Spielberichte und News

TSG Balingen

0:0 BEIM SV OBERACHERN

Von unserem Medienpartner Zollern-Alb-Kurier:

Viele ungenutzte Chancen

Fußball-Oberliga: TSG Balingen und SV Oberachern trennen sich 0:0

Mit dem torlosen Remis beim SV Oberachern gestern Abend ist die TSG Balingen nun seit drei Ligaspielen ungeschlagen. Bei der Vielzahl an Offensivszenen wäre für die TSG aber mehr als das 0:0 drin gewesen.

Balingen. Wie gern hätte Balingens Kommandogeber Ralf Volkwein auf sein siegerprobtes Personal aus der Begegnung mit dem SV Spielberg am vergangenen Samstag zurückgegriffen, als die TSG mit einer furiosen Angriffsleistung mit 3:1 gewann. Beim gestrigen Gastspiel im badischen Oberachern war Volkwein allerdings gezwungen, auf zwei Positionen umzustellen: Marc Pettenkofer und Oliver Gratwohl traten die hundertminütige Fahrt zum SVO nicht an. Pettenkofer machte sich zuvor ab in den Urlaub, Gratwohl begann eine Sprachreise. Für Pettenkofer und Gratwohl rückten so Matthias Schmitz und Hannes Scherer in die Startformation der Balinger auf, die in bis dato vier Duellen mit Oberachern zweimal siegreich war und einmal verlor.

In der gestrigen Partie begegneten sich beide Teams von Anpfiff weg auf Augenhöhe. „Ein nettes Spielchen“, meinte Balingens stellvertretender Abteilungsleiter Ralph Conzelmann zum Geplänkel auf dem Rasen, das zwischen der zwölften und 15. Minute kurzzeitig in einem Sturmlauf der TSG mündete. Nachdem Oberacherns Pascal Sattelberger in der neunten Minute Balingens Torhüter Marcel Binanzer mit einem Freistoß geprüft hatte, blies TSG-Stürmer Scherer in der zwölften Minute mit einem Kopfball zum Angriff, scheiterte aber an SVO-Schlussmann Christian Miesch.

Keine 60 Sekunden später wurde Kaan Akkaya aus aussichtsreicher Position beim Abschluss geblockt, in der 14. Minute versuchte sich Nils Schuon mit einem Schuss aus dem Hinterhalt und zum Ende der Schlussviertelstunde war es erneut Akkaya, der nach Zuspiel von Schmitz knapp rechts am Kasten vorbeischoss. In der 20. Minute klingelte es schließ-lich im SVO-Gehäuse, allerdings wurde der Treffer von Balingens Spielführer Manuel Pflumm wegen Abseits nicht anerkannt. In der Folge blieb die Vorstellung des Tabellenachten der Vorsaison beim Siebtplatzierten der vergangenen Spielzeit ansehnlich, wenngleich Torraumszenen von den Abwehrreihen zusehends verhindert wurden. Balingen hatte zwar ein optisches Übergewicht, konnte sich aber nicht nennenswert von Oberachern abheben. Die Hausherren wiederum waren nicht weniger gut im Spiel als die TSG, taten sich mit dem Pass in die Sturmspitze aber merklich schwer. Wiederholt fing Balingens Defensive die Zuspiele des SVO ab, brachte anschließend aber auch kaum mehr kontrollierte Angriffe in die Gefahrenzone. In der 40. Minute probierte es erneut Akkaya, der im nachfassenden Miesch aber seinen Meister fand.

Im zweiten Abschnitt drehten die Kräfteverhältnisse schließlich. Oberachern hatte nun spielerische Vorteile, blieb aber weiter zu ungenau im Abschluss. Der TSG bot sich derweil in der 58. Minute die erneute Möglichkeit zur Führung, als Patrick Lauble durchgebrochen war, nur per Foul gestoppt werden konnte, Akkayas Freistoß lediglich abgewehrt wurde und Schuon im Nachschuss nicht genau genug zielte. Nach etwas mehr als einer Stunde hatte Binanzer einen seiner wenigen Auftritte: Einen Sattelberger-Freistoß aus 20 Metern entschärfte Balingens Goalie im Nachfassen.

Nach anschließend etwas gemächlicheren Minuten nahm die schwäbisch-badische Begegnung in der Schlussviertelstunde dann nochmals Fahrt auf. Zunächst passte Akkaya in den Lauf von Lauble, dessen Abschluss von SVO-Keeper Miesch pariert wurde (77.). Wenig später wurde Akkaya selbst freigespielt, lief alleine auf Miesch zu, brachte den Ball aber ebenfalls nicht im Tor unter (84.). Beinahe wäre die TSG für ihre Nachlässigkeiten in der 84. Minute bestraft worden, als Gabriel Gallus im Strafraum mit einer Körpertäuschung sämtliche Balinger inklusive Binanzer ins Leere laufen ließ, am Ende aber am leeren Tor vorbeischoss.SMI

TSG Balingen: Binanzer; Schreyeck, Lauble, Kaan Akkaya, Schuon, Müller, Pflumm, Schmitz, Kurth, Lang, Scherer (69. Mosca).

Tore: Fehlanzeige.

Schiedsrichter: Patrick Laier (Heidelberg).

Zuschauer: 350

 

„Freuen uns sehr über

den Punkt“

Mit einem Unentschieden der besseren Sorte beendete die TSG Balingen ihr Gastspiel beim SV Oberachern. Trotz vielversprechender Angriffe blieb die TSG zum dritten Mal in dieser Saison torlos.

Balingen. Im dritten Auswärtsspiel der noch jungen Spielzeit war es endlich soweit: Die TSG Balingen sammelte ihren ersten Zähler auf fremdem Feld. Das 0:0 beim SV Oberachern war nach den Niederlagen beim SSV Reutlingen und beim 1.CfR Pforzheim der erste Auswärtspunkt, Balingens stellvertretender Abteilungsleiter Ralph Conzelmann wusste dies zu würdigen: „Das Unentschieden ist im Großen und Ganzen leistungsgerecht. Wir freuen uns sehr über den Punkt.“

Freude hätte bei Conzelmann wohl auch ein Tor der Balinger verursacht, dazu kam es trotz eines Sturmlaufs zu Beginn der Partie und aussichtsreicher Offensivaktionen Mitte der zweiten Halbzeit aber nicht. Somit erstickte nach dem 0:3 in Reutlingen und dem 0:1 in Pforzheim auch in Oberachern der Torjubel im Keim. Neben Aufsteiger 1. Göppinger SV sind die Eyachstädter so das einzige Team ohne Treffer vor fremder Kulisse.

Die Balinger werden dies allerdings verschmerzen können, immerhin schrieben sie ihre kleine Erfolgsserie fort. Die Punkteteilung der Schwaben in Baden war inklusive Verbandspokal das vierte Spiel in Folge ohne Niederlage, die drei Pleiten zu Rundenauftakt sind nunmehr dunkle Vergangenheit. Kein Wunder, dass die TSG mittlerweile ordentlich Selbstvertrauen tankte. Abwehrrecke Sascha Eisele, der seit 2012 für die Balinger aufs Feld läuft, aber gestern nicht zum Kader zählte, bestätigt das aufgemotzte Selbstwertgefühl als Konsequenz der vielversprechenden vier Spiele in den vergangenen elf Tagen: „Wir sind wieder da. Und wir sind fit. Das sieht man auf dem Platz.“ Eisele sieht die TSG vor allem auch in voller Mannschaftsstärke gut aufgestellt: „Wir können bei hoher Belastung durchrotieren. Nach Auswechslungen können wir das Tempo weiter hoch halten.“

Mit sieben Punkten aus den vorigen drei Spielen und dem Einzug in die dritte Runde des WFV-Pokals, wo die Balinger nächsten Mittwoch bei den Sportfreunden Gechingen gefordert sind, macht Eisele sich und seinen Kameraden auch für das Heimspiel am Samstag gegen den FSV 08 Bissingen Mut: „Bissingen ist eine technisch sehr gute Mannschaft. Aber der Trainer wird uns per Videoanalyse gut drauf vorbereiten. Ich tippe auf ein 2:0 für uns.“

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