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TSG schafft Sensation in Walldorf!  (14.08.08)


Die Sensation ist perfekt: Beim Titelanwärter FC Astoria Walldorf gewann der Oberliga-Aufsteiger TSG Balingen gestern Abend mit 2:1 (0:0). Jörg Schreyeck und Tobias Göbel trafen für den Neuling. Zwei Spiele, zwei Siege: Die TSG ist in der noch jungen Saison die Oberliga-Mannschaft der Stunde. Gegenüber dem 4:0 gegen Durlach nahm der Balinger Trainer Karsten Maier eine Änderung vor: Für Lukas Foelsch rückte Bernd Bauer in die Startelf. Die erste Minichance verzeichneten die Balinger: Nach drei Minuten spielte Tobias Göbel den Ball in den Lauf von Turan Sahin, doch blieb der erfolgreichste TSG-Torschütze der vorigen Runde an Kai Mühlbauer hängen. Der Titelfavorit zeigte durchaus Respekt vor der TSG: „Balingen schätze ich als sehr unbequem, zweikampfstark und gefährlich in der Offensive ein“, warnte der FC Astoria-Manager Andreas Gaber, der zudem wissen ließ, dass Walldorf mit seinem derzeit verletzten Kapitän Sascha Theres (34) den „Kopf der Mannschaft“ ersetzen müsse. Astoria-Trainer Roland Dickgießer wollte dies freilich nicht als Entschuldigung gelten lassen: „Wir haben den Kader extra so breit aufgestellt, dass wir auch markante Ausfälle kompensieren und dennoch um die Spitzenplätze mitspielen können.“
Walldorf agierte in der Tat sehr ballsicher, allerdings versteckten sich die Balinger nicht und brachten ebenfalls gefährliche Vorstöße zustande. Den ersten Torschuss gaben die Hausherren nach 17 Minuten ab. Sebastian Kellner parierte gegen Philipp Emig aber ohne Probleme. Auch einen Kopfball von Manuel Kaufmann konnte der TSG-Keeper entschärfen (27.). Dann aber wieder die Maier-Elf: Göbel verlängerte in der Luft zu Felice Dilucia und der köpfte dem Astoria-Schlussmann Thomas Hillenbrand genau in die Arme (32.). Bemerkenswert gut klappte beim Neuling aus Balingen das Umschalten von Abwehr auf Angriff: Sofort nach der Balleroberung spielten die Gäste druckvoll nach vorn und brachten den Favoriten oftmals in arge Verlegenheit. Nach der Pause erwischte der Aufsteiger einen Traumstart. Aus gut 25 Metern zog Jörg Schreyeck fulminant ab und das Leder zischte unhaltbar halbhoch ins linke Toreck – das 0:1 (47.). Beim Astoria-Anhang wuchs nun zunehmend die Ungeduld, die Fans brachten ihren Unmut teils sehr lautstark zum Ausdruck. Walldorfs bis dahin beste Möglichkeit hatte Björn Weber, dessen Schuss aus 18 Metern von Kellner über die Latte gelenkt wurde (60.). Ein Elfmeter musste schließlich für den Ausgleich herhalten. Martin Cus zog im Strafraum Michael Kettenmann Richtung Boden, den fälligen Strafstoß verwandelte Marcel Löbich, obwohl Kellner die Ecke geahnt hatte (67.). Um ein Haar ging der Favorit wenig später in Führung, aber Sebastian Kellner parierte gegen Steffen Krohne aus kurzer Distanz mit Bravour (73.).
Es entwickelte sich nun ein offener Schlagabtausch mit sehenswerten Aktionen hüben wie drüben. Die Maier-Elf kämpfte aufopferungsvoll, rackerte sich unermüdlich ab und zeigte eine erneut weit überdurchschnittliche Mann〜schaftsleistung. Lukas Foelsch hatte den zweiten TSG-Treffer auf dem Schlappen. Klasse von Göbel in Szene gesetzt, machte der Youngster frei vor Hillenbrand im Prinzip alles richtig, schob das Leder aber haarscharf am langen Pfosten vorbei (81.). Wenig später schockte der Gast den Titelfavoriten vollends. Nach einer Kombination von Foelsch über Sahin traf Göbel mit einem Seitenfallrückzieher zum 1:2 (83.). Praktisch im Gegenzug hielt Kellner gegen Jaizay (84.). Schreyeck vergab bei einem Konter die Vorentscheidung (88.), dann traf Walldorfs Krohne die Balinger Querstange (89.). Am Samstag (15.30 Uhr, Au-Stadion) bestreitet die TSG ihr zweites Heimspiel in der laufenden Runde. Gegner ist der Bahlinger SC, der vor zwei Jahren schon einmal in der Kreisstadt aufkreuzte. Zur Erinnerung: Das damalige Relegations-Rückspiel verloren die Balinger vor 3000 Zuschauern mit 1:2. Nach der 0:1-Niederlage im Hinspiel stiegen 2006 somit die Kicker vom Kaiserstuhl in die Oberliga auf. Das nächste Auswärtsspiel führt die TSG nächste Woche (Samstag, 23. August, 15.30 Uhr) zum Mitaufsteiger FV Illertissen.



Vorbericht Astoria Walldorf - TSG  (12.08.08)


Oberliga – Klappe, die zweite: Am Mittwoch (Beginn 19 Uhr) spielt die TSG Balingen beim Titelanwärter FC Astoria Walldorf. Trotz des Auftaktsieges gegen Durlach ist der Aufsteiger krasser Außenseiter. Das Duell geht weiter: Im Kampf Feierabend- gegen Halbprofifußballer schlägt die TSG Balingen am Mittwoch das nächste Kapitel auf. Der Neuling misst sich in seinem ersten Auswärtsspiel mit dem FC Astoria Walldorf. Der Hoffenheim-Ableger, der als Aufsteiger in der vorigen Runde lange an den Quali-Plätzen zur Regionalliga schnupperte, ist haushoher Favorit. Vor der neuen Spielrunde haben die ebenfalls von Dietmar Hopp gesponserten Walldörfer noch weiter aufgerüstet – und zwar mit dem „Who is who“ der Verbandsliga Nordbaden: Torjäger Julian Jaizay (Pforzheim), Phil Weimer (Spvgg Oberhausen), Steffen Krohne, Philipp Ehmig, Christopher Hiller (alle TSG Weinheim) und auch Marcel Löbich vom Drittligisten SV Sandhausen kamen hinzu. In der Vorbereitung bezwang die Mannschaft von Ex-Waldhof-Profi Roland Dickgießer unter anderem den Bundesligisten Eintracht Frankfurt mit 1:0.
Als herausragende Spielerpersönlichkeiten gelten der Torhüter Thomas Hillenbrand (war u. a. schon beim Hamburger SV), die Abwehrspieler Kai Mühlbauer und Sascha Theres, die Mittelfeldakteure Sebastian Gau, Marcel Löbich und Manuel Kaufmann, sowie aus der „Abteilung Attacke“ Sven Eller und Heiko Throm.
Der regionalligaerfahrene Löbich steckt das Saisonziel hoch: „Wir wollen oben mitspielen. Die Mannschaft ist sehr gut bestückt für die Oberliga und hat durchaus das Potenzial, ganz vorne mit dabei zu sein.“ Beim 2:2 der Walldörfer am ersten Spieltag bei der SG Sonnenhof Großaspach gewann der Balinger Trainer Karsten Maier einen starken Eindruck vom heutigen TSG-Gastgeber: „In jedem Mannschaftsteil verfügt Walldorf über Spieler mit überdurchschnittlicher Qualität.“ Bange machen gilt dennoch nicht, denn die Balinger setzen zum einen auf ihre mannschaftliche Geschlossenheit und zum anderen auf den Überraschungseffekt: „Auch diese Begegnung beginnt bei 0:0. Wenn wir konzentriert und couragiert auftreten, werden wir unsere Chancen bekommen“, meint Maier.
Die Balinger können am Mittwoch ihre Wunschformation aufbieten, denn alle Akteure, die beim überraschenden 4:0-Auftaktsieg gegen Durlach mitgewirkt haben, stehen zur Verfügung. Zudem drängte sich in den Pokalspielen der zweiten Mannschaft Erik Raab auf, der sich nach seinem Mittelfußbruch auf dem Weg zu alter Stärke befindet. „Mit Vollgas und Leidenschaft“, fordert Maier, müsse die TSG beim hohen Favorit zu Werke gehen – um dann „im entscheidenden Moment da zu sein.“ Die grundsätzliche Perspektive in der Oberliga stehe und falle mit der Laufarbeit, ist der Balinger Trainer überzeugt. Dass sich sein Team gegenüber dem „viel zu hoch ausgefallenen Sieg gegen Durlach“ (O-Ton Maier) steigern müsse, verstehe sich von selbst – und sei sich auch jeder bewusst. „Wir müssen variabler spielen, manchmal auch geduldiger und jede nur denkbare Nachlässigkeit des Gegners bereits im Ansatz erahnen.“
Die TSG-ler fahren um 13.45 Uhr mit dem Mannschaftsbus los. Einige Plätze für Schlachtenbummler sind noch frei. Treffpunkt ist wie immer auf dem Parkplatz beim Au-Stadion.



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