Spielberichte und News

TSG Balingen

SIEG GEGEN DEN SPITZENREITER

Von unserem Medienpartner Zollern-Alb-Kurier:

TSG bezwingt Spitzenreiter

Fußball Späte Treffer von Nils Schuon und Manuel Pflumm bescherten Balingen gestern drei Punkte gegen den Oberliga-Tabellenführer SC Freiburg 2. Von Marcel Schlegel

Über 80 Minuten lang hatten die Gäste die Partie in der Bizerba-Arena dominiert, hatten die Kreisstädter in deren Hälfte eingeschnürt, waren angerannt, doch am Ende auch immer an der starken Balinger Abwehr gescheitert.

Die TSG-Defensive ließ in knapp 95 Minuten trotz Dauerdrucks nur eine hochprozentige Chance des Sportclubs zu. Ein Mal passten die Freiburger nicht auf und direkt zeigte der Kreisstadt-Klub, warum er derzeit das offensivstärkste Team der Liga stellt: In der 85. Minute hatte der Ex-Regionalligist einen Balinger Angriff nicht geklärt bekommen, Kaan Akkaya bediente Nils Schuon und der schoss den Ball aus elf Metern per Volley zum 1:0 ein.

In der Schlussphase löste der SC die Abwehr auf, Lukas Foelsch schickte Joker Patrick Lauble, der im Strafraum gefällt wurde. Manuel Pflumm versenkte den Elfmeter zum 2:0 (90. Minute). Das Topspiel war entschieden die TSG hatte es auf den Kopf gestellt.

Die Anfangsphase des Flutlichtspiels verlief exakt so, wie TSG-Coach Ralf Volkwein es vorhergesagt hatte: Die Breisgauer behielten das Leder lange in ihren Reihen, verlagerten ihr Spiel und ließen die Hausherren laufen, die ihre Ketten jedoch diszipliniert verschoben. Erstmals gefährlich wurden die Freiburger nach einem Eckball. Glück hatte TSG-Keeper Marcel Binanzer, dass Fabian Rüdlin seinem Kollegen Tobias Müller im Weg stand (17.).

In der Folge bauten die Freiburger weiter Druck auf und die TSG stellte ihre Reihen immer noch tiefer auf. Für die ballsicheren Badener entwickelte sich das Duell zur Geduldsprobe, die aggressiv auftretenden Kreisstädter gewannen zwar einige Zweikämpfe, doch meistens verloren sie den Ball danach prompt wieder. So gab es für die Defensive kaum Entlastung. In der 35. Minute fand Pius Dorn die Lücke in der Balinger Verteidigung, als er über die Außenbahn durch war und auf Kai Brünker flankte. Dessen Kopfball ging aber ins Toraus.

Auch nach der Pause kombinierte sich der Sportclub ansehnlich in die Gefahrenzone, doch dort war fast immer Endstation. Marc Pettenkofer verpasste in der 54. Minute eine Hereingabe des Balingers Adrian Müller und Freiburgs Rico Wehrle schoss den Ball links am TSG-Tor vorbei (59.) allenfalls Halbchancen waren das.

Lichterloh brannte es in der 73. Minute im Balinger Strafraum: Dorn hatte an der Grundlinie Sascha Eisele ausgetanzt und geschossen. Binanzer ließ prallen, den zweiten Ball blockte Müller gegen Wehrle ab. Erneut ging ein Raunen durchs Stadion, als Jörg Schreyecks Kopfball neben das SC-Tor kullerte (75.). Eine Minute später die gleiche Szene, diesmal verfehlte Schmitz sein Ziel (76.).

Auch in der Schlussphase hielt die TSG dem Druck der U 23 stand, fügte dem Primus am Ende die vierte Saisonniederlage bei. Eine taktische Meisterleistung der Gastgeber ganz so, wie es Ralf Volkwein geplant zu haben schien.

TSG Balingen: Binanzer; Eisele, Konz, Kaan Akkaya (88. Pflumm), Schuon, Müller, Foelsch (90.+1 Schäuffele), Pettenkofer, Schmitz, Scherer (77. Lauble).

Tore: 1:0 Schuon (84.), 2:0 Pflumm (90./Elfmeter).

Schiedsrichter: Jonas Brombacher (Kandern).

Zuschauer: 650.

 

Volkwein-Elf mit taktischer Glanzleistung

Fußball Der Matchplan der TSG Balingen gegen Frei-burg 2 ging perfekt auf die Kreisstädter ließen so gut wie nichts zu.

Balingen. Wie sagte Trainer Ralf Volkwein nach dem 2:0 (0:0)-Heimsieg seiner TSG Balingen im Oberliga-Topspiel gegen den souveränen Tabellenführer SC Freiburg 2? „Der Plan ging auf.“ Und wie.

Zusammengefasst verlief das Flutlichtspiel gestern genau so, wie es der Balinger Coach zuvor angekündigt und sich insgeheim erhofft hatte: 70, vielleicht 80 Prozent Ballbesitz für den Ex-Regionalligisten trafen auf 100 Prozent Laufarbeit und Einsatzbereitschaft seiner Abwehr und auf eine annähernd perfekte Chancenauswertung.

Am Ende, so fand Freiburgs U 23-Coach Christian Preußer, sei der neunte Balinger „Dreier“ verdient gewesen, weil die TSG diesen taktisch erzwungen habe. „Sicher muss man meiner jungen Truppe zugestehen, dass sie offensiv spielt und versucht, jede Situation kreativ zu lösen“, so der Trainer des Herbstmeisters. „Aber wir müssen noch lernen, dass man ab und zu auch mal mit einem Punkt zufrieden sein muss.“ Insofern suchte Preußer die Gründe für die vierte Saisonniederlage bei seinen Spielern und sich. „Mich ärgert, dass wir in der zweiten Hälfte den Faden verloren haben“, so Freiburgs Coach.

Zurück zu Volkwein, der seinen Jungs „ein Riesenkompliment“ aussprach. „Läuferisch, kämpferisch und taktisch war das überragend“, so der Wehinger. „Es war klar, dass es gegen diesen spielstarken Gegner brutal hart wird und dass wir bis an die Grenzen gehen müssen“, so Volkwein weiter. „Aber das haben die Jungs alles umgesetzt und eine außerordentlich starke Abwehrleistung gezeigt.“

Am Ende hätte man sich in Balingen über ein 0:0 sicher auch nicht beschweren dürfen. Doch drei Punkte und (zumindest bis heute) Platz drei nach 17 Spieltagen nimmt man bei der TSG freilich sehr gerne mit.

SC Freiburg, Homepage:

https://www.scfreiburg.com/scoresheet/spate-niederlage-bei-der-tsg-balingen

Freitagabend, Flutlicht, Spitzenreiter: Mit großer Vorfreude fiebern wir dem Oberligaduell gegen den SC Freiburg 2 entgegen. Die Partie in der BIZERBA ARENA wird am 11. November um 18 Uhr angepfiffen.

Vorbericht aus dem Stadionheft:

Der Spitzenreiter kommt!

Es ist – bislang – das „Spiel der Spiele“ in der laufenden Oberligasaison 2016/2017: Die TSG Balingen empfängt mit dem SC Freiburg 2 den souveränen Tabellenführer in der BIZERBA ARENA. Dazu heißen wir alle Zuschauer herzlich willkommen, ebenso unsere Gäste aus dem Breisgau und die eingeteilten Schiedsrichter von der Gruppe Hochrhein, nämlich Jonas Brombacher, Steffen Fante und Jürgen Schätzle. Den Referees wünschen wir ein leichtes Amt – und Ihnen, liebe Besucher, 90 spannende und sportlich-faire Fußballminuten!

Fußballherz, was willst Du mehr: Freitagabend, Flutlicht, Spitzenreiter…! Auf unser Team wartet eine ebenso anspruchsvolle wie interessante Aufgabe, wenn es gegen den Bundesligaunterbau des Sportclub Freiburg geht. Um die exponierte Position der Breisgauer zu untermauern, ein paar Zahlen: Neun ihrer zurückliegenden zehn Spiele haben die Freiburger gewonnen (zuletzt 1:0 im Topspiel gegen den 1. CfR Pforzheim), ganze acht Gegentore kassierte man in 16 Spielen, fünf Zähler beträgt das Polster auf Verfolger FSV 08 Bissingen, zwölf Mal spielte der Sportclub „zu Null“, und sowohl in der Heim- als auch in der Auswärtstabelle sind die Badener Erster.

Der Eindruck drängt sich auf, dass Freiburg in der falschen Klasse spielt. Und er ist nicht von der Hand zu weisen. In der abgelaufenen Regionalligarunde verpasste die Elf für viele sehr überraschend den Klassenerhalt und rückte damit schon per se zum Titelanwärter Nummer eins auf. Dieser Rolle wird man bislang mehr als gerecht – mehr noch: Schon vor dem letzten Hinrundenspieltag zeichnet sich klar ab, dass die SCF-Reserve in der kommenden Spielzeit wieder viertklassig sein wird.

Insofern ginge es in erster Linie darum, den Primus nach Kräften zu ärgern. Dass die Balinger genau dies im Schilde führen, dass sie sogar in der Lage dazu sind, das haben sie auch in der bisherigen Spielzeit bewiesen. Denn vor der jüngsten, gleichwohl verdienten 2:4-Niederlage in Karlsruhe hatte schon viele Gegner das Nachsehen. Nur eines fehlt bis dato: Ein (Achtungs-) Erfolg gegen eine Spitzenmannschaft. Sowohl gegen Pforzheim (0:1) als auch gegen Bissingen (0:5) blieb Balingen torlos. Sind aller guten Dinge drei…? Man täte es mitnehmen!

Ein weiterer Ausblick zeigt: Vor der Winterpause darf die TSG, inklusive Freiburg, noch dreimal zuhause ran. Die nächsten Heimspiele finden kommende Woche gegen den SSV Reutlingen (Freitag, 18. November, 19 Uhr) und gegen den 1. CfR Pforzheim (Samstag, 3. Dezember, 14.30 Uhr) statt. Dazwischen liegt die Begegnung bei der Neckarsulmer Sportunion (Samstag, 26. November, 14.30 Uhr). Man beachte: Gegen dieses Trio holt man in der Hinrunde keinen einzigen Punkt.

In der Winterpause folgt mit dem 22. Sparkassen-Indoor-Cup (27. bis 30. Dezember, SparkassenArena) das nächste Großereignis. Noch sind einige Startplätze vakant – mehr Infos unter www.tsg-fussball.de. Die Gruppenauslosung für dieses populäre Hallenfußballturnier findet nach dem Pforzheim-Heimspiel am 3. Dezember in unserem Clubhaus „Henkes 12’ter Mann“ statt.

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