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Klasse Endspurt sichert 3:1 Sieg!  (24.03.07)


Fünftes Rückrundenspiel, vierter Sieg: Der Fußball-Verbandsligist TSG Balingen bezwang auch die Sportfreunde Dorfmerkingen nach einem fulminanten Endspurt mit 3:1 (1:1). „Über weite Strecken war kein Unterschied zu erkennen“, haderte Dorfmerkingens Trainer Eugen Rösch nach der 1:3-Pleite seiner abstiegsbedrohten Truppe im Au-Stadion mit dem Spielverlauf, der seiner Meinung nach gut und gerne auch in einem Unentschieden hätte münden können. Diese Einschätzung teilte Karsten Maier nicht: „Es war nicht einfach, aber wir haben uns hochverdient durchgesetzt“, sagte der Balinger Coach nach dem fünften Spiel in Folge, das seine Mannschaft ungeschlagen blieb.Dorfmerkingen gab sich schon vor dem Gastspiel an der Eyach alles andere als kleinlaut – trotz, oder gerade wegen des 1:8-Debakels in der Hinrunde. „Es gibt noch eine Rechnung zu begleichen, drei Punkte müssen her“, sagte Ausschussmitglied Thomas Weber vor dem Anpfiff. „Wir blasen lauter denn je zum Angriff, denn ein Sieg in Balingen dient als richtige Signalwirkung für die restlichen zehn Endspiele im Abstiegskampf.“ Der Dorfmerkinger Funktionär fürchtete die TSG nicht: „Gegen Laupheim musste doch ein Eigentor zum Sieg herhalten – und ein 4:0 in Hildrizhausen darf nicht überbewertet werden. Das Rasen wird brennen, wenn wir das Stadion betreten.“ Eines muss den Ostälblern zugute gehalten werden: Dorfmerkingen zeigte über 90 Minuten großen Einsatz, überschritt dabei aber sehr oft die Grenzen des Erlaubten, was sich letztlich in zwei überfälligen Feldverweisen ausdrückte. Schon nach zehn Minuten ging das Kellerkind in Führung. Nach einem Freistoß zeigte sich die Balinger Abwehr indisponiert, Giacchino Coletti bedankte sich völlig freistehend mit dem 0:1. Die TSG antwortete prompt. Einen Sahin-Freistoß verwandelte Bernd Bauer mit einem schönen Flugkopfball zum 1:1 (14.). In der Folgezeit hatte insbesondere Tobias Göbel das 2:1 auf dem Kopf. In der 43., 45., 75., 82. und 86. Minute vergab der Balinger Offensivakteur aus aussichtsreichsten Positionen. Auch Sahin (60.) und Rill (84.) konnten erstklassige Möglichkeiten nicht nutzen, sodass Dorfmerkingen trotz klarer Feldunterlegenheit auf eine Punkteteilung hoffen konnte. Zwei Minuten vor Ende der regulären Spielzeit war's um den früheren Oberligisten aber bestellt: Eine Maßflanke von Nico Willig schloss Turan Sahin mit einem beherzten 18-Meter-Flachschuss erfolgreich ab – das vielumjubelte 2:1. Göbel köpfte kurz darauf aus zwei Metern noch am Tor vorbei (89.), ehe Gerhard Rill nach Foelsch-Pass mit dem 3:1 alles klarmachte (90.+2). „Unser hohes Risiko wurde belohnt“, freute sich Karsten Maier nach dem Schlusspfiff. Balingens Trainer hatte in der Endphase alles auf eine Karte gesetzt, die defensiv ausgerichten Schelling und Bauer geopfert und die offensiven Rill und Foelsch ins Spiel gebracht. „In diesem fulminanten Endspurt wäre wohl jeder Gegner untergegangen“, meinte auch der neue TSG-Fußball-Chef Uwe Haußmann.

TSG Balingen: Raisch; Willig, Raab, Schelling (83. Foelsch), Taube, Todorovic, Sahin (90. Cus), Bauer (56. Rill), Göbel, Schreyeck, Dilucia.

Tore: 0:1 Coletti (10.), 1:1 Bauer (14.), 2:1 Sahin (88.), 3:1 Rill (90.+2).

Besonderheiten: Gelb-rote Karte für Schill (D., 90.), Rote Karte für Stankowitz (D., 81.).

Schiedsrichter: Raichel (Maichingen).

Zuschauer: 400.

 



Vorbericht TSG - SF Dorfmerkingen  (23.03.07)


Drei Spiele, sieben Zähler: Der Fußball-Verbandsligist TSG Balingen kam glänzend aus den Startlöchern. Am Samstag (15 Uhr, Au-Stadion) kreuzt der frühere Oberligist SF Dorfmerkingen auf. Die Winterpause haben die Balinger Fußballer offenbar bestens genutzt. Denn in allen drei Partien im neuen Jahr (2:2 in Au, 1:0 gegen Laupheim, 4:0 in Hildrizhausen) überzeugte die Elf von Trainer Karsten Maier. Kein Wunder, dass der aktuelle Tabellenfünfte bereits nach dem nächsten „Dreier“ schielt: Gegen Dorfmerkingen, das in der Hinrunde mit sage und schreibe 8:1 bezwungen wurde, gelten die Hausherren als Favorit. "Die Abwehr steht – und in der Offensive sind wir schwer ausrechenbar“, stellt Karsten Maier fest. Dem Balinger Coach fehlen am Samstag allerdings fünf Spieler: Alexander Neagos hat einen sechsmonatigen USA-Aufenthalt angetreten, Sebastian Gekeler, David Mayer, Igor Idjakovic und Martin Cus fallen verletzt aus. Kontrahent Dorfmerkingen ist mitnichten zu verachten. Denn die Ostälbler finden sich nach Meinung vieler Experten völlig überraschend im Tabellenkeller wieder. Einer, der diese Einschätzung teilt, ist Karsten Maier: „Es ist mir unerklärlich, dass diese Mannschaft gegen den Abstieg ankämpfen muss“, sagt Balingens Trainer, der darauf verweist, dass sich die Dorfmerkinger nach der Winterpause gefangen hätten: Die Unentschieden (jeweils 1:1) gegen Laupheim und Hildrizhausen und die knappe 0:1-Pleite beim heimstärksten Ligateam in Fellbach – im übrigen mit verschossenem Elfmeter – seien respektable Resultate. „Das wird kein Spaziergang“, warnt Maier seine Auserwählten vor einer lässigen Gangart. Und, so kurios es sich anhöre, schon beim 8:1-Kantersieg in der Hinrunde habe der Gegner eine Halbzeit lang auf einer Augenhöhe gelegen. Maier: „Wenn Dorfmerkingen das durchaus mögliche 2:2 macht, geht das Spiel eventuell verloren.“
Nach dem 0:1 in Fellbach haderte Sportfreunde-Übungsleiter Eugen Rösch einmal mehr mit seinen Offensivkräften: „In den letzten beiden Spielen haben wir tausendprozentige Torchancen vergeben, jetzt verschießt Trouerbach einen Elfmeter. Uns fehlt momentan das nötige Glück, zum Beispiel wenn es im gegnerischen Strafraum ein Gewühle gibt aber keiner da ist, der den Ball mal über die Linie drückt.“ Von der Besetzung her müssten die Dorfmerkinger ein ausreichendes Maß an Qualität aufbieten. Sven Trouerbach, Thorsten Möhl, Olaf Saur oder Stefan Schill haben bereits höherklassig gespielt, die übrigen Akteure stammen großteils ebenfalls aus den Talentschmieden des VfR Aalen oder VfB Stuttgart. Auf die Probleme beim Gegner möchte die TSG keine Rücksicht nehmen. „Dorfmerkingen darf punkten, sobald dieser Spieltag vorüber ist“, meint Karsten Maier und verweist auf die gute Serie, die sein Team in der Rückrunde aufweist: Das Ditzinger 4:1 kurz vor der Winterpause mit eingeschlossen, hat die TSG nun zehn Punkte und 11:3 Tore in der Rückrunde gesammelt. „Diese Bilanz ist Ansporn und Verpflichtung zugleich“, weiß der Coach.



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