Spielberichte und News

TSG Balingen

5:1 GEGEN DIE KSC-FOHLEN

Von unserem Medienpartner Zollern-Alb-Kurier:

Bärenstarke Balinger

Oberliga Beim 5:1-Sieg im letzten Heimspiel der Oberliga-Saison brannte die TSG Balingen gegen den Karlsruher SC 2 ein wahres Offensivfeuerwerk ab. Von Marcel Schlegel

Das war bärenstark: Dass es für die TSG Balingen in der Fußball-Oberliga fak-tisch um nicht mehr viel geht, merkte man den Kreisstädtern am Samstag nicht an. Mit 5:1 fegten die Kreisstädter die KSC-Reserve vom Platz.

Die Volkwein-Truppe startete furios: Schon nach 180 Sekunden erzielte sie das 1:0. Ein langer Schuon-Freistoß landete am langen Pfosten bei TSG-Kapitän Manuel Pflumm, der das Leder aus spitzem Winkel ins KSC-Tor zimmerte (3. Minute). Kurz darauf setzte Matthias Schmitz einen Schuon-Eckball mit dem Kopf nur knapp über die Karlsruher Latte (9.), ehe Sekunden später Carlos Konz, wieder nach Ecke Nils Schuon, aus acht Metern an KSC-Keeper Oliver Semmle scheiterte (9.). Die Gäste spielten in der Folge munter kurz mit, blieben in ihren Aktionen aber bisweilen zu hektisch so wie in der zwölften Minute: Da war Marvin Mehlem seinen Gegenspielern auf dem rechten Flügel entwischt. Er sah in der Mitte Kai Lübrand, dem sein Volleyabschluss jedoch völlig missglückte. Teils überzeugte die badische U 23 mit einem schönen Kombinationsspiel, meistens aber fehlte die Genauigkeit und dann zeigte die TSG, wofür sie gefürchtet wird: ihr gefährliches Konterspiel. In der 21. Minute etwa kam Marc Pettenkofer mit Tempo über rechts, flankte den Ball scharf zur Mitte. Patrick Lauble grätschte am Ball vorbei, doch am langen Pfosten lauerte Hannes Scherer und vollendete trocken zum 2:0 (21.).

Es folgte ein fast halbstündiges Powerplay der Kreisstädter. Lauble zog von rechts in den Strafraum ein, vergab aber aus spitzem Winkel gegen Semmle (29.). Dann parierte der KSC-Torspieler einen strammen Pflumm-Freistoß (30.) und schließlich hätte Kaan Akkaya das dritte Tor markieren müssen: Lauble, bester Oberliga-Torjäger, hatte auf der rechten Außenbahn wieder ein Laufduell gewonnen und hätte alleine abschließen können. Doch er passte auf Akkaya quer, und Balingens Topvorbereiter zielte, alleine vor Semmle, am Tor vorbei (44.).

Nach dem Seitenwechsel dasselbe Spiel und nur in eine Richtung: aufs KSC-Tor. Schuon überlupfte die gegnerische Abwehr klug, Lauble vernaschte am rechten Strafraumeck einen Gegenspieler und bediente auf Höhe des Elfmeterpunktes Akkaya 3:0 (54.). In der 62. Minute belohnte sich Lauble dann auch selbst für seinen wieder einmal sensationellen Auftritt. An der Strafraumkante an den Ball gekommen, fackelte er nicht lange und traf aus 16 Metern zielgenau zum 4:0 ins Eck.

Schön herausgespielt war das 1:4: Kai Luibrand fand im Sechzehner mit einem feinen Heber Ridje Sprich, der Marcel Binanzer im Tor der Gastgeber aus fünf Metern keine Chance ließ (68.). Doch im direkten Gegenzug war es wieder, wer auch sonst, Patrick Lauble, der Semmle düpiert, aber das Leder am Tor vorbei gelegt hatte (69.). Besser machte er es in der 75. Minute: Wieder ein klasse Konter und wieder ließ Lauble dem KSC-Torhüter keine Chance: zum 5:1-Endstand.

TSG Balingen: Binanzer; Konz, Lauble, Kaan Akkaya, Pettenkofer, Pflumm (76. Müller), Schäuffele (46. Gratwohl), Schmitz (83. Fecker), Kurth, Scherer (70. Schreyeck).

Tore: 1:0 Pflumm (3.), 2:0 Scherer (21.), 3:0 K. Akkaya (54.), 4:0 Lauble (62.), 4:1 Sprich (68.), 5:1 Lauble (75.).

Schiedsrichter: Asmir Osmanagic (Stuttgart).

Zuschauer: 450.

 

„Dominanz

spricht

für sich“

Oberliga Schwere Wochen liegen hinter der TSG Balingen. Vor allem das Halbfinal-Aus im WFV-Pokal dürfte noch nachwirken.

Balingen. Doch: Am Samstag waren die jüngsten Niederlagen in Dorfmerkingen (Pokal) und Göp-pingen (Liga) wie weggeweht. Mit 5:1 fegte die Mannschaft von Trainer Ralf Volkwein im letzten Heimspiel der laufenden Spielzeit die U 23 des Karlsruher SC aus der Bizerba-Arena und damit jenen Gegner, der noch in der Vorwoche selbst mit 6:0 gegen den Tabellensechsten 1. CfR Pforzheim gewonnen hatte.

Darauf spielte der scheidende KSC-Coach Stefan Sartori in seiner Analyse an: „Manche meinten nach der letzten Woche wohl, hier gewinnen wir im Vorbeigehen. Doch ohne eine aggressive Zweikampfführung gehst du in Balingen unter.“ Der Heimsieg, mit dem die TSG ihren vierten Tabellenplatz sicherte, war aus Sartoris Sicht „hoch verdient“. In dessen eigenen Worten: „Balingen war die gierigere Mannschaft. Die TSG hat von Beginn an gezeigt, wer hier Herr im Ring ist und wir hatten einige Komplettausfälle.“

Ein „Riesenspiel“ seiner Jungs hatte derweil sein Gegenüber Ralf Volkwein gesehen. „Wir wollten uns nach der schlechten Vorwoche positiv von unseren Zuschauern verabschieden“, betonte er. „Das ist uns gelungen.“ Die U 23 des KSC habe eine enorme Qualität, das habe nicht zuletzt das 6:0 aus der Vorwoche gezeigt. „Dass sie diese nicht aufs Feld gebracht haben, lag an uns“, so Volkwein weiter. „Die heutige Dominanz spricht für sich. Die Mannschaft hat eine riesige Saison gespielt.“

Noch einmal ist die TSG in dieser Runde gefordert. Im Saisonfinale könnte Balingen sogar die Meisterschaft mitentscheiden. Diesen Samstag (15.30 Uhr) ist der Eyach-Klub bei Primus SC Freiburg 2 zu Gast, der weiterhin zwei Punkte Vorsprung auf Verfolger FSV 08 Bissingen aufweist. Der Meister steigt in die Regionalliga auf, der „Vize“ geht in die Aufstiegsrelegation.

 

Vorbericht aus dem Stadionheft:

Herzlich willkommen, Karlsruher SC!

Noch zwei Mal 90 Minuten – dann ist Schluss. Die baden-württembergischen Fußball-Oberligisten sind auf den letzten Metern der Zielgeraden angekommen. Im abschließenden Heimspiel hat es die TSG Balingen mit der U 23 des Karlsruher SC tun. Die Gäste aus der zweitgrößten Stadt des Landes sind aktuell Tabellenachter. Die Partie steht unter der Leitung von Asmir Osmanagic (Stuttgart) sowie dessen Assistenten Alexander Nipp und Alexander Wintermantel.

Die Historie spricht gegen die TSG. Neun Mal standen sich die Balinger und der KSC seit 2012 gegenüber. Ganze zwei Mal gingen die Schwarz-Roten als Gewinner vom Platz – jeweils im Jahr 2013 (Rück- und Hinrunde). Seither gab’s drei Karlsruher Erfolge und drei Unentschieden. Und auch aktuell sind die Badener stark drauf: Im Derby gegen den sechstplatzierten 1. CfR Pforzheim feierte die Elf von Trainer Stefan Sartori, der zum Rundenende aufhört, einen beeindruckenden 6:0-Kantersieg. Bis auf eine Ausnahme kamen die Karlsruher dabei ohne jegliche Profiunterstützung aus.

Die TSG Balingen zog am zurückliegenden Wochenende beim 1. Göppinger SV den Kürzeren (0:1) und peilt nun die Absicherung des vierten Tabellenplatzes an. Mit einem Heimsieg könnte man schlechtestenfalls noch Fünfter werden, bei einer Niederlage wäre noch Rang sechs denkbar. Liefe es ganz optimal, stünde die TSG am Saisonende sogar auf Platz drei. Wie auch immer: Eine der erfolgreichsten Spielzeiten kann schon jetzt resümiert werden.

Nach dem KSC- und dem letzten Rundenspiel kommende Woche (Samstag, 15.30 Uhr) beim (Meister?) SC Freiburg legen die Balinger Fußballer eine Pause ein. Voraussichtlich in der ersten Juliwoche beginnt das Vorbereitungstraining auf die Saison 2017/2018. Am zweiten August-Wochenende geht’s mit dem ersten Spieltag in der Oberliga von Neuem los.

An dieser Stelle sei ein herzlicher Dank an alle Unterstützer gesagt: Zuschauer, Sponsoren, Verbände, die Kommune, aktive Spieler, Trainer, Betreuer und natürlich an alle ehrenamtliche Helferinnen und Helfer, ohne die Oberligafußball in Balingen nicht darstellbar wäre. Allen wünschen wir eine schöne Sommerzeit – und freuen uns bereits jetzt auf ein Wiedersehen in der neuen Runde. Bleiben Sie der TSG gewogen – und unterstützen Sie uns weiterhin!

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