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TSG siegt souverän gegen Gmünd  (31.08.08)


Im fünften Oberliga-Spiel feierte die TSG Balingen den vierten Sieg. Das 3:0 (1:0) gegen den 1. FC Normannia Gmünd sichert dem Neuling zumindest fürs Erste einen Spitzenplatz in der höchsten Amateurliga. „Wir wollten nach der 0:3-Niederlage in Illertissen unbedingt zurückkommen. Ich denke, dass uns dies eindrucksvoll gelungen ist“, strahlte Bernd Bauer nach dem Schlusspfiff.

Der 23-Jährige markierte gegen Gmünd seine Saisontore zwei und drei. Für den Endstand sorgte der eingewechselte Turan Sahin. Der Balinger Trainer Karsten Maier überraschte mit einigen Änderungen in der Startformation. „Verletzungsbedingte Gründe gab es dafür nicht“, erläuterte der Coach – und ließ somit durchblicken, dass schon eher (mannschafts-)taktische Überlegungen eine Rolle gespielt hätten, Normannia Gmünd, das in der Vorwoche mit 2:7 gegen Großaspach das Fell über die Ohren gezogen wurde, war ein dankbarer Kontrahent: Die Elf von Alexander Zorniger agierte spielerisch bisweilen recht gefällig, zeigte aber viel zu wenig Biss, dazu ein lasches Zweikampfverhalten und legte phasenweise sogar einen Hang zur Lustlosigkeit an den Tag. Die TSG zermürbte den Gegner mit einer auf Sicherheit bedachten Anfangsphase. Als Gmünd eingelullt war, spielten die Balinger blitzschnell in die Spitze. Nach vier Minuten passte Lukas Foelsch in den Lauf von Jörg Schreyeck, aber Normannia-Keeper Christian Zech fischte sich den Ball im letzten Moment. Dann bediente Schreyeck Bernd Bauer, jener flankte, doch Tobias Göbels Kopfball parierte wiederum Zech (5.). Schließlich strich auch ein Miller-Kopfball nach Schreyeck-Hereingabe am Gmünder Kasten vorbei (12.). Als Göbel endlich traf, hatte der Schiri-Assistent die Fahne oben: Abseits (16.). Es brannte aber weiterhin lichterloh im Normannia-Strafraum. Foelschs Schuss – nach Schreyeck-Zuspiel – wurde gerade so abgeblockt (21.), ein weiter Ketis-Einwurf segelte an Freund und Feind vorbei quer durch den Strafraum (26.) und nach einem Eckball und anschließendem Getümmel traf Rob Miller im Liegen den Ball nicht richtig (31.). Das längst überfällige 1:0 fiel in der 37. Minute. Göbel legte mit dem Kopf auf Lukas Foelsch ab, der hielt aus spitzem Winkel drauf und Bernd Bauer fälschte das Leder Richtung Tor ab. Der Vollständigkeit halber sei der einzige Gmünder Torschuss in der ersten Halbzeit erwähnt: Patrick Faber traf in der 41. Minute das Außennetz. Im zweiten Durchgang änderte sich wenig – bis auf die Tatsache, dass der eingewechselte, erst 18-jährige Steffen Mayer das Gmünder Spiel etwas belebte. Chancen besaßen aber zunächst nur die Hausherren. Foelsch (49.), Schreyeck (50.) und bei einem Klasse-Konter über den sehr starken Manuel Pflumm, Göbel und Bauer, dessen Direktabnahme Christian Zech über die Latte lenkte (52.), hatten Pech im Abschluss. Als Foelsch wieder einmal Schreyeck auf die Reise schickte, war’s aber um die Normannia geschehen. Schreyeck wurde im Strafraum von den Beinen geholt – klarer Elfmeter. Bernd Bauer schnappte sich die Kugel, lief an und verwandelte ganz sicher zum vorentscheidenden 2:0 (61.).
Aber die Musik spielte weiter. Und die TSG gab den Takt vor. Pflumm flankte in der 76. Minute auf den am zweiten Pfosten lauernden Turan Sahin, und der Balinger Toptorschütze der Verbandsliga-Meistersaison hämmerte den Ball volley ins Tor – 3:0! Bis dahin war fast untergegangen, dass der Balinger Torhüter Sebastian Kellner einen sehr sicheren Eindruck hinterließ. In der Schlussphase durfte er sein Können auch beweisen. Die Gmünder wachten nach dem klaren Rückstand überraschend auf und kamen zu einigen Möglichkeiten. Doch wohin der Ball auch flog – Kellner war schon da. Diesen Samstag (Beginn 15.30 Uhr) bestreitet die TSG ihr zweites Heimspiel in Folge – diesmal kreuzt mit dem SGV Freiberg ein größeres Kaliber auf. Möglicherweise kann Karsten Maier dann bereits auf seinen Neuzugang Dominik Stikel (21) zurückgreifen. Die Freigabe für den ehemaligen holländischen Zweitligaspieler liegt im günstigsten Fall bis zur Wochenmitte vor.

TSG Balingen: Kellner; Willig, Raab, Cus, { Schreyeck, Ketis, Göbel (82. Buchstor), Miller, Pflumm, Foelsch (62. Sahin), Bauer (75. Dilucia).
Tore: 1:0, 2:0 Bauer (37., 61., Foulelfmeter), 3:0 Sahin (76.).
Schiedsrichter: Markus Kugele { (Neuweiler/Calw).
Zuschauer: 900.
Die nächsten Spiele: VfL Kirchheim – Stuttgarter Kickers 2, 1899 Hoffenheim 2 – VfR Mannheim (beide Fr., 19); 1. FC Normannia Gmünd – ASV Durlach, FV Illertissen – FC Astoria Walldorf, Bahlinger SC – FC Nöttingen, TSG Balingen – SGV Freiberg, Kehler FV – TSV Crailsheim, FC 08 Villingen – Offenburger FV (alle Sa., 15.30); SG Sonnenhof Großaspach – Spvgg Au (So., 15).


Bilder vom Gmünd-Spiel  (01.09.08)













Vorbericht TSG - Normannia Gmünd  (28.08.08)


Mächtig gebeutelt wurden die TSG Balingen und der 1. FC Normannia Gmünd am vierten Oberliga-Spieltag. Am Samstag (Beginn 15.30 Uhr) treffen diese beiden Vereine im Au-Stadion aufeinander. 2:7 gegen Großaspach (Gmünd), 0:3 in Illertissen (Balingen): Mit der TSG und dem 1. FC Normannia stehen sich am morgigen Samstag zwei Klubs gegenüber, die am zurückliegenden Wochenende Federn lassen mussten. Entsprechend richtungsweisend ist dieses Duell. Denn vor allem die vor Rundenbeginn so hoch gehandelten Gmünder dürfen sich keine weitere Niederlage mehr erlauben, wollen sie den Kontakt zur Tabellenspitze nicht vollends abreißen lassen. Gmünd bietet eine ganze Latte von Klasseleuten auf. Allen voran den Neuzugang Giuseppe Catizone (30), der schon Profi (VfB Stuttgart, 1. FC Saarbrücken, Stuttgarter Kickers) war. Eine lose Kontaktaufnahme mit dem technisch versierten Mittelfeldspieler gab's in der Sommerpause übrigens auch von Balinger Seite. Aus wirtschaftlichen Gründen war ein Transfer aber nicht darstellbar. Als weiterer Dreh- und Angelpunkt in der Elf von Alexander Zorniger gilt Steffen Kaiser, der zu den herausragenden Spielgestaltern in der Oberliga zählt. Im Sturm wirbelt der Ex-Dorfmerkinger „Didi“. Zudem haben George Berberoglu (u. a. Freiberg, Weiden, Eschborn), Mark Mangold (VfR Aalen), Michael Kuhn (Stuttgarter Kickers, VfR Aalen) und Abwehrchef Michael Zimmermann (Stuttgarter Kickers) bereits hinlänglich ihre Tauglichkeit in höheren Ligen bewiesen. Vor der laufenden Runde stießen mit Patrick Faber (1. FC Heidenheim) und Fabio Accardi (Stuttgarter Kickers) weitere Hochkaräter hinzu. Gleichwohl setzen die Gmünder mitnichten nur auf namhafte auswärtige Akteure. Denn beim 1. FC Normannia wird seit Jahren eine erstklassige Nachwuchsarbeit betrieben. Die A-Junioren sind soeben in die Oberliga aufgestiegen, die B-Junioren spielen in der Verbandsstaffel und die C-Junioren schafften ebenfalls den Sprung in die neu gegründete Oberliga. Gmünd zeigte an den ersten vier Spieltagen mehrere Gesichter: Wie beim 2:7 gegen Großaspach so enttäuschte das Team auch beim 0:3 in Villingen. Etwas halbseiden war der Auftritt gegen Kehl (1:1), dafür feierten die Normannen einen 2:1-Derbysieg in Kirchheim. „Wir kommen da mit vereinten Kräften wieder raus“, behauptet Gmünd-Trainer Alexander Zorniger mit Blick auf den aktuellen 15. Platz. Zorniger weiter: „Sollten wir das nicht schaffen, hätte ich mich massiv in den Spielern getäuscht und den Charakter der Mannschaft falsch eingeschätzt. Und das glaube ich nicht.“ Die TSG wird aller Voraussicht nach auf Bernd Bauer und Tobias Göbel, die sich in Illertissen verletzt haben, verzichten müssen. Spielführer Nico Willig rechnet hingegen fest mit seinem Einsatz. Unsicher ist das Mitwirken von Turan Sahin – ihm wurden zwei Weisheitszähne gezogen. Neuzugang Dominik Stikel ist noch nicht spielberechtigt. Die Normannia zählt der Balinger Trainer Karsten Maier zu jenen Mannschaften, die sich nach ganz oben orientieren möchten – und dazu, aufgrund ihres Kaders, auch in der Lage sein müssten. Die jüngsten Resultate will Maier nicht weiter kommentieren – weder das eigene 0:3 in Illertissen noch das Gmünder 2:7 gegen Großaspach. Nur soviel: „Letztlich haben diese Ergebnisse doch nur gezeigt, dass alles möglich ist“, sagt Maier, der ein „interessantes Duell zweier kompakter Teams“ erwartet.



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