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Heimpleite gegen Fellbach  (18.02.06)


Das war's wohl. Mit einer 0:2 (0:1)-Heimpleite gegen den SV Fellbach verabschiedete sich eine auf der ganzen Linie enttäuschende TSG Balingen aus dem Titelrennen der Fußball-Verbandsliga. Die TSG darf weiterhin vom Aufstieg träumen. Nur: Einen ernsthaften Gedanken an die Oberliga sollte der Vorjahres-Vizemeister nicht verschwenden. Den nur 300 Zuschauern wurde gegen Fellbach brutal vor Augen geführt, wo es klemmt: Hinten, in der Mitte und vorne. Mit wenigen Abstrichen – der nimmermüde ackernde Spielführer Nico Willig gehörte dazu – lieferte die TSG eine grottenschlechte Vorstellung ab. Die Abwehr
schwamm, vom Mittelfeld gingen keine Ideen aus – und der Sturm blieb blass. Einzig in der Anfangsphase schien die TSG den Gegner einigermaßen im Sack zu haben. Felice Di Lucia schaufelte das Leder ans Außennetz (7. Minute), Tobias Göbel scheiterte
mit einem Kopfball (20.). Bis dahin betrieben die Hausherren bereits einen riesigen Aufwand – mit ärmlichem Resultat: Balinger Torchancen hatten Seltenheitswert. Insbesondere deswegen, weil es die Kreisstädter erst gar nicht mit Schüssen aufs gegnerische Gehäuse versuchten. Und wenn, dann lieferte der komplett in disponierte Nenad Nikolic eine Demonstration dessen ab, wie es nicht geht: Die Freistoß-Schlenzer des eigentlichen Kreativspielers erinnerten stark an Aufwärmübungen für F-Jugend-Torhüter. Nikolic'brotlose Eiskunstlauf-Pirouetten passten ebenfalls ins Bild. Tragisch und komisch zugleich, dass sich der 24-Jährige bei einer seiner missglückten Aktionen kurz vor Spielende verletzte. Fellbach wusste wohl besser um seine eigenen Fähigkeiten und spielte das, was es konnte: Einfache Bälle zum nächst postierten Mitspieler. Und gelegentliche Vorstöße, meist über Sascha Goebels linke Abwehrseite. In der 21. Minute schockte der 19-jährige Maurice Runck den TSG-Anhang mit dem 0:1. Eine Parallele war der entscheidende, zweite Treffer: Runck narrte Tobias Göbel, legte quer zu Giovanni Capasso und der schob locker zum 0:2 ein (61.). TSG-Coach Karsten Maier erkannte die Defizite, wechselte bereits in der Halbzeitpause den glücklosen Neuzugang Gino Palmiero und Erik Raab aus, ließ zeitweise mit fünf Stürmern agieren – doch es brachte nichts: Maiers Schützlinge machten die Räume eng, anstatt das Spiel über die Flügel zu forcieren, wirkten viel zu zögerlich, gar ängstlich und brachten den Gegner nicht einmal in Überzahl (nach der gelb-roten Karten für Fellbachs Trickov) in Verlegenheit. „Den Ball laufen lassen“, forderteder Balinger Trainer mehrfach und lautstark. Und vergeblich. Denn was
die Balinger in den passablen Testspielen gegen Gärtringen, Bad Dürrheim und die Kickers-Reserve noch auszeichnete, sollte gegen den Abstiegskandidaten nicht klappen. Fest steht: So wird's nichts mit dem anvisierten ersten oder zweiten Tabellenplatz – wenngleich auch die Konkurrenz nicht punktete: Ditzingen rutschte gegen Kirchheim aus (1:2), Schwieberdingen und Laupheim mussten ihre Spiele absagen.Die Chance, zumindest vorübergehend bis auf zwei Zähler an die Topteams heranzurücken, wurde vertan. Und wenn sich der Vorjahres-Vizemeister nicht deutlich steigert, kommt die Möglichkeit nie wieder.
TSG Balingen: Idjakovic; Willig, Goebel, Taube, Göbel, Schreyeck, DiLucia (ab 63. Minute Todorovic), Raab (46. Rill), Bezirgianidis, Nikolic, Palmiero (46. Sahin).
Tore: 0:1 Runck (21.), 0:2 Capasso (61.).
Besonderheiten: Gelb-rote Karte für Trikov (F., 72, Foulspiel).
Schiedsrichter:Dirk Hofmann (Unteruhldingen).
Zuschauer: 300.
Nächstes Spiel: SV Bonlanden –TSG Balingen (25. Februar, 15 Uhr).

 



Vorbericht TSG - Fellbach  (16.02.06)


Open-Air-Party im Balinger Au-Stadion: Zum Verbandsliga-Rückrunden-Start gegen den SV Fellbach (Anpfiff am Samstag um 15 Uhr) offerieren die TSG-Fußballer eine Disco-Show mit Cocktail-Bar, Smart-Verlosung und Feuerspuckern. Ab Samstag rollt in der Verbandsliga Württemberg wieder der Ball. Die ehrgeizige TSG Balingen, derzeit Tabellenvierter und im Vorjahr als Vizemeister nur knapp am Aufstieg in die Oberliga vorbeigeschrammt, muss auf die beiden führenden Teams aus Schwieberdingen und Laupheim satte fünf Punkte gutmachen. „Jetzt starten wir die Aufholjagd“, ist Trainer Karsten Maier überzeugt. Die Balinger treffen in ihrem ersten Punktspiel nach der Winterpause auf den Aufsteiger SV Fellbach, derzeit 13. in der Tabelle. In der Vorbereitung bezwang Fellbach den Oberligisten Normannia Gmünd (2:1), holte zudem mit Dragan Kulas einen neuen Spieler. „Das wird kein Selbstläufer“, ist Maier überzeugt. Die TSG wiederum konnte ebenfalls passable Testspielresultate einfahren – zuletzt einen 2:0-Sieg gegen den Landesliga-Spitzenreiter FC Gärtringen. Maier: „Der Ball lief ganz ordentlich, wir sind gut drauf.“
Personell hat sich bei den Kreisstädtern gegenüber der Hinrunde nicht allzu viel verändert. Vitali Heinrich (Ziel unbekannt), Patrick Gühring (VfL Kirchheim) und Viktor Ewert (FV 08 Rottweil) verließen den Klub. Neu sind Youngster Lukas Foelsch (bislang bei den eigenen A-Junioren) und Gino Palmiero (zuletzt Spvgg Mössingen). Das samstägliche Heimspiel soll etliche Fans anlocken. Zum wiederholten Mal veranstaltet die TSG in Kooperation mit dem „Treffpunkt“ eine „Fire & Ice-Party“ rund ums Stadion. Die Open-Air-Disco wird flankiert von einem bunten Beiprogramm. Unter anderem gibt es einen Smart (für die Nutzungsdauer von vier Wochen) zu gewinnen, außerdem werden „Hot Drinks“ serviert und es steigt eine Feuerspucker-Show. Ab 21 Uhr erhalten alle Spielbesucher (Vorlage der Fußball-Eintrittskarte genügt) freien Eintritt in der Balinger Diskothek.
Bei allem Drumherum: Der Sport genießt Priorität. „Gegen Fellbach steigt das erste von 14 Endspielen“, macht Maier die Bedeutung der Partie klar. Auf dem Spielplakat wird’s noch deutlicher: „Oberliga 2006/2007 – am Anfang stand ein Traum. Jetzt machen wir ihn wahr“, heißt es dort geschrieben. Große Worte vor einem hoffentlich großen Spiel.

 



Testspiel: Balingen – Kickers II 0:2


Generalprobe verpatzt: In seinem letzten Testspiel vor dem Rückrundenstart unterlag der Fußball-Verbandsligist TSG Balingen gestern Abend gegen die Stuttgarter Kickers II mit 0:2 (0:0).

Der Oberligist aus der Landeshauptstadt verdiente sich den Sieg vor allem nach der Pause. Im ersten Durchgang stellte die TSG noch das aktivere Team, das auch die besseren Tormöglichkeiten verzeichnete. So klatschte Gino Palmieros Kopfball an den rechten Innenpfosten (32. Minute). Die beste Balinger Einschussmöglichkeit in den zweiten 45 Minuten hatte der erneut als Abwehrspieler aufgebotene Tobias Göbel, dessen Kopfball auf der Linie geklärt wurde (56.).

Die „kleinen Blauen“ kamen durch einen herrlichen Kopfball-Treffer (80.) und durch ein Elfmetertor (86.) zum nicht unverdienten Erfolg. Vor allem im Spiel nach vorne

wirkte der Oberligist zielstrebiger. Die TSG, deren Trainer Karsten Maier nach der Halbzeit mehrmals auswechselte, enttäuscht allerdings trotz der Niederlage nicht. Die überraschend vielen Zuschauer nahmen gestern Abend jedenfalls überwiegend positive Eindrücke mit nach Hause.

Bereits am Samstag startet die TSG ins „Unternehmen Aufholjagd“: Auf die beiden führenden Teams – TSV Schwieberdingen und FV Olympia Laupheim (jeweils 40 Punkte) – muss der Vorjahres-Vizemeister (35) fünf Zähler gutmachen. Dafür bleiben 14 Spieltage lang Zeit. „Gegen Fellbach bestreiten wir das erste Endspiel“, weiß Trainer Karsten Maier, der seinen einzigen Neuzugang wohl in der Startelf aufbieten wird: „Gino Palmiero bietet sich durchaus als Alternative an“, deutet der Coach vielsagend einen Einsatz des früheren Mössingers an. Denn auch gestern Abend blitzte das Können des 26-jährigen Kreativspielers mehrmals auf.

Die Rollenverteilung ist eindeutig: Balingen ist Favorit. Rückenrunden-Auftaktgegner SV Fellbach belegt nur Rang 13 – und damit den ersten Abstiegsplatz. Der Neuling (18

Punkte) möchte allerdings mit einem Sieg im Au-Stadion auf Tuchfühlung zu den direkt davor postierten Konkurrenten aus Kirchentellinsfurt (19), Metzingen und Au/Iller

(beide 20) gehen. Um den Klassenerhalt zu realisieren, ließ Fellbach in der Winterpause auch nichts unversucht. Allein viermal testete man gegen Oberliga-Klubs (gegen Gmünd

2:1, Freiberg 1:1, Großaspach 0:1, Kickers II 1:2) – zudem angelte sich der Klub Dragan Kulas, den bisherigen Spielertrainer des TSV Münchingen (Landesliga). Der frühere kroatische Erstliga-Profi (32) soll die Fellbacher Defensivabteilung verstärken.

Damit auch das „Drumherum“ stimmt, gibt es am Samstag ein Rahmenprogramm. Umrahmt wird das TSG-Heimspiel von einer „Fire & Ice-Party“, die der Verein in Kooperation mit dem „Treffpunkt“ aus richtet. Neben einer erweiterten Bewirtung ist eine Smart-Verlosung vorgesehen, außerdem tritt ein Feuerspucker auf. Und: Zuschauer, die ihre Fußball-Eintrittskarte vorlegen, dürfen am Abend kostenlos die Balinger Diskothek besuchen.



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