun lassen die Schwaben den ambitionierten Ansagen auch Taten folgen. Erst machte der Kreisstadtklub die Position des Jugendkoordinators wieder zu einem bezahlten Hauptamt und hievte den früheren U23-Spieler Henry Seeger in diesen Rang. Dann installierte die Vereinsführung um deren Vorsitzenden Eugen Straubinger einen Sportlichen Leiter für den Nachwuchsleistungsbereich und schuf dafür, erstmals überhaupt in Balingen, eine zweite Arbeitsstelle innerhalb der Jugendabteilung. Die wird nunmehr von U23-Trainer Denis Epstein ausgeführt. Und wie der Regionalliga-Amateurverein nun bekanntgab, ist die TSG eine Kooperation mit dem Nachwuchsleistungszentrum des VfB Stuttgart eingegangen.
„Es ehrt uns, dass der VfB auf uns zugekommen ist und mit uns im Nachwuchsbereich zusammenarbeiten möchte. Wir werten das als Indiz für unsere gute Arbeit“, sagt Henry Seeger. Die Kooperation beschreibt der TSG-Jugendchef als einen vertrauensvollen Tauschhandel, von dem beide Seiten profitieren würden. Künftig wird der VfB mit eigenem Personal auf dem Balinger Trainingsgelände wöchentliche Förderungs- und Sichtungstrainings anbieten und dabei gleichsam Spieler wie Jugendtrainer weiterbilden und weiterentwickeln. Auch werden die Balinger Nachwuchstrainer, die unlängst erste interne Weiterbildungs-Workshops absolvierten, die Möglichkeit haben, im Stuttgarter NLZ zu hospitieren oder an dortigen Fortbildungen teilzunehmen. „Wir werden vom überragenden Know-How des VfB Stuttgart profitieren“, meint Seeger, der sich sicher ist, dass die Kooperation auch dazu führen wird, die neu gegründete TSG-Akademie strukturell auszubauen und das eigene Jugendkonzept zu professionalisieren.
Die Cannstatter erhalten als Gegenleistung eine institutionalisierte Sichtungsplattform auf der Zollernalb, was für die Balinger derweil auch bedeuten könnte, ihre besten Nachwuchsspieler an den Bundesliga-Verein aus Bad Cannstatt zu verlieren. Seeger indes prognostiziert vor allem einen Vermarktungs- respektive Attraktionseffekt. So könnte die TSG Balingen, die sich selbst als semi-professionellen Amateur- und Ausbildungsverein begreift, noch interessanter für Talente aus der Region werden – mit einem Kanal zum VfB Stuttgart und der Aussicht auf Regionalliga-Aktivenfußball.
Mit insgesamt zwölf Vereinen unterhält das Stuttgarter Nachwuchsleistungszentrum nun eine solche Kooperation, darunter auch die Balinger Ligarivalen VfR Aalen und SG Sonnenhof Großaspach.

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