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3:0 Heimsieg  (05.11.05)


Mühelos übersprang Fußball-Verbandsligist TSG Ba lingen die Hürde SV Böblingen: Gegen das Kellerkind siegten die Schützlinge von Karsten Maier auch in der Höhe verdient mit 3:0 (1:0). Ein Super-Spieltag für die TSG Balingen: Am Vorabend zog der Tabellendritte Schwieberdingen überraschend in Fellbach den Kürzeren (0:1), Verfolger Laupheim war ohnehin spielfrei – und die Kreisstädter setzten mit dem deutlichen Heimsieg gegen Böblingen ein Ausrufezeichen. Fest steht: Die Elf von Trainer Karsten Maier reist als Spitzenreiter zum Schlagerspiel nach Laupheim (Samstag, 14.30 Uhr) – und wird Platz eins auch am kommenden Wochenende unter keinen Umständen verlieren. Denn der Tabellenführer weist nun vier Punkte Vorsprung (allerdings bei einem Spiel mehr) auf die Olympia auf.Gegen Böblingen spielte Balingen konzentriert – bisweilen vielleicht etwas zu wenig couragiert. Denn bei etwas mehr Zielstrebigkeit Richtung gegnerisches Tor hätte sich der abstiegsbedrohte Ex-Oberligist leicht eine „Packung“ einfangen können. So aber beschränkte sich die TSG – völlig zurecht – primär auf die Erarbeitung und später auf die Verwaltung des sicheren Heimerfolges. Böblingen ließ in den Anfangsminuten den Ball recht ordentlich laufen, entwickelte aber keine Torgefahr. Ohnehin stand Balingens Defensive über 90 Minuten bombensicher. Bezeichnend: Keeper Igor Idjakovic wurde ein einziges Mal – bei einem Freistoß von Mihal Berberoglu (60. Minute) – ernsthaft geprüft. Der enorm fleißige Turan Sahin war Wegbereiter der TSG-Führung. Der pfeilschnelle Angreifer spurtete in der elften Minute von der Mittellinie an bis in den Böblinger Strafraum, wurde dort gerempelt – und Schiedsrichter Franz Köteles (Reutlingen) entschied auf Elfmeter. Felice Di Lucia jagte das Spielgerät ins rechte Eck, SVB-Torhüter Carsten Faix hechtete in den entgegen gesetzte Richtung – und es stand 1:0. Di Lucia (17., Außennetz) und Nico Willig (35., Direkabnahme aus 20 Metern) hatten vor der Pause weitere Chancen auf dem Schlappen. Dasselbe Bild nach dem Seitenwechsel: Böblingen bemühte sich, konnte die TSG aber nie in Verlegenheit bringen. Nachdem Idjakovic gegen Berberoglu pariert hatte (60.), fiel auch schon die Entscheidung:
Ein Riesen-Einwurf von Tobias Göbel, der den Ball bis an den zweiten Pfosten wuchtete, gelangte zu Felice Di Lucia und der traf per Flugkopfball zum umjubelten 2:0 (64.). Erneut Göbel bereitete auch das 3:0 vor: Ein „tödlicher“ Zuckerpass setzte den in der Gasse lauernden Erik Raab in Szene, der war auf und davon und hämmerte das Leder in die Böblinger Maschen (72.). In der Folge verschmähten die Balinger noch einige „Hochkaräter“ – und sparten sich die Treffer wohl fürs bevorstehende Schlagerspiel bei Olympia Laupheim auf.
TSG Balingen: Idjakovic; Willig, Ewert, Schelling, Taube, Todorovic (82. Cus), Di Lucia, Raab, Göbel (77. Schippert), Heinrich (68. Bezirgianidis), Sahin.
Tore: 1:0, 2:0 Di Lucia (11., Foulelfmeter, 64.), 3:0 Raab (72.).
Schiedsrichter: Köteles (Reutlingen).
Zuschauer: 430
Nächstes Spiel:FV Olympia Laupheim – TSG Balingen (12. November, 14.30 Uhr).


Vorbericht TSG - SV Böblingen  (04.11.05)



Karsten Maier warnt sein Team vor unberechenbaren Böblingern

Keine Frage: Gegen den Tabellendrittletzten ist die TSG Balingen am Samstag (14.30 Uhr) Favorit. Dennoch warnt Trainer Karsten Maier: „Böblingen ist vor allem in der Offensive stark bestückt.“ Fußball-Verbandsliga-Spitzenreiter Balingen gegen Kellerkind Böblingen – eine Partie mit klaren Vorzeichen: Die TSG (29 Punkte aus 13 Spielen) strebt gegen den früheren Oberligisten (erst neun Zähler aus zwölf Spielen) einen Heimerfolg an. „Wir möchten vorne bleiben“, sagt Karsten Maier – und ergänzt: „Um Platz eins zu halten, müssen wir gewinnen.“ Zu beachten: Ab November wird bereits um 14.30 Uhr gespielt. Der Gegner ist schwer einzuschätzen. Denn der SV Böblingen vollzog in der Sommerpause einen radikalen Schnitt. 20 Spieler gingen, 16 Neuzugänge kamen. Pikant: Unter den Abgängen befanden sich mit Veit Eberl (Großaspach) und Manuel Pflumm (Reutlingen) auch zwei Spieler, nach denen die TSG ihre Fühler ausgestreckt hatte, die sich letztlich aber für die Oberliga entschieden. Die runderneuerte Truppe von Neu-Trainer Ralf Schöck wurde vor Rundenbeginn als klarer Abstiegskandidat eingestuft. Doch die Böblinger wehren sich. Zwar wackelt die Defensive (Maier: „Die Abwehr ist Böblingens Achillesferse“) – doch zeigt sich der Angriff spielstark und torhungrig. Immerhin 19 Treffer gelangen dem Tabellendrittletzten – nur vier Tore mehr erzielte die TSG. Bemerkenswerte Resultate verzeichnete der frühere Oberligist gegen Dorfmerkingen (3:3), Bonlanden (1:0) und beim bis dato einzigen Auswärtssieg in Wangen (3:2). Zuletzt heimste Böblingen etliche Komplimente ein, zog aber gegen Balingen-Verfolger Olympia Laupheim mit 1:2 den Kürzeren. Besonders bitter: Der entscheidende Gegentreffer fiel in der Nachspielzeit – nach einem kapitalen Abwehrschnitzer. TSG-Coach Karsten Maier beobachtete die Partie zwischen den beiden kommenden Gegnern – und erkannte: „Böblingen hatte die Niederlage nicht verdient.“ „Wir kämpfen uns ran und kriegen dann doch wieder eine drauf", verstand auch SVB-Trainer Ralf Schöck die Fußballwelt nicht mehr. Selbst Laupheims Übungsleiter Harry Brobeil gestand ein: „Ein 1:1 wäre gerechter gewesen." Die TSG Balingen ist also gewarnt: Ein Selbstläufer wird das morgige Heimspiel nicht. Karsten Maier bangt um Gerhard Rill (Knieprobleme), kann aber auf Tobias Göbel (Platzwunde) zurückgreifen. Der Coach weiß: Die jüngste Aufgabe wurde mit dem 2:0-Sieg in Illertissen gut gelöst – nun aber geht's um eine perfekte Ausgangssituation fürs Spitzenspiel nächste Woche beim FV Olympia Laupheim.



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