Spielberichte und News

TSG Balingen

POKAL TOTAL: 4:1 GEGEN DEN SSV REUTLINGEN

 

Von unserem Medienpartner Zollern-Alb-Kurier:

 

Souveräner Derby-Sieg

Fußball Die TSG Balingen zieht mit einem 4:1-Erfolg im Prestigeduell gegen den SSV Reutlingen ins Halbfinale des WFV-Pokals ein. Von Marcel Schlegel

Patrick Lauble hat die TSG Balingen gestern Abend ins Halbfinale des WFV-Pokals geschossen. Beim 4:1 gegen den SSV Reutlingen 05 erzielte der Torjäger die Treffer zum vorentscheidenden 2:0-Halbzeitstand sowie das finale Tor der TSG.

Vom Anpfiff weg hatte die TSG eine gute Möglichkeit, als Sascha Eisele sich an die Grundlinie durchdribbelte, in der Mitte verfehlte Marc Pettenkofer aber die Hereingabe. Und danach entwickelte sich zunächst ein zerfahrenes Derby. Erstmals gefährlich wurden die Nullfünfer in der 9. Minute: Da hatte Daniel Schachtschneider im Fünf-Meter-Raum Daniel Seemann bedient, der den Ball mit der Hacke aufs Balinger Tor brachte. Keeper Julian Hauser war auf dem Posten.

Dann schlug Lauble zum ersten Mal zu, markierte bereits in der zwölften Minute das 1:0. Nach einem Eckball brachten die Reutlinger im Strafraum das Leder nicht weg, Lauble zischte dazwischen und versenkte es volley im Gehäuse. Direkt nach dem Anspiel zimmerte Schachtschneider den Ball an die Balinger Latte (13. Minute). Hauser hatte noch eine Hand dran bekommen, also Eckball. Nun herrschte Chaos im Balinger Sechszehner, Rouven Wiesners Abschluss aus der Nahdistanz wurde geblockt (14.).

Es folgte, was die Balinger mögen: Sie überließen den Gästen den Ball und lauerten auf Fehler. Nach einem solchen schaltete die TSG blitzschnell um, Kapitän Manuel Pflumm schickte in der Spitze Lauble. Der war schneller als die Reutlinger Hintermannschaft, lief seitlich in den Strafraum ein und versenkte den Ball allein vor Torhüter Marcel Knauss staubtrocken zum 2:0 (21.). Schachtschneider hätte vor der Pause den Anschluss besorgen können, nach Schiffel-Vorarbeit schoss er aber aus elf Metern übers Gehäuse (45.).

Der eingewechselte Reutlinger Eric Yahkem sorgte nach Wiederbeginn für Unruhe. Doch zunächst hielt Hauser dessen Kopfball fest (46.), dann warf sich ein Kreisstädter in einen Yahkem-Schuss (50.). Die Mini-Offensive des SSV 05 endete jäh, als TSG-Kapitän Manuel Pflumm in der 59. Minute vom Elfmeterpunkt aus das 3:0 erzielte. Davor hatte Lukas Hartmann bei einem Akkaya-Schuss im Strafraum die Hand benutzt (57.).

Da konnten es sich die Gastgeber in der 66. Minute sogar leisten, dass Kaan Akkaya den Ball aus vier Metern übers leere Tor schoss. Abermals sehenswert: die Vorarbeit von Lauble, der auf der linken Außenbahn von seinen drei Gegenspielern bearbeitet wurde, und sie trotzdem allesamt stehen ließ. Hauser konnte seine Klasse noch mal bei einem Kuengienda-Kopfball unter Beweis stellen (74.) und schließlich netzte Lauble aus sechs Metern zum dritten Mal ein; er war an der Grundlinie klasse von Akkaya bedient worden (75.). Nach Mayer-Flanke Yahkem dann noch zum 4:1 ein (78.), ehe die Gastgeber ihren Halbfinal-Einzug feiern durften.

TSG Balingen: Hauser; Eisele (79. Schäuffele), Konz, Lauble (86. Scherer), K. Akkaya (76. Keller), Schuon, Pettenkofer, Pflumm, Foelsch, Schmitz (88. Fecker), Kurth.

Tore: 1:0, 2:0 Lauble (12., 21.), 3:0 Pflumm (59./ Elfmeter), 4:0 Lauble (75.), 4:1 Yahkem (78.).

Schiedsrichter: Gaetano Falcicchio (Konstanz).

Zuschauer: 1400.

 

Volkwein: „Taktik ist voll aufgegangen“

Fußball Die TSG Balingen hat’s gepackt: Zum zweiten Mal steht der Oberligist im Halbfinale des Verbandspokals.

Balingen. Der verdiente Derby-Erfolg trug einmal mehr die Handschrift von Torjäger Patrick Lauble, der nicht nur wegen seiner drei Tore gestern der überragende Spieler auf dem Rasen der Bizerba-Arena war. Unermüdlich bearbeitete der Stürmer die Abwehrreihe des SSV 05, ging selbst verloren geglaubten Bällen nach und sorgte auf diese Weise für leichte Ballgewinne und Freiräume für seine Mitspieler.

Jochen Class war derweil bedient. „Wir haben die letzten drei Spiele in Serie zu null gespielt“, sagte Reutlingens Trainer. „Und mit dieser Überheblichkeit haben wir heute auch auf dem Platz gestanden. Unsere Lethargie wurde von den Balingern bestraft.“ Wenn man sich die bloßen Chancen anschaue, wäre womöglich ein Unentschieden im ersten Durchgang möglich gewesen, fand Class, „wenngleich die Balinger die bessere Mannschaft waren, keine Frage“. Weiterhin haderte der SSV-Coach mit dem Schiedsrichter, mit Gaetano Falcicchio. Zwei „sensationelle Entscheidungen“ habe der Konstanzer Referee gefällt. Class bemühte die Ironie, denn: „Das 2:0 war ein Abseitstor und ob man beim 3:0 Handelfmeter pfeifen muss, weiß ich nicht.“ Dennoch gestand er: „Wir haben das Weiterkommen nicht verdient.“

Auf diese Diskussion wollte sich Ralf Volkwein nicht einlassen. „Schiedsrichter hin oder her, ich habe einen verdienten Sieger gesehen“, sagte der Trainer der TSG. „Wir wollten dem Gegner unser Spiel aufzwingen und diese Taktik ist voll aufgegangen. Ich bin stolz auf die Jungs.“

Der nächste Pokal-Gegner der Eyachstädter, die am Samstag um 15.30 Uhr im Ligabetrieb beim Tabellenletzten Spvgg Neckarelz zu Gast sind, wird bereits heute Vormittag ausgelost. Das Halbfinale findet dann am 26. April statt, am 25. Mai zeigt sich, wer die Nachfolge des FV Ravensburg als neuer WFV-Pokalsieger antreten wird.

 

Berichte:

http://www.schwarzwaelder-bote.de/inhalt.fussball-stimmen-und-statistik.cf10ffc4-dec2-4667-a528-259ae628bd01.html

Pokalderby in der Bizerba-Arena: Im Viertelfinale des DB regio wfv-Pokals trifft die TSG Balingen auf den Oberligarivalen SSV Reutlingen. Anpfiff in der Bizerba-Arena ist am Mittwoch, 5. April um 19 Uhr.

 

Berichte aus der Stadionzeitung:

Pokalknüller in der Bizerba-Arena

Herzlich willkommen in der Balinger Bizerba-Arena: Wir freuen uns auf ein interessantes Pokal-Viertelfinalderby zwischen der TSG Balingen und dem SSV Reutlingen. Ganz besonders begrüßen wir unsere Gäste aus Reutlingen sowie das eingeteilte Schiedsrichtergespann um Gaetano Falcicchio (Konstanz) – den Unparteiischen wünschen wir ein leichtes Amt in einem fairen Spiel. Mit Ihnen, liebe Zuschauer, fiebern wir nun (mindestens) 90 spannenden Fußballminuten entgegen.

Balingen gegen Reutlingen, das ist ein Derby, das vieles verspricht. Schon zum dritten Mal begegnen sich die beiden Mannschaften in der laufenden Runde. Die beiden Oberliga-Punktspiele verliefen aus TSG-Sicht wenig erbaulich: In der Hinserie war man beim 0:3 chancenlos, das Rückspiel endete immerhin 1:1. Nun brennen die Jungs um Spielführer Manuel Pflumm darauf, dem Nachbarn endlich mal wieder ein Schnippchen zu schlagen. Zumal der Pokalwettbewerb seinen ganz eigenen Reiz hat.

Schon unmittelbar nach der Viertelfinalauslosung waren sich die Balinger Verantwortlichen einig: Mit dem SSV Reutlingen hat man ein echtes Traumlos erwischt. Zum einen geht es gegen einen früheren Zweitligisten, zum anderen hat man ein Heimspiel – Fußballherz, was willst Du mehr? Eine große Kulisse sollte garantiert sein.

Sowohl Balingen als auch Reutlingen trennen vor dem Viertelfinalknüller nur noch zwei Siege vom Finale. Dieses erreichte der SSV vor zwei Jahren, als man schließlich den FV Ravensburg, der den Wettbewerb ein Jahr später gewann, in die Schranken verwies und somit in den DFB-Pokal einzog. Neben stattlichen Einnahmen verbuchten die Achalmstädter in Runde eins einen fulminanten 3:1-Sieg gegen den Karlsruher SC und marschierte in die zweite Runde, in der ein 0:4 gegen Eintracht Braunschweig folgte.

Ein Favorit ist schwer auszumachen. Die TSG Balingen ist in der Oberliga besser platziert, doch der SSV Reutlingen hat einen starken Kader beisammen. Leitwolf ist der Ex-Profi Andreas „Bobo“ Mayer (36), der nach Marcel Knauß die meisten Einsätze in der aktuellen Spielzeit verzeichnet. Mayer war es auch, der dem Geschehen sowohl im Hin- als auch im Rückspiel seinen Stempel aufdrückte. Mit überdurchschnittlichem Talent sind zudem Marc Golinski, Tom Schiffel, Daniel Schachtschneider, Pierre Eiberger, Maximilian Rohr, Daniel Seemann, Magnus Haas oder Lukas Hartmann ausgestattet. Nicht zu verachten der zuletzt stark auftrumpfende Francis Ubabuike. Ein Wiedersehen feiern die TSG-ler mit Onesi Kuengienda und Timo Krauß, die einst das Balinger Trikot überstreiften.

Ein Hinweis für Gästefans: Wir richten einen seperaten Bereich – entweder auf der Gegengerade oder, bei schlechter Witterung, unterhalb der Tribüne – ein. Allerdings verzichten wir aufgrund vielfacher positiver Erfahrungen aus der Vergangenheit auf eine strikte Fantrennung. Die SSV-Fans waren und sind uns stets willkommen und wir schätzen uns glücklich, viele von Euch in der Bizerba-Arena begrüßen zu dürfen.

In diesem Sinne: Feuer frei fürs Viertelfinale – der Bessere möge gewinnen und ins Halbfinale einziehen. Und immer dran denken: Wir sind die TSG, wir geben niemals auf!

 

Neuer Sponsor, neuer Name

„Wir freuen uns sehr darüber, dass es uns gelungen ist, DB Regio Baden-Württemberg für den wfv-Pokal der Herren zu begeistern. Gemeinsam mit unserem neuen Partner werden wir den Pokal-Wettbewerb noch spannender, intensiver und werthaltiger gestalten, um die Präsenz in der Öffentlichkeit sowie den sportlichen Wert noch weiter zu steigern“, berichtete wfv-Präsident Matthias Schöck im Rahmen der Pokal-Viertelfinal-Auslosung in Stuttgart, wo unter anderem das heutige Duell zwischen der TSG Balingen und dem SSV Reutlingen gezogen wurde.
Der neue WFV-Partner DB Regio Baden-Württemberg wird nicht ausschließlich als Namensgeber für den DB Regio-wfv-Pokal agieren, sondern die Partnerschaft mit vielen Aktionen und Maßnahmen vor Ort begleiten. „Es liegt uns am Herzen, als Unternehmen aus der Region den Amateursport zu fördern. Wir stehen für flexible und bequeme Mobilität
in Baden-Württemberg. Dies werden die Vereine, die Spieler und die Zuschauer im Rahmen des Pokal-Wettbewerbs auch nutzen können. Nicht zuletzt als Partner der UEFA U19-Europameisterschaft haben wir die kreative Kraft und Energie des Fußballs erlebt und freuen uns sehr auf die gemeinsamen Herausforderungen“, sagt David Weltzien, Vorsitzender der Regionalleitung und Leiter Marketing bei DB Regio Baden-Württemberg.
Die weiteren Termine: Das Halbfinale findet am 26. April statt und am 25. Mai zeigt sich, wer wfv-Pokalsieger der Herren 2016/17 wird. Das Endspiel findet im Gazi-Stadion (Stuttgarter Kickers) in Stuttgart statt.
Auch die Rahmentermine für den WFV-Pokal 2017/18 stehen bereits fest. 128 Vereine werden in der ersten Runde am Start sein – alle Drittliga-, Regionalliga- und Oberliga-Vereine aus Württemberg, die Verbandsliga- und Landesliga-Vereine, dazu die Bezirkspokal-Sieger und gegebenenfalls die Endspiel-Teilnehmer im Bezirkspokal. Gespielt wird die 1. Runde: Samstag, 5. August 2017; 2. Runde: Samstag, 12. August; 3.Runde: Mittwoch, 30. August 2017; Achtelfinale: 3. Oktober oder 1. November 2017. Viertel-, Halbfinale und Endspiel werden 2018 ausgetragen. Viertelfinale: Mittwoch, 11. April, Halbfinale: Mittwoch, 25. April und das Finale am Pfingstwochenende 2018 (19. bis 21. Mai 2018).

 

Der SSV Reutlingen

Der SSV Reutlingen, besser: dessen Vorgängerverein, wurde am 9. Mai 1905 als FC Arminia Reutlingen 1905 gegründet und 1910 in SV Reutlingen 1905 umbenannt. Nach einer Fusion des SV 1905 mit dem 1. Schwimmverein 1911 entstand 1938 der SSV Reutlingen 05.

1906 trat der FC Arminia Reutlingen dem Fußballverband Württemberg bei und stieg in der C-Klasse, der damals niedrigsten Spielklasse, in den Spielbetrieb ein. 1942 wurde der SSV Reutlingen in der Kreisklasse Achalm Meister und stieg in die erstklassige Gauliga Württemberg auf. In der Gauligasaison 1944/45 befand sich der SSV Reutlingen auf Platz 1 der Gruppe 3, als die Saison wegen des Zweiten Weltkrieges abgebrochen werden musste.

Nach dem Krieg wurde der SSV in der Sison 1949/50 als Meister der Gruppe Süd der Oberliga Südwest in der südwestdeutschen Meisterschaftsendrunde nach einer Finalniederlage gegen den 1. FC Kaiserslautern südwestdeutscher Vizemeister und qualifizierte sich somit für die Endrunde um die Deutsche Meisterschaft 1950. Dort schied der SSV Reutlingen 05 am 21. Mai 1950 im Achtelfinale gegen Preußen Dellbrück im Stadion Oberwerth in Koblenz durch eine 0:1 Niederlage in der Verlängerung aus.

Durch die Endrundenteilnahme zählte der SSV Reutlingen erstmals zu den sechszehn besten deutschen Fußballmannschaften und spielte im Jahr 1950 auf dem Niveau der Mannschaften, die um die Deutsche Meisterschaft kämpften.

Nach Jahren mit erheblichen wirtschaftlichen Schwierigkeiten musste der SSV schließlich im Jahr 2010 Insolvenz anmelden. 2011 erfolgte der Neustart mit einer Ausgliederung der Fußballabteilung in einen eigenständigen Verein, den SSV Reutlingen 1905 Fußball e.V. Weiterhin existiert der SSV-Gesamtverein mit den Sportarten Boxen, Tischtennis, Schwimmen, Freizeitsport, Versehrtensport und American Football.

Im Jahr 2015 erreichte der SSV seine größten Erfolge der jüngeren Vereinsgeschichte. Durch den insgesamt vierten Gewinn des WFV-Pokals am 6.5.2015 sicherte er sich die Teilnahme an der ersten Runde des DFB-Pokals der Saison 2015/16. Das im Stadion an der Kreuzeiche ausgetragene Erstrundenspiel gegen den Zweitligisten Karlsruher SC konnte der SSV mit 3:1 für sich entscheiden und vor 8329 Zuschauern einen sensationellen Einzug in die zweite Pokalrunde bejubeln. Auch die von offizieller Seite des DFB ausgerufene Wahl zum Pokalhelden der ersten Runde konnte sich der SSV in Person des dreifachen Torschützen und Mannschaftskapitäns Giuseppe Ricciardi für sich beanspruchen.

Gegner in der zweiten Runde war Eintracht Braunschweig, ebenfalls Zweitligist. Die Niedersachsen kontrollierten vor den Augen der 7528 Zuschauer die Begegnung von Beginn an und setzten sich nach Ablauf der Spielzeit mit einem klaren 4:0-Auswärtssieg durch. Trotz des Ausscheidens bleibt die Teilnahme am DFB-Pokal und vor allem der Sieg gegen den Karlsruher SC in guter Erinnerung – hatte die Mannschaft doch das Unmögliche möglich gemacht und ein Pokalwunder vollbracht.

Größte Erfolge:
1950 Meister der Oberliga Südwest –Teilnahme Endrunde Deutsche Meisterschaft
1955 Vize-Meister Oberliga Süd (höchste deutsche Spielklasse)
1965 Vize-Meister Regionalliga Süd – Aufstiegsspiele zur 1. Bundesliga
1974 Deutscher Amateurmeister
1975 Aufstieg 2. Bundesliga
1988 Württembergischer Pokalsieger
1989 Meister Oberliga Baden-Württember
1990 Württembergischer Pokalsieger
1992 Meister Oberliga Baden-Württemberg
1997 Deutscher Amateurmeister
1999 Württembergischer Pokalsieger
2000 Meister Regionalliga Süd – Aufstieg 2. Bundesliga
2006 Meister Oberliga Baden-Württemberg
2015 Württembergischer Pokalsieger

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