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Wieder 0:4 in Laupheim!  (09.09.06)


Das - aus TSG-Sicht - traurige Standardergebnis hatte auch am vergangenen Samstag wieder einmal Bestand: Mit 0:4 (0:2) gingen die Balinger zum dritten Mal in Folge (!) in Laupheim unter. "Das Bemühen war wirklich erkennbar, aber ein Doppelschlag brach uns das Genick", resümierte ein enttäuschter Spielleiter Bernd Jetter nach der Partie. Kommenden Samstag trifft die TSG auf den Neuling TSV Hildrizhausen: "Da müssen wir ohne Wenn und Aber punkten", weiß Jetter, dessen Team mittlerweile nicht um den Auf-, sondern gegen den Abstieg kämpft. Zugegeben: Die Balinger begannen flott - aber eben ohne zählbaren Erfolg. Mit Ausnahme einer Möglichkeit der Hausherren (3. Minute) gaben die Kreisstädter in der ersten halben Stunde den Ton an. "Laupheim wirkt verunsichert", erkannte der frühere TSG-Abteilungsleiter Walter Meinlschmidt - voller Hoffnung auf einen erstmaligen Balinger Sieg im "Olympia-Stadion". In der 4., 6. 14. und 20. Minute hatte die TSG die Führung auf dem Schlappen, doch vergaben Nikolic, Neagos und Göbel in mehr oder weniger aussichtsreichen Situationen. Die kalte Dusche ließ nicht lange auf sich warten. Mit einem Treffer Marke "Tor des Jahres" brachte Neuzugang Hansjörg Honold die Olympia in Führung: Der Ex-Heidenheimer jagte per spektakulärem Fallrückzieher den Ball aus zwölf Metern in die Maschen (33.). Nur 60 Sekunden später rauschte ein abgefälschter Distanzschuss von Ali Kanik zum 2:0 ins Balinger Tor (34.). TSG-Keeper Igor Idjakovic hatte bei beiden Gegentreffern keine Abwehrchance. Karsten Maier reagierte früh. Der Balinger Coach brachte zur zweiten Halbzeit Turan Sahin und Felice Dilucia für Alexander Neagos und Nenad Nikolic, der zum dritten Mal in dieser Runde in der Anfangsformation stand und wieder nicht überzeugen konnte. Michael Bezirgianidis, nach einem Freistoß von Dilucia (66.), erneut Bezirgianidis (83.) und Dilucia (84.) hatten den Anschlusstreffer auf dem Fuß. Die Entscheidung aber besorgte der starke Hansjörg Honold. Nach einem Querpass von der rechten Seite schob der Olympia-Mittelfeldspieler nervenstark ein (72.). Und das Endergebnis stellte Fabian Hummel sicher, der einen Laupheimer Konter zum 4:0 abschloss (85.). Nach den Niederlagen in Ditzingen (1:3) und Laupheim sowie einem Remis gegen die Spvgg Au (1:1) ist der Balinger Fehlstart in die neue Verbandsliga-Saison vollends perfekt. Die logische Schlussfolgerung nach drei Spieltagen: Die TSG, die das Saisonziel "sportlich weiterentwickeln" ausgab, ist von den eigenen Vorgaben weit entfernt.
TSG Balingen: Idjakovic; Todorovic, Raab (80. Rudenko), Cus, Taube, Schelling, Mayer, Neagos (46. Dilucia), Göbel, Nikolic (46. Sahin), Bezirgianidis.
Tore: 1:0 Honold (33.), 2:0 Kanik (34.), 3:0 Honold (72.), 4:0 Hummel (85.).
Schiedsrichter: Göhring (Crailsheim).
Zuschauer: 450.
Nächstes Spiel: TSG Balingen - TSV Hildrizhausen (16. September, 15.30 Uhr, Au-Stadion).



Vorbericht Olympia Laupheim - TSG  (08.09.06)


Am Samstag (Beginn 15.30 Uhr) spielt der Fußball-Verbandsligist TSG Balingen beim FV Olympia Laupheim – dort holten sich die Kreisstädter zuletzt zwei heftige 0:4-Niederlagen ab. Zweimal wurde die TSG Balingen in den vergangenen zwei Jahren in
Laupheim kräftig eingeseift – jeweils mit 0:4. „So gesehen gibt es etwas gutzumachen“, sagt Karsten Maier, dessen Mannschaft nach zwei Spieltagen noch ohne Sieg dasteht. Balingens Trainer erkannte beim 1:1 gegen die Spvgg Au zwar eine kleine
Steigerung gegenüber der 1:3-Pleite in Ditzingen, stellt aber fest: „Über weite Strecken der Begegnung haben wir nur sehr unzureichend Fußball gespielt.“ Das fehlende Selbstvertrauen nach dem schwachen Rundenauftakt dürfte die Kreisstädter auch
nach Laupheim begleiten: „Wir müssen noch einiges tun, um die Kurve zu kriegen“, behauptet Maier, dessen Elf sich im Oberschwäbischen aber nicht verstecken will: „Klar ist, dass wir auf Sieg spielen.“ Die TSG möchte die Statistik demnach Lügen strafen. Laupheim, einmal mehr von vielen Konkurrenten als Topfavorit auf die Meisterschaft gehandelt, startete
ordentlich in die neue Spielzeit. Am ersten Spieltag reichte es gegen den Neuling Hildrizhausen zwar nur zu einem 0:0, doch ließ die Truppe von Neu-Trainer Klaus Weisbrich acht Tage später einen 2:1-Erfolg bei den SF Dorfmerkingen folgen. Umjubelter Doppel-Torschütze war schon in der Anfangsphase der Begegnung der Olympia-Neuzugang Hansjörg Honold. „Ein Klassemann“, urteilt Karsten Maier über den Mittelfeldspieler, den der Verbandsligist vom Oberligisten Heidenheimer SB loseisen konnte. Neben Honold holten die Laupheimer in der Sommerpause unter anderem auch Martin German, Florian Steeb, Joachim Zweifel (alle FV Illertissen) sowie Mario Sopic (SC Pfullendorf) – allesamt gestandene Akteure. In einem kurzfristig vereinbarten
Testspiel maß sich die TSG übrigens vorgestern Abend mit dem Regionalligisten SSV Reutlingen. Auf einem Nebenplatz des Kreuzeichestadions zog sich die Elf achtbar aus der Affaire – und verlor nur mit 0:1 gegen den zwei Klassen höher agierenden
Klub. „Es war zum einen eine sehr gute Trainingseinheit“, resümiert Karsten Maier – und fügt hinzu: „Zum anderen konnten die Akteure Spielpraxis sammeln, die bislang wenig oder noch gar nicht zum Zug gekommen waren.“ Unter der Achalm traten die Balinger erstaunlich offensiv ausgerichtet an – Maier bot zeitweise sieben nominelle Stürmer auf – und hätten durchaus ein Unentschieden erreichen können. „Je länger das Spiel dauerte, umso dichter waren wir am Ausgleich dran.“ Noch kein Urteil liegt im „Fall Schreyeck“ vor. Wie lange der Mittelfeldspieler, der gegen die Spvgg Au die Rote Karte sah, fehlen wird,
steht somit nicht fest. Außer Jörg Schreyeck fehlen morgen Nachmittag Federico Decortes und Spielführer Nico Willig (beide
verletzt), der im Übrigen in seinem Amt bestätigt wurde.



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