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Blitztor durch Kohle bringt Sieg!  (15.03.09)


Ein Blitzstart sicherte der TSG Balingen den 1:0 (1:0)-Sieg beim 1. FC Normannia Gmünd: Neuzugang Andreas Kohle erzielte bereits nach 15 Sekunden den entscheidenden Treffer für den Oberliga-Dritten. Der jüngste Spieler auf dem Platz avancierte zum Matchwinner: Andreas Kohle, Mitte Januar gerademal 19 Jahre jung geworden, traf nach 15 Sekunden zum 1:0 für die TSG Balingen.

Was zu diesem Zeitpunkt keiner wissen konnte: Das Tor des Jungspundes aus Gruol blieb der einzige Treffer in einer Partie, die durchaus auch anders hätte enden können. Schließlich besaßen sowohl die Balinger als auch die Gmünder einige gute Einschussmöglichkeiten. Letztlich lag es maßgeblich an TSG-Torhüter Sebastian Kellner, dass dessen Team die Zähler mit nach Hause kam: Der Schömberger hielt seinen Kasten mit starken Paraden dicht. Den TSG-Trainer Karsten Maier ereilten vor der Partie die nächsten zwei Hiobsbotschaften aus dem Verletztenlager: Beim Abschlusstraining brach sich Tobias Göbel den Mittelfuß, Ivan Todorovic zog sich einen Muskelfaserriss zu. Inklusive Marc Buchstor, Thomas Essigbeck, Lukas Foelsch und Turan Sahin musste Balingen also auf sechs Akteure verzichten. Besonders lang dürfte Sturmtank Göbel ausfallen. Ziemlich sicher ist die Saison für den bulligen Stürmer bereits gelaufen. Auf dem kleinen Gmünder Kunstrasenplatz erwischte die TSG einen Traumstart. Im Anschluss an einen Schiedsrichterball, mit dem Referee David Paulat die Gedenkminute für die Opfer des Winnender Amoklaufes beendete, schlug Jörg Schreyeck eine Flanke auf Dominik Stikel, der wurde zwar abgedrängt, doch Andreas Kohle kam ans Leder und traf aus vollem Lauf nach nur 15 Sekunden zum 0:1 (1.). Anschließend brannte es im TSG-Strafraum lichterloh, als zunächst Manuel Pflumm im letzten Moment rettete (10.) und Alexander Kasunic knapp vorbeiköpfte (11.). Auch Giuseppe Catizone (19.) und Benjamino Molinari, der mit einem Kopfball die Latte traf (38.), hätten um ein Haar den Ausgleich für die Normannia erzielt. Stikel (12.), Schreyeck (14.), Dilucia (20.) und Bauer (26.) hatten auf der Gegenseite die Chance zum zweiten Balinger Tor. Im zweiten Durchgang parierte Kellner gegen Catizone (48.), ein Ketis-Freistoß wurde erst auf der Torlinie geklärt (53.). Paulats Pfeife blieb stumm, als Bauer im Strafraum umgesäbelt wurde und sich ersten Diagnosen zufolge einen Bänderriss zuzog (58.) – es wäre der siebte Ausfall des Tabellendritten binnen kürzester Zeit. Der eingewechselte Levent Üner scheiterte wenig später am Gmünder Keeper Christian Zech (68.), dann traf Üner mit einem Freistoß ins kurze Eck den Pfosten und den Nachschuss von Kohle blockte die Normannia-Abwehr (76.). Es ging hin und her. Gmünd drängte mit Macht auf den Ausgleich, die TSG kam aber immer wieder zu guten Kontermöglichkeiten, spielte die Gegenstöße aber nicht effektiv genug aus. So musste Kellner gegen Steffen Kaiser erneut glänzend parieren, um dessen Freistoßknaller über die Latte zu lenken (79.). Die Entscheidung hatte der ansonsten starke Jörg Schreyeck auf dem Fuß, als er in der zweiten Minute der Nachspielzeit freistehend in Zech seinen Meister fand. Praktisch im Gegenzug hielt Sebastian Kellner den Balinger Sieg mit einer weiteren Glanztat fest. Der TSG-Schlussmann fischte sich nach einer weiten Flanke und dem anschließenden Kopfball aus kurzer Distanz das Leder – und dann pfiff David Paulat unter dem Jubel der zahlreich mitgereisten Balinger Schlachtenbummler ab.
Während Gmünd nun in Freiberg antreten muss, empfängt die TSG Balingen diesen Samstag (15 Uhr, Au-Stadion) den Oberliga-Topfavoriten 1899 Hoffenheim 2 zum Spitzenspiel. Zu diesem Topduell stellt die TSG ein Rahmenprogramm auf die Beine. Zudem sollen Jugendliche und Frauen freien Eintritt haben. Mehr dazu im Laufe der Woche.



Vorbericht FC Normannia Gmünd - TSG  (13.03.09)


Ganz schön happig: Beim zuletzt überzeugend agierenden 1. FC Normannia Gmünd möchte der Oberliga-Neuling TSG Balingen am Samstag (15 Uhr) einen Fehlstart ins neue Jahr abwenden. Es gibt Dinge, die berechenbar sind. Und dann gibt es noch Fußball. Beispiel: In der Hinrunde ging Normannia Gmünd sang- und klanglos gegen die SG Sonnenhof Großaspach unter – Endstand 2:7.

Im Rückspiel vor wenigen Tagen hatten die Gmünder den haushohen Favoriten richtig am Wickel und verloren eher unglücklich mit 0:1. „Wir hätten diese Niederlage verhindern können, obwohl sie unterm Strich verdient war“, resümierte der Gmünder Trainer Alexander Zorniger nach der Partie. Andersrum ausgedrückt: Im Vergleich zur Hinrunde hat sich die Normannia enorm verbessert. Was sagt also das Balinger 3:0 vom vorigen Herbst gegen Gmünd aus? Nichts. Rein gar nichts. Gmünd gegen Balingen – dieses Duell gab es auch in vielen Verbandsliga-Spielzeiten. Und stets waren diese Spiele von hohem Unterhaltungswert, weil sich beide Mannschaften mit viel Hingabe ihren Aufgaben widmen. Gleichwohl wartet der Klub von der Ostalb nicht nur mit Herzblut, sondern auch mit einer ganzen Reihe von Klasseleuten auf. Allen voran steht der Sommer-Neuzugang Giuseppe Catizone (30), der jahrelang Profi war (VfB Stuttgart, 1. FC Saarbrücken, Stuttgarter Kickers). Als weiterer Dreh- und Angelpunkt in der Elf von Alexander Zorniger gilt Steffen Kaiser, der zu den herausragenden Spielgestaltern in der Oberliga zählt. Zudem haben Mark Mangold (VfR Aalen), Michael Kuhn (Stuttgarter Kickers, VfR Aalen) und Abwehrchef Michael Zimmermann (Stuttgarter Kickers) hinlänglich ihre Tauglichkeit in höheren Ligen bewiesen. Vor der laufenden Runde stießen mit Patrick Faber (1. FC Heidenheim) und Fabio Accardi (Stuttgarter Kickers) weitere Hochkaräter hinzu. Freilich setzen die Gmünder mitnichten nur auf namhafte Akteure: Beim 1. FC Normannia wird seit Jahren und mit Nachdruck eine erstklassige Nachwuchsarbeit betrieben. Die A- und C-Junioren spielen in der Oberliga, die B-Junioren gehören der Verbandsstaffel an. Die Kontinuität im Aktivenbereich ist ebenfalls gegeben: Zorniger trainiert das Team seit sieben Spielzeiten. Doch im Sommer hört der 41-Jährige auf. „Ich hätte einen schlechten Job gemacht, wenn die Mannschaft jetzt sagen würden, Gott sei Dank geht der Schleifer“, meint der im Hauptberuf beim Württembergischen Tennisbund angestellte Normannia-Übungsleiter in Anspielung auf seinen Weggang. Zorniger verspricht: „Wir werden weiter Gas geben. Vor allem zuhause wollen wir viele Siege einfahren.“
Der Balinger Trainer Karsten Maier hat Gmünd in Großaspach beobachtet – und zeigt sich beeindruckt: „Die Normannia hat sehr gefällig gespielt. Insbesondere ist es der Mannschaft gelungen, die Räume eng zu machen.“ Grundsätzlich gehe es aber nun darum, auf sich selbst zu schauen: „Wir müssen wieder in die Spur kommen“, fordert Maier nach der 2:4-Niederlage beim Bahlinger SC und dem Spielausfall vorige Woche gegen Illertissen. Dabei ist die Personalsituation angespannter denn je: Turan Sahin klagt über massive Rückenprobleme, Manuel Pflumm hat sich einen grippalen Infekt eingefangen. Marc Buchstor, Thomas Essigbeck und Lukas Foelsch fallen ohnehin aus. Für Fans besteht Mitfahrgelegenheit im Mannschaftsbus. Abfahrt ist am Samstag um 11 Uhr (Au-Stadion-Parkplatz).



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