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Starker 2:0 Sieg im Nachholspiel  (17.04.06)


Dem 3:2-Sieg über Metzingen am Gründonnerstag folgte gestern ein 2:0-Erfolg (1:0) über Au. Der klare Heimsieg im Au-Stadion hätte allerdings noch viel höher ausfallen müssen. Denn Chancen hatte die Mannschaft von Coach Karsten Maier zuhauf. Doch die Stürmer scheiterten immer wieder an Gästekeeper Marco Princz, dem mit Abstand stärksten Akteur der Spvgg Au/Iller. Die Hausherren spielten auf dem Kunstrasen in den ersten Minuten ein gefälliges Pressing und schnürten die Jungs um Spielertrainer Markus Pleuler förmlich in deren Hälfte ein. Den ersten Warnschuss in Form eines Freistoßes gab Gino Palmeiro nach 180 Sekunden ab, Princz klärte mit Mühe zur Ecke. Zwei Zeigerumdrehungen später war es soweit. Felice Dilucia war auf der linken Seite mutterseelenalleine, startete zur Grundlinie durch, passte undbedrängt und mustergültig zum im Strafraum wartenden Bernd Schelling, der nur noch überlegt einnicken musste. Michael Berzigianidis und Dilucia hatten kurz darauf die Chance auf 3:0 zu erhöhen, doch mit seinen Paraden bewahrte Prinzc seine Mannschaft vor einem Debakel. Die Illertäler waren so harmlos, dass sie sich in der ersten Halbzeit nicht eine einzige Chance erspielten. Lediglich ein Freistoß von Antonio Saccotelli strich gefährlich knapp über die Latte. Von der Spielschwäche der Auer ließen sich die Balinger im Laufe der Zeit anstecken, Fehlpässe und unnötige Fouls beherrschten das Geschehen auf dem Platz. Daran änderte sich zu Beginn der zweiten Hälfte wenig. Die Angriffe blieben meistens Stückwerk, Gefahr ging eigentlich nur von dem lauffreudigen Gino Palmiero aus, der sich so manchen Ball eroberte. Im eingewechselten Tobias Göbel fand er einen dankbaren Abnehmer für seine präzisen Flanken, doch Balingens Torjäger fand mit seinen Kopfbällen immer wieder seinen Meister in Princz, der einmal sogar noch die Hilfe der Latte benötigte (54.). Roberto Bonsignore prüfte mit einem Freistoß TSG-Keeper Igor Idjakovic, der bis dahin nichts zu tun gehabt hatte, und mit einer Glanzparade den Ausgleich verhinderte. Kurz danach tauchte er reaktionsschnell bei einem Flachschuss von Simon Ruopp ab. Au begnügte sich mit diesen beiden Großchancen und zog sich wieder hinter die Mittellinie zurück um es mit Fehlpässen noch einmal spannend zu machen. Einen davon angelte sich Göbel, der allerdings am herausstürzenden Princz hängen blieb. In der Nachspielzeit kam er doch noch zu seinem Treffer. Sein Partner Palmiero fing dieses Mal den Ball ab und passte flach nach innen, so dass Göbel nur noch den Fuß hinzuhalten brauchte.
TSG Balingen: Idjakovic, Willig, Raab, Cus, Taube, Schreyeck, Dilucia (83. Nikolic) , Schelling, Bezirgianidis (53. T. Göbel), Palmiero, Sahin.
Tore: 1:0 Schelling (5.), 2:0 Göbel (90.+3).
Schiedsrichter: Merkle, Hauerz.
Zuschauer: 350.
Nächstes Spiel: Spvgg Ludwigsburg - TSG Balingen (22. April. 15.30 Uhr, Ludwig-Jahn-Stadion).
 



Vorbericht TSG - Spvgg Au/Iller  (03.03.06)


Irgendwie die Kurve kriegen: Fußball-Verbandsligist TSG Balingen möchte gegen die Spvgg Au (Samstag, 15 Uhr) auf die Erfolgsspur zurückkehren. Doch auch der Gegner steht enorm unter Druck. Einmal mies gespielt – und verloren (0:2 gegen Fellbach). Einmal deutlich verbessert aufgetreten – und wieder verloren (0:1 in Bonlanden): Die TSG Balingen brachte nach der Winterpause bislang kein Bein auf den Boden, der Rückstand auf die ersten beiden Tabellenplätze wuchs auf fünf und sechs Punkte an. Deshalb fordert Trainer Karsten Maier: „Gegen Au müssen wir gewinnen. Egal wie.“ Das Problem bei diesem Vorhaben: Es gibt noch einen externen Gegner – neben den gezeigten eigenen Unzulänglichkeiten in diesem Fall die Spvgg Au. Die Illertäler, neben Lokalrivale FV Illertissen einer von zwei bayerischen Exoten in der württembergischen Verbandsliga, müssen ebenfalls punkten. Zu letzt erreichte das Team um die Ex-Profis Markus Pleuler und Frank Kinkel zwar ein achtbares 1:1 gegen den Titelanwärter Olympia Laupheim. Doch im Abstiegskampf – Au nimmt mit 21 Zählern derzeit nur Rang zwölf ein – helfen so richtig eben nur Siege weiter. Auffallend: Die Auer büßen noch immer für ihren dürftigen Saisonstart. Da geht fast unter, dass das Team die jüngsten sieben Spiele ohne Niederlage überstand – dabei den Topteams Schwieberdingen und Laupheim (jeweils 1:1) trotzte und beim Oberliga-Absteiger Ludwigsburg (2:0) sogar gewann. Die bis dato letzte Pleite datiert vom 22. Oktober (0:1 gegen Kirchentellinsfurt). Das 1:1 gegen Laupheim am vorigen Wochenende verdiente sich der einstige Oberligist durch eine enorme Leistungssteigerung nach der Pause – und einen gesunden Teamgeist. „Ich muss meiner Mannschaft ein Riesenkompliment aussprechen“, sagte Markus Pleuler nach dem Unentschieden, das die Gastgeber auch in Unterzahl (nach einer
gelb-roten Karte in der 58. Minute) über die Runden schaukelten. Eines hat die TSG Balingen ihrem morgigen Kontrahenten auf jeden Fall voraus: In Abstiegsgefahr schweben die Kreisstädter, die das Hinspiel mit 2:1 gewannen, nicht. Von einer Aufstiegschance kann derzeit allerdings auch keine Rede mehr sein. Karsten Maier sagt deshalb: „Die Tabelle interessiert im
Moment nicht.“ Der Fokus sei einzig und allein aufs nächste Spiel gerichtet. Maier: „Was in sechs Wochen sein wird, wissen wir alle nicht.“ Mut macht dem Coach und den Balinger Anhängern der engagierte TSG-Auftritt beim SV Bonlanden, der letztlich aber ebenso ohne zählbaren Erfolg blieb wie eine Woche zuvor das schwache Spiel gegen Fellbach. Wie's geht, haben Maier & Co. freilich nicht vergessen: „Wir müssen Tore schießen“, fordert der Trainer, dessen Truppe nach der Winterpause noch immer auf einen eigenen Treffer wartet. Und es klingt durch, dass es dem Übungsleiter fast nebensächlich ist, ob seine Kicker gut kombinieren oder nicht. Hauptsache, sie treffen.



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