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TSG-Chronik bis 2010

1907 Gründung einer Spielergemeinschaft durch die Herren Hofmann, Rentschler, Sonnenkalb und Hugo Schäfer im damaligen Gasthaus Adler in Balingen. Spiele zunächst nur in 6er Mannschaften nach Vereinbarung ohne festen Spielplatz. Tore wurden jeden Sonntag auf einer geraden, abgemähten Wiese aufgestellt.

1909 Erste Wettspiele gegen Ebingen, später auch Tailfingen u. Hechingen. In der Mannschaft standen etliche auswärtige Spieler.

1919 Nachdem der Spielbetrieb während des 1. Weltkrieges zum Erliegen gekommen war, fand wiederum im „Adler“ die erste offizielle Versammlung statt, treibende Kraft war Herr Hugo Schäfer. Neben ihm wirkten die Herren August Erhardt, Eugen Christ und Albert Haug, die trotz ihren Ehrenämtern auch noch in der Mannschaft spielten. Gespielt wurde auf dem Heuberg und dem Stettberg, bis schließlich auf dem Gelände der heutigen Firma Josef Mehrer feste Tore aufgebaut werden konnten. Das 6er System wurde in das heutige 11er System geändert.

1920  Anschluß der Fußballer an die Turngemeinde Balingen. Die Mannschaft wurde „Schwarze Elf“ genannt, mittlerweile spielten nur noch Einheimische.
 Aufgabe des bisherigen Sportplatzes; mit Unterstützung des Bürgermeisters, Herrn Hermann Rommel wurde auf der Au ein Sportgelände zur Verfügung gestellt. Der Sportplatzbau wurde durch die Vorstände Roller und Schäfer realisiert.

1923 Die Fußballer lösen sich von der TG Balingen und gründen den VfR 07 Balingen (Verein für Rasenspiele). Ausgelöst wurde dies durch den großen Streit zwischen Deutscher Turnerschaft und dem Sportverband.

1927 Der VfR erringt die Bezirksmeisterschaft im „Roßberggau“. Niederlage im Spiel um die Gaumeisterschaft gegen Wendlingen mit 3:2. Spieler: Flatt, Ebinger, Bleicher, Rößle, Hertle, E. Jetter, Spiegel, H. Junginger, Gulde, E. Junginger, Volm.

1933 Nach Jahren der inneren Festigung mit einer sehr guten Jugendarbeit und einer starken 1. Mannschaft kam es aufgrund politischer Verhältnisse wieder zum Zusammenschluß von VfR und TG Balingen (Vorgänger der TSG). Treibende Kraft in diesen Jahren war E. Junginger.

1943 Wegen des 2. Weltkrieges kommt das Vereinsleben zum Stillstand.

1945 Die Herren Junginger, Flatt und Wurm sorgen für ein langsames Ingangkommen des Spielbetriebes, ab August finden erste Freundschaftsspiele statt. Ende des Jahres erste Verbandsspiele.

1948 Unter dem neuverpflichteten Trainer Erich Koch vom VfB Stuttgart gelingt ungeschlagen die Meisterschaft in der A-Klasse und der Aufstieg in die Landesliga Nord.

1951 Änderung der Landesliga Nord zunächst in II. Amateurliga Nord, später II. Amateurliga Gruppe IV.

1955 Im Rahmen der 700-Jahr-Feier der Stadt Balingen bestreitet eine Städtemannschaft Balingen/Tailfingen ein Freundschaftsspiel gegen den deutschen Pokalmeister SC Karlsruhe und unterliegt 0:8 vor 4000 Zuschauern.

1957 50-jähriges Jubiläum mit Jubiläumswoche vom 16. - 23. Juni. Dabei fanden u.a. Freundschaftsspiele gegen den FV 07 Ebingen und den FV Untertürkeim statt. Gesellschaftlich bildeten ein Festabend sowie ein Bunter Abend in der städtischen Turn- und Festhalle.

1958 Am 02. August gastiert der amtierende Schweizer Meister Young Boys Bern in Balingen. Die TSG unterliegt nur knapp mit 3:4.

1963 Abstieg aus der II. Amateurliga nach 13-jähriger Zugehörigkeit und unzähligen spannenden Spielem, insbesondere Lokalderbys gegen den FC Hechingen und den FC Tailfingen (1960).

1964 Sofortiger Wiederaufstieg in die II. Amateurliga unter Vorstand Franz Maurer und Trainer Lehmann. Entscheidend war das letzte Saisonspiel gegen den FC Grosselfingen vor über 2000 Zuschauern im Au-Stadion. Spieler: Schulz, Grotz, Jung, Nelde, Reichert, Widmann, Ziegler, Eger W., Eger R., Krumpa, Volm.

1975 1800 Zuschauer verfolgen das Freunschaftsspiel gegen Olympique Marseille, Endstand 2:5. Für die TSG spielen Schowalter, Gompper, Junginger, Grupp, Brandstetter, Rieker, Witzemann (Tailfingen), Kohle, Horn, Schweizer, R. Eger.

1977 Nach wiederum 13 Jahren Zugehörigkeit Abstieg aus der II. Amateurliga in die Bezirksliga. 70-jähriges Jubiläum mit Gastspiel der schweizerischen Profimannschaft Grashop-pers Zürich (mit Günther Netzer).

1981 Im Au-Stadion richtet die TSG ein Benefizspiel zwischen dem VfB Stuttgart und einer Bundeswehrauswahl aus, Endergebnis 11:1 vor 3000 Zuschauern.

1982 Die TSG feiert das 75-jährige Jubiläum mit einem Festakt und einem Spiel gegen eine Prominentenauswahl, in der u.a. Horst Eckel, Georg Schwarzenbeck, Helmut Haller, Wolfgang Weber, Buffy Ettmayer, Jürgen Grabowski mitwirken.

1990 Über Jahre hinweg wurde der Wiederaufstieg in die Landesliga angestrebt. Trotz hervorragender Arbeit und vielen Erfolgen im Jugendbereich gelingt dies nicht, vielmehr kommt es im Jahre 1990 zum Abstieg in die Kreisliga A.

1993 Unter Vorstand Kurt Schowalter und Trainer Scarpinati gelingt nach zwei vergeblichen Versuchen der Wiederaufstieg in die Bezirksliga. Spieler: Wissmann, König, Walter, Bosnjak, Scarpinati, Hallas, Pellizari, A. Taner, Haigis, B. Seifert, Kath, Stank, U. Taner, Jetter, Nahmani, Röder, P. Gallinaro, Harsch

1994 Durchmarsch in der Bezirksliga und Aufstieg in die Landesliga mit dem neuen Trainer Karl-Heinz Weissenbach. Neben der Bezirksligameisterschaft gewinnt die TSG den Bezirkspokal.

1995 Auch in der Landesliga erringt die TSG unter Karl-Heinz Weissenbach die 3. Meisterschaft in Folge und steigt erstmals in die Verbandsliga Württemberg auf. Spieler: Wissmann, Wisbauer, Weissenbach, P. Gallinaro, F. Gallinaro, Schepp, Haigis, Müller, Riewe, Jetter, Aygün, Walter, Pellizari, Butz, Lopian, Seifert, Nahmani, Allegra, Hallas, Klaiber, Zirkel, Brandstetter, Schaupp, Sauter
 Neuer Vorstand ist B. Glietsch. Gefeiert wird u.a. mit einem Freundschaftsspiel am 02.06.95 gegen den Bundesligisten 1. FC Kaiserslautern. Erheblich getrübt wird die Freude durch den Tod des langjährigen Ehrenvorsitzenden und Sponsor Günter Kraut.

1996 Die TSG Balingen Abt. Fussball veranstaltet in Zusammenarbeit mit der Sparkasse Zollernalb erstmals den Sparkassen-Indoor-Cup, das bis dahin einzige Hallenturnier mit Rundumbande im Zollernalbkreis. Bis heute ist das Turnier das Beliebteste seiner Art im Zollernalbkreis.
Im ersten Jahr der Verbandsligazugehörigkeit wird der Abstieg im letzten Saisonspiel durch einen 4:3-Sieg gegen den FV Zuffenhausen abgewendet.

1997 Auch im zweiten Jahr der Zugehörigkeit kann der Abstieg aus der Verbandsliga unter großen Anstrengungen von Vorstandschaft und Mannschaft verhindert werden. Im Frühjahr 1997 wird erstmals das Jugendturnier um den uhlsport-Cup ausgerichtet, ein Kleinfeldturnier mit mehr als 100 teilnehmenden Mannschaften.  Zum 90-jährigen Jubiläum gastiert am 04.09.1997 der amtierende deutsche Pokal-sieger VfB Stuttgart im Au-Stadion. 4000 Zuschauer sehen einen 8:1 Sieg des Favoriten.

1998 Mit dem zur Winterpause verpflichteten Ex-Profi Frank Elser als Trainer schnuppert die TSG erstmals an den vorderen Tabellenregionen der Verbandsliga, wird aber schließlich nur 8.

1999 Auch in diesem Jahr belegt die TSG einen Mittelfeldplatz in der Verbandsliga. Höhepunkte sind die beiden Derbys gegen den neugegründeten FC 07 Albstadt vor jeweils mehr als 2000 Zuschauern sowie ein Freundschaftsspiel gegen den türkischen Ex-Meister Besiktas Istanbul am 17.07.1999 im Au-Stadion. Gegen die Mannschaft der deutschen Trainer Feldkamp und Briegel verliert die TSG vor 2000 Zuschauern mit 0:7.

2000 In der Verbandsliga kann die Klasse erst am zweitletzten Spieltag in Weiler/Allg. gesichert werden. Die II. Mannschaft steigt erstmals in die Bezirksliga auf.

2001 Mit Ex-Spieler Karsten Maier als Trainer gelingt die bis dahin beste Platzierung des Vereins in der Verbandsliga (3.). Am 17.08.2001 beginnen die Bauarbeiten für den Ausweichrasenplatz bei der Kreissporthalle, die Fertigstellung erfolgt im Frühjahr 2002.

2002 Mit 49 Punkten wird eine neue Rekordpunktzahl in der Verbandsliga erreicht, dies reicht dennoch nur zu Platz 7. Weiterer Höhepunkt ist das Halbfinale im WfV-Pokal gegen den Regionalligisten VfR Aalen (0:2).

2003 Nach einer sehr schlechten Rückrunde entgeht die Mannschaft von Trainer Karsten Maier nur mit der um ein Tor besseren Tordifferenz dem Abstieg. 31 Punkte bedeuten Minusrekord in der Verbandsliga. Am 14.08.2003 gastiert die U20-Auswahl von Jamaika im Au-Stadion und unterliegt der TSG mit 0:2.

2004 Die neu formierte und stark verjüngte TSG-Mannschaft wird nach guten Saisonverlauf 7. in der Verbandsliga. Im Winter gewinnt sie die Hallenturniere in Balingen, Albstadt und Nagold.

2005 Die TSG Balingen feiert mit der Vizemeisterschaft den größten Erfolg der Vereinsgeschichte und nimmt an den Relegationsspielen zur Oberliga Baden-Württemberg teil.  In zwei spannenden und hart umkämpften Spielen unterliegt die TSG schließlich ganz knapp (1:1 im Au-Stadion vor 2500 Zuschauern sowie 0:1 in Emmendingen).
Die C-Junioren erringen die Meisterschaft in der höchsten Jugendliga und unter-liegen erst im Halbfinale um die württembergische Meisterschaft dem VfB Stuttgart.

2006 Nach einer Serie von neun Siegen in der Rückrunde sichert sich die nach wie vor von Karsten Maier betreute TSG-Mannschaft am letzten Spieltag in Ditzingen erneut die Vizemeisterschaft. Zwei wiederum ganz enge Relegationsspiele gegen den SC Bahlingen (0:1 in Bahlingen und 1:2 vor 2500 Zuschauern im Au-Stadion) kann die TSG nicht für sich entscheiden. Am 20.05.2006 gastiert der Bundesligist VfB Stuttgart in Balingen (4000 Zuschauer) und gewinnt mit 3:1 gegen eine tapfer kämpfende TSG-Mannschaft. Die A-Junioren steigen nach langer Abstinenz in die Jugend-Verbandsstaffel auf.

2007 Die TSG Balingen Abteilung Fussball feiert mit mehreren Veranstaltungen, darunter einem weiteren Freundschaftsspiel gegen den VfB Stuttgart, ihr 100-jähriges Jubiläum. Zur Zeit nehmen zwei aktive Mannschaften und neun Jugendmannschaften mit sehr gutem Erfolg am Spielbetrieb teil.

2008 Die erste Mannschaft wird souverän Meister der Verbandsliga Württemberg vor der SpVgg Au und steigt zum ersten Mal in die Oberliga Baden-Württemberg auf. Kader der Mannschaft: Manuel Raisch, Andreas Geser, Jan Jäger, Nico Willig (C), Erik Raab, Martin Cus, Martin Taube, Kevin Ketis, Manuel Pflumm, Sebastian Gekeler, Ivan Todorovic, Jörg Schreyeck, Bernd Schelling, Jan Dehner, Robert Miller, Lukas Foelsch, Bernd Bauer, Marc Buchstor, Turan Sahin, Tobias Göbel, Alexandros Sarantos, Felice DiLucia, Federico Decortes, Trainer: Karsten Maier, Herbert Harsch, Betreuer: Winfried Beck, Hans Katz.
Die zweite Mannschaft unter Trainer Stefan Ermanntraut wird Bezirkspokalsieger und Dritter in der Bezirksliga.
Mit Nico Willig stellt der Verein erstmals einen hauptamtlichen Mitarbeiter als Jugendkoordinator ein.

2009 Im ersten Jahr in der Oberliga belegt die TSG Balingen einen sensationellen dritten Tabellplatz, hinter der SG Sonnenhof Großaspach und der TSG Hoffenheim 2. Die B-Jugend steigt in die Verbandsstaffel auf, die C-Jugend in die EnBW-Oberliga.

2010 Die zweite Saison in der Oberliga beendet die TSG nach durchwachsenem Saisonverlauf auf Platz 10. Angesichts zahlreicher Verletzungen wurde der Abstand von sechs Punkten auf die Abstiegsränge dennoch als Erfolg verbucht.
Die A-Junioren schaffen den Bezirksmeistertitel und den damit verbundenen Aufstieg in die Verbandsstaffel, während die C-Jugend aus der Oberliga absteigt.