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Schwache Leistung: 0:2 gegen Illertissen  (02.04.09)


Die TSG Balingen hat den Sprung auf den zweiten Platz in der Fußball-Oberliga verpasst. Gestern Abend unterlag der Neuling im Nachholspiel gegen den Mitaufsteiger FV Illertissen mit 0:2 (0:1). Nichts wurde es aus der insgeheim erhofften Rückkehr auf den zweiten Tabellenplatz: Balingen vor seine „Hängepartie“ gegen Illertissen mit 0:2 und bleibt somit weiterhin Tabellendritter.

Die Gastgeber mussten auf insgesamt zehn verletzte oder gesperrte Akteure verzichten, bei Illertissen fiel nur Michael Hornung aus. Dass sich die Personallage bei der Maier-Elf kurzfristig verbessert, ist übrigens nicht zu erwarten. Schließlich handelt es sich überwiegend um Langzeitverletzte – und um zwei Sperren. Nach seiner Roten Karte gegen Hoffenheim (2:0) muss Kevin Ketis noch weitere sechs Pflichtspiele zuschauen – das Urteil für den Spielführer Nico Willig, der gestern von Martin Taube vertreten wurde, liegt noch nicht vor. Der Kapitän hatte beim Derby in Villingen (0:0) „Rot“ gesehen. Schon nach sechs Sekunden hätte die TSG in Führung gehen können: Direkt nach dem Anspiel scheiterte Turan Sahin an FV-Keeper Manuel Schoppel, der Nachschuss von Dominik Stikel strich links am Kasten der Bayern vorbei. Gegenüber der Vorwoche nahm Karsten Maier zwei Änderungen vor: Neuzugang Volkan Candan kam zu seinem Debüt in der Startelf und der wiedergenesene Jörg Schreyeck spielte ebenfalls von Anfang an. Der nächste Aufreger nach zehn Minuten: Stikel traf nach einer Hereingabe das Leder nicht richtig. Die TSG hatte mehr vom Spiel, agierte bemüht, wenn auch der finale Pass in die Spitze fehlte. Die kalte Dusche folgte in der 28. Minute: Nach einem langen Ball tauchte Oliver Wild alleine vor Sebastian Kellner auf und der Balinger Schlussmann war machtlos – das überraschende 0:1. Kurz vor der Pause nahm Levent Üner eine Hereingabe von Turan Sahin volley, doch wieder war Schoppel auf dem Posten (43.). Und nach einer Sahin-Ecke köpfte Jörg Schreyeck knapp übers FV-Gehäuse (44.). Sahin bestrafte um ein Haar einen Schnitzer von Ilker Aybar, wurde aber kurz vor der Strafraumgrenze zu Fall gebracht. Der anschließende Freistoß von Turan Sahin blieb in der Illertisser Abwehrmauer hängen (45.). Zum zweiten Durchgang nahm Karsten Maier mit Ivan Todorovic (für Candan) eine Änderung vor. Zudem stellte der Coach um und ließ noch eine Spur offensiver agieren. Allerdings stand der Gegner in der Defensive gut. Die Hausherren rieben sich an der massierten Deckung auf.
Die Vorentscheidung hatte Oliver Wild auf dem Fuß, als er nach einem schnell ausgeführten Freistoß übers Tor zielte (62.). Nach 75 Minuten die Dreifachchance zum Ausgleich. Erst zog Stikel ab, Schoppel konnte den Ball nicht festhalten, Andreas Kohles Nachschuss wurde ebenso geblockt und Sahins zweiter Versuch strich drüber.
Doch alles Anrennen nutzte nichts: Eine Minute vor dem Abpfiff schloss wiederum Wild einen Konter zum 0:2 ab (89.). „Wir wollten ein gutes Spiel zeigen, doch das ist uns in keiner Phase gelungen“, ärgerte sich der Balinger Trainer Karsten Maier. Das 0:1 sei wie „ein Fluch“ über seinem Team gelegen. Und nach den vergebenen Chancen habe der Glaube gefehlt, dass noch ein Treffer gelingen könnte, sagte der Coach, der die personellen Ausfälle nicht als Ausrede gelten ließ: „Wir haben eine enttäuschende Leistung gezeigt und müssen uns in vielen Bereichen steigern, um im anstehenden Heimspiel gegen Kehl auf die Erfolgsspur zurück zu kommen.“ Balingen empfängt zum zweiten Heimspiel binnen drei Tagen übermorgen (Samstag, 15.30 Uhr, Au-Stadion) den Kehler FV (siehe auch Extra-Meldung). Der FV Illertissen muss am Wochenende erneut auswärts ran: Die Bachthaler-Elf gastiert beim TSV Crailsheim.
Schon am Freitag (19 Uhr) eröffnen Nöttingen und Durlach den 25. Spieltag. Am Samstag finden neben den beiden Spielen mit Balinger und Illertisser Beteiligung auch die Partien Offenburg – Bahlingen, Mannheim – Walldorf, Freiberg – Villingen und Au – Hoffenheim statt. Am Sonntag spielen Stuttgarter Kickers – Gmünd und Großaspach – Kirchheim.


Bilder vom Spiel (www.foto-kara.de)













Vorbericht TSG - FV Illertissen (Nachholspiel)  (30.03.09)


Beflügelt das Frühlingserwachen die TSG Balingen? Am Mittwoch (Anpfiff 17.45 Uhr) trifft der Oberliga-Dritte im Aufsteigerduell auf den FV Illertissen. Die Gastgeber wollen ihre jüngste Erfolgsserie ausbauen. Dreimal in Folge hat die TSG Balingen „zu Null“ gespielt – zuletzt beim 0:0 in Villingen.

Zuvor wurden Gmünd (1:0) und Hoffenheim (2:0) auf Distanz gehalten. Angesichts der personellen Nackenschläge ist diese Bilanz mehr als beachtlich. Und sie dürfte den Gastgebern viel Mut fürs Nachholspiel am Mittwoch geben. Eine große Motivation verspüren die Balinger ohnehin. Das Stichwort heißt: Revanche. Denn ans Hinspiel erinnern sich die Kreisstädter mit Schrecken. Im vorigen Herbst setzte es beim herben 0:3 nicht nur die erste Saisonniederlage – sondern zugleich den ersten richtigen Rückschlag nach dem Aufstieg in die Oberliga. Praktisch chancenlos waren die Schützlinge von Karsten Maier im Bayerischen. Illertissen spielte geduldiger und zielstrebiger und bestrafte die Fehler von Willig & Co. eiskalt. In der Folge avancierte das Team von Karl-Heinz Bachthaler zum zweitbesten Neuling – nach Balingen. Die Ergebnisse sprechen für sich: Vor kurzem lag beim 0:0 gegen den Tabellenführer SG Sonnenhof Großaspach sogar ein Illertisser Sieg in der Luft. Denn die beiden besten Einschussmöglichkeiten in dieser Partie verzeichneten die Hausherren. Angesichts der Transferbemühungen im Winter überrascht die Stärke der Bachthaler-Elf allerdings nicht: In der Punktspielpause wurde mit Rückkehrer Saban Genisyürek (Stuttgarter Kickers) und Ilker Aybar (SSV Reutlingen) personell kräftig nachgelegt. Aybar, ein 33-jähriger Innenverteidiger, galt in Reutlingen, beim SV Darmstadt 98 und zuvor beim VfB Stuttgart 2 jahrelang als Leistungsträger und trug beim SSV zuletzt auch die Kapitänsbinde. Mit Trainersohn Holger Bachthaler, sowie Christian Weiller, Gerold Skowranek, Christian Sameisla, Oliver Wild, Klaus Dorn, Michael Hornung, Stephan Dürr oder Steffen Kuhn – um nur einige zu nennen – verfügt Coach Karl-Heinz Bachthaler über gestandene Akteure, die überwiegend schon höherklassig gespielt haben. Bachthaler selbst ist ein Meister des Understatements – und verweist auch in seinem zehnten Trainerjahr beim FVI auf die anscheinend begrenzten Möglichkeiten. Freilich sehen viele Betracher in dieser Behauptung einen krassen Widerspruch zur Verpflichtung von Ilker Aybar. Im scheinbaren Widerspruch zur Personalsituation steht die aktuelle Balinger Erfolgsbilanz: Der mit Abstand beste Neuling ist seit drei Spielen unbesiegt und möchte am Mittwoch einen Mitaufsteiger aufs Korn nehmen. Dabei ändert sich an der dünnen Kaderdecke bis zum Anpfiff und sicherlich auch bis zum folgenden Heimspiel gegen den Kehler FV (Samstag, 15.30 Uhr) nichts: Zehn Akteure muss Trainer Karsten Maier ersetzen. Während die Balinger in dieser Woche zweimal zuhause antreten, muss Illertissen zweimal auswärts ran: Drei Tage nach dem Gastspiel im Au-Stadion geht's zum TSV Crailsheim. Für den Doppelpack auf Gegners Platz legt Karl-Heinz Bachthaler die Messlatte hoch: „Aus diesen beiden Auswärtsspielen möchten wir schon etwas holen“, sagt der Coach, den die zweite Halbzeit beim 2:4 gegen die Stuttgarter Kickers „einigermaßen versöhnlich“ stimmte.
Die Statistik spricht übrigens für die TSG Balingen: Von den elf Duellen seit 2003 entschieden die Bayern nur drei für sich.



Vorbericht TSG - FV Illertissen  (04.03.09)


Im Hinspiel unterlag die TSG Balingen beim FV Illertissen mit 0:3. Doch nicht nur aus diesem Grund möchte sich der Neuling am Samstag (15 Uhr, Au-Stadion) gegen den Mitaufsteiger rehabilitieren.
Balingen gegen Illertissen - oder: Wo anfangen, wenn der Anfang schlecht war?

Nun: Am besten bei Null. Unter der Woche hatte die TSG Balingen genügend Zeit, um die ernüchternde 2:4-Niederlage beim Bahlinger SC aufzuarbeiten. Also: Schwamm drüber! Denn am Samstag Nachmittag gilt es von Neuem. Gegen den Mitaufsteiger FV Illertissen, nach Balingen zweitbester Oberliga-Neuling, erhält die TSG die Möglichkeit zur Rehabilitation. Ans Hinspiel werden sich die Kreisstädter bestimmt nicht gerne erinnern. Damals setzte es beim herben 0:3 nicht nur die erste Saisonniederlage – sondern zugleich den ersten richtigen Rückschlag nach dem Aufstieg in die Oberliga. Praktisch chancenlos waren die Schützlinge von Trainer Karsten Maier im vorigen Herbst. Illertissen spielte geduldiger und zielstrebiger und bestrafte die Fehler von Willig & Co. eiskalt. Um ein Haar hätte Illertissen am vorigen Wochenende für die erste Sensation in der Restrückrunde gesorgt. Beim mehr als achtbaren, weil vollkommen verdienten 0:0 gegen den Tabellenführer SG Sonnenhof Großaspach lag ein Sieg in der Luft. Denn die beiden besten Einschussmöglichkeiten in jener Partie verzeichneten die Hausherren. Angesichts der Transferbemühungen im Winter überrascht die Stärke der Illertäler allerdings nicht: In der Punktspielpause wurde mit Rückkehrer Saban Genisyürek (Stuttgarter Kickers) und Ilker Aybar (SSV Reutlingen) personell nachgelegt. Aybar, ein 33-jähriger Innenverteidiger, galt in Reutlingen, beim SV Darmstadt 98 und zuvor beim VfB Stuttgart 2 jahrelang als Leistungsträger und trug beim SSV zuletzt auch die Kapitänsbinde. Mit Trainersohn Holger Bachthaler, sowie Christian Weiller, Gerold Skowranek, Christian Sameisla, Oliver Wild, Klaus Dorn, Michael Hornung, Stephan Dürr oder Steffen Kuhn – um nur einige zu nennen – verfügt FV-Coach Karl-Heinz Bachthaler über gestandene Akteure, die teilweise schon höherklassig gespielt haben. Bachthaler selbst ist ein Meister des Understatements – und verweist auch in seinem zehnten Trainerjahr beim FVI auf die anscheinend begrenzten Möglichkeiten. Karsten Maier sind die Vorzüge des Gegners wohl bekannt – gleichwohl dürfte der Balinger Trainer den Besen zuallererst vor der eigenen Haustüre zur Hand nehmen. „Schließlich müssen wir uns gegenüber dem Auftaktspiel in Bahlingen verbessern – und zwar in vielen Bereichen“, teilt der Coach mit. Als ein Freund von Alibis gilt Maier seit jeher nicht. Deshalb fordert er von jedem einzelnen, dass „er sich an die eigene Nase fasst und sich hinterfragt, ob er zuletzt 100 Prozent seines Leistungsvermögens abgerufen hat.“ Bitter für den Trainer: Aus der zweiten Reihe drängt sich derzeit niemand für die Stammformation auf. Obwohl zahlreiche Akteure aus dem Oberliga-Kader eingesetzt wurden, kam die zweite Mannschaft der TSG im Bezirksliga-Heimspiel gegen den FV Meßstetten zuletzt nicht über ein 1:1 hinaus. Hinzu kommt, dass die Balinger noch längere Zeit auf die verletzten Lukas Foelsch, Marc Buchstor und Thomas Essigbeck verzichten müssen. Am besten also bei Null beginnen...



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