Spielberichte und News

TSG Balingen

3:1 GEGEN DEN REGIONALLIGA-ABSTEIGER

Von unserem Medienpartner Zollern-Alb-Kurier:

Balingen ganz souverän

Fußball-Oberliga: Starker Auftritt der Kreisstädter beim 3:1 über Spielberg

Mit einem kleinen Offensivspektakel bestätigte die TSG Balingen gegen den SV Spielberg ihren Aufwärtstrend in der Fußball-Oberliga. Der 3:1-Erfolg der Kreisstädter war hochverdient.

Balingen. Von wegen Sommerfußball. Im Duell zwischen der TSG Balingen und dem SV Spielberg machten die Temperaturen um 35 Grad Celsius zwar mehr Lust auf Freibad als Fußball, bei den Protagonisten auf dem Rasen war davon aber nichts zu spüren. Ohne langes Abtasten und gemächliches Mittelfeldgeplänkel gingen Balingen und Spielberg in die Vollen, wobei sich vor allem die Hausherren schon in der Anfangsviertelstunde mit einer Reihe vielversprechender Offensivaktionen in Szene setzten. So beispielsweise nach 40 Sekunden, als Kaan Akkaya im gegnerischen Strafraum nach links zu Adrian Müller passte und dessen Schuss nur um Haaresbreite am Lattenkreuz vorbeiflog. Auch im Anschluss präsentierten sich die Balinger im Vergleich zum pomadigen Auftritt im Verbandspokalspiel gegen die TSG Tübingen (Endstand: 2:1) unter der Woche deutlich agiler und hatten in der elften Minute die nächste dicke Chance zum Führungstreffer. Patrick Lauble tankte sich am rechten Flügel stark durch, suchte mit seinem Querpass Marc Pettenkofer, der kurz vorm Torschuss entscheidend gestört wurde. Anders keine 60 Sekunden später: Nach Ballgewinn im Mittelfeld schickte TSG-Kapitän Manuel Pflumm Teamkamerad Pettenkofer auf die Reise, der sich weder vom Spielberger Deckungsverbund noch von SVS-Torhüter Mathias Moritz aufhalten ließ und seelenruhig zum 1:0 einschob.

Mit dem Rückstand im Nacken probierte es Spielberg in der 16. Minute erstmals mit nennenswerten Angriffsbemühungen. Nachdem die Balinger Defensive zuvor sämtliche Torraumszenen der Gäste im Keim erstickte, bediente Manuel Hasel Marius Schäfer, welcher an einer Fußabwehr von TSG-Goalie Marcel Binanzer scheiterte. Im Gegenzug leitete Pettenkofer einen langen Ball per Kopf zu Lauble weiter, dessen Schuss von der SVS-Abwehr in höchster Not geblockt wurde. In der 22. Minute versuchte sich Spielbergs Jan Malsam nach schöner Kombination mit einem Schuss aus guter Position, zog aber drüber. Besser machte es da Balingens Lauble in der 30. Minute: Nach einem schnell ausgeführten Einwurf von Akkaya zündete Laub-le den Turbo, stürmte von der rechten Außenbahn in den Strafraum und markierte eiskalt das 2:0. Ohne Not fiel vier Minuten später der Anschlusstreffer, als Ritter auf Höhe des Fünfmeterecks die arg breite Beinstellung Binanzers erkannte und per Tunnel zum 1:2 für den SVS traf. Unmittelbar nach Wiederanpfiff bot sich den Hausherren die Möglichkeit zur erneuten Zwei-Tore-Führung, nachdem Pflumm Akkaya auf die Reise schickte, dieser von halblinks aber knapp rechts am Tor vorbeischoss.

Im zweiten Durchgang ließen bei beiden Teams zunehmend die Kräfte nach, was den Offensivaktionen aber wenig Abbruch tat. In der 50. Minute war Binanzer gefragt, um den Schuss von Spielbergs Malsam zu entschärfen. Weitaus erfolgreicher als Malsam zeigte sich Balingens Akkaya in der 59. Minute: Lauble setzte SVS-Keeper Moritz unter Druck, dessen Querpass schließlich Mannschaftskollege Thomas Can in Bedrängnis brachte. Müller eroberte den Ball, Akkaya schnappte sich das Leder, umspielte Moritz und schob zum vorentscheidenden 3:1 ein. In der Schlussphase hätte die TSG die Partie gar noch höher für sich entscheiden können, Akkaya, der eingewechselte Hannes Scherer und zweimal Pettenkofer vergaben aber jeweils denkbar knapp in aussichtsreicher Position. SMI

TSG Balingen: Binanzer; Gratwohl, Schreyeck, Lauble (90.+2 Mosca), Kaan Akkaya (67. Foelsch), Adrian Müller, Pettenkofer (90. Scherer), Pflumm, Kurth (72. Eisele), Schuon, Lang.

Tore: 1:0 Pettenkofer (12.), 2:0 Lauble (30.), 2:1 Ritter (34.), 3:1 K. Akkaya (59.).

Schiedsrichter: Dr. Carl Höfer (Weissach im Tal).

Zuschauer: 420.

 

Dritter Sieg

in Serie:

TSG in der Spur

Balingens Oberliga-Fußballer scheinen in der Spur. Inklusive Verbandspokal sind die Kicker der TSG seit drei Spielen ungeschlagen, der schwache Saisonstart mit drei Pleiten in Folge ist fast vergessen.

Balingen. Der zweite Sieg in Serie, zudem der zweite Heimerfolg in der Liga in Folge: Verantwortlichen, Spielern und Fans der TSG Balingen fiel Samstagnachmittag gleichermaßen ein dicker Stein vom Herzen. Nicht nur, weil die Kreisstädter ihre Punkteausbeute nach fünf Spieltagen auf sechs Zähler schraubten, brandete nach Schlusspfiff Jubel auf. Gute Stimmung bereitete auch die Art und Weise des Triumphs über den SV Spielberg. Nach einer Stunde führte die TSG bereits souverän und hochverdient mit 3:1, in den anschließenden 30 Minuten hätten es für die Hausherren beinahe zu einem Torfestival gereicht. In der 63. Minute kam Kaan Akkaya an der Strafraumgrenze aus zentraler Position zum Schuss und setzte das Leder nur um Zentimeter am Pfosten vorbei. Wenig später umkurvte Marc Pettenkofer nach 20-Meter-Solo Spielbergs Schlussmann Mathias Moritz und wollte ins leer Tor einschieben, ehe sein Abschluss kurz vor der Linie geklärt wurde. In der 86. Minute passte Patrick Lauble vom linken Strafraumeck quer zu Pettenkofer Lauble und Pettenkofer erwischten jeweils einen prächtigen Spieltag , der diesmal aber an Moritz scheiterte. Gleiches galt für Hannes Scherer, welcher in der Nachspielzeit am linken Pfosten zum Kopfball hochstieg, aus kürzester Distanz aber in Moritz seinen Meister fand.

Bei der Vielzahl an Torchancen, welche der Kreisstadt-Klub bei seiner starken Vorstellung bei hochsommerlichen Temperaturen liegen ließ, war es schließlich nur die Chancenverwertung, die ernsthaft Anlass zur Kritik gab. „In erster Linie sind wir glücklich, dass wir gewonnen haben“, meinte der emsige Lauble, der Spielbergs Abwehrreihe immer wieder in die Bredouille brachte, direkt nach Abpfiff, „aber wir wissen auch, dass wir an der Chancenverwertung arbeiten müssen. Gegen andere Gegner werden solche Nachlässigkeiten eiskalt bestraft.“ Balingens Schlussmann Marcel Binanzer machte sich derweil weniger Gedanken um die schwache Abschlussquote seiner Vorderleute als vielmehr um seinen kleinen Schnitzer beim kurzzeitigen 1:2-Anschlusstreffer. „Den kann man halten“, gestand Binanzer selbstkritisch ein, fügte allerdings hinzu: „Bevor der Ball bei mir auftauchte, wurde er noch leicht abgefälscht.“ Am Ende nur ein kleiner Schönheitsfehler nach einem starken Auftritt.

Berichte:

http://www.schwarzwaelder-bote.de/inhalt.fussball-tsg-balingen-klettert-weiter-nach-oben.84492a09-ab46-4fc7-b8fc-ee9537a69ee4.html

http://www.schwarzwaelder-bote.de/inhalt.fussball-die-tsg-balingen-legt-nach.497b97bc-1151-4f11-9f2e-48b219e5eb49.html

Mit dem SV Spielberg gastiert am Samstag (15.30 Uhr) nicht nur ein langjähriger Oberliga-Weggefährte in der BIZERBA ARENA – sondern auch ein aktueller Absteiger aus der Regionalliga. Das Team aus dem Karlsbader Stadteil heißen wir herzlich in Balingen willkommen und wünschen einen schönen Aufenthalt.

Vorbericht aus dem Stadionheft:

Herzlich willkommen: SV Spielberg!

Mit dem SV Spielberg begrüßen wir einen Regionalliga-Absteiger in der BIZERBA ARENA. Das Team aus dem Karlsbader Stadtteil wird von vielen Beobachtern als Aufstiegsanwärter gehandelt – stapelt selbst aber tiefer. Wir heißen unsere Gäste samt ihrem Anhang herzlich willkommen, ebenso das Unparteiischengespann um Dr. Carl Höfer, Jonathan Bauer und Lars Diesinger.

Unter der Woche bekleckerten sich beide Vereine nicht mit Pokal-Ruhm. Der SV Spielberg setzte sich erst im Elfmeterschießen (7:6) beim VfB Eppingen (allerdings anerkannter Pokalschreck, siehe das 2:1 gegen den damaligen Europapokalsieger der Landesmeister, Hamburger SV, 1974) durch, die TSG Balingen mühte sich zu einem mehr als glücklichen 2:1 bei der TSG Tübingen (Landesliga).

Was die Klubs noch verbindet: Mit Spielberg pflegen die Balinger seit vielen Jahren freundschaftliche Verbindungen – insbesondere neben dem Platz. Sowohl die Spieler als auch die Funktionäre verstehen sich gut, was allerdings nicht den Schluss zulässt, dass man sich während der 90 Minuten etwas schenken würde. Ganz im Gegenteil. Die Duelle beider Teams waren seit jeher eng umkämpft und äußerst sehenswert, weil beide Mannschaften zumeist mit weit offenem Visier agieren.

Der größte Erfolg in der Vereinsgeschichte des SV Spielberg ist kaum mehr als ein Jahr alt. Mit 81:34 Toren und 76 Punkten sicherte sich der vermeintliche „Dorfverein“ in der Saison 2014/2015 die Meisterschaft in der Oberliga Baden-Württemberg. Der Aufstieg in die Regionalliga brachte viele Änderungen, herausragende Erlebnisse, aber insbesondere jede Menge Arbeit mit sich. „Ich möchte keine Sekunde missen“, sagt SVS-Macher Bernd Stadler, fügt jedoch an: „Als kleiner Klub stößt man in der vierten Liga aber doch an Grenzen.“

In die laufende Oberligarunde ist Spielberg ganz passabel gestartet. Beim hohen Favoriten und Überraschungs-Mitabsteiger SC Freiburg zog die Elf am ersten Spieltag zwar mit 1:2 den Kürzeren, blieb in der Folge (1:1 gegen den SSV Reutlingen, 2:2 gegen den 1. CfR Pforzheim, 3:2 bei der Neckarsulmer Sportunion) aber unbesiegt. Die TSG darf sich auf einen motivierten und selbstbewusst auftretenden Kontrahenten in der BIZERBA ARENA einstellen.

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