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10. April: TSG erkämpft sich Punkt in doppelter Unterzahl!


Eine kämpferische Glanzleistung verhalf der TSG Balingen zum 0:0 beim TSV Schwieberdingen. Der Verbandsliga-Spitzenreiter spielte eine Halbzeit lang mit zwei Mann weniger. Aus diesem Holz sind normalerweise Meister geschnitzt. Auf jeden Fall aber echte Kerle: In zweifacher Unterzahl brachte die TSG Balingen gestern beim Verfolger TSV Schwieberdingen ein 0:0 über die Zeit - und besaß sogar Siegchancen. "Eine unglaubliche Energieleistung. Mit dieser Einstellung verdrängt uns keiner von der Spitze", jubelte Betreuer Harald Kraus, der wie die zahlreich mitgereisten Balinger Schlachtenbummler lange zittern musste, ehe der allerdings hoch verdiente Teilerfolg endlich unter Dach und Fach war. Ins Rampenlicht spielte sich der komplett indisponierte Schiedsrichter Franz Köteles. Der Reutlinger Referee (O-Ton Kraus: "Den habe ich noch nie so schlecht gesehen) stellte nacheinander die Balinger Nenad Nikolic (Rote Karte wegen Meckerns) und Erik Raab (gelb-rot wegen Ball wegschlagen) vom Platz, verteilte zudem 17 Gelbe Karten (davon zwölf an die TSG) und handelte regelwidrig, als er unmittelbar zuvor einen Schwieberdinger nur verwarnte. Dessen brutales Foul an Nico Willig hätte mit "rot" geahndet werden müssen - so die einhellige Meinung; und zwar nicht nur der Balinger Zuschauer. Der TSG-Spielführer wurde mit dem Ellbogen im Gesicht getroffen und trug eine klaffende Platzwunde davon, die noch gestern im Krankenhaus genäht werden musste. Die TSG trotzte der Willkür - und überstand die Spitzenpartie nahezu ohne weiteren Kratzer. Bitterer Nachgeschmack: Kreativspieler Nikolic fehlt Balingen im Topduell gegen Großaspach - es sei denn, der Verein hat mit einem Gnadengesuch Erfolg und der Spieler würde nur eine Geldstrafe erhalten. Die besten Möglichkeiten der Schwieberdinger vereitelte ein glänzend aufgelegter TSG-Keeper Bülent Pesket, der oftmals Kopf und Kragen riskierte, mit Fußabwehr klären konnte, oder sich beherzt in die Schüsse warf. Doch auch sein Gegenüber Andreas Kummer hatte alle Hände voll zu tun. Denn selbst in doppelter Unterzahl versteckte sich die bravourös kämpfende TSG nicht. Gute Chancen ließen Turan Sahin (15., 25., 37. Minute), Peter Kimmerle (38.), Vitali Heinrich (67.) und Jörg Schreyeck (70.) aus. Zudem versagte Köteles dreimal einen Elfmeterpfiff: Einmal für die Hausherren - nach einem Foul des Balingers Bernd Schelling (48.), schließlich noch für die Gäste, als Sahin (25.) und Heinrich (83.) im Strafraum gelegt wurden. Diesen Samstag steigt nun das Spitzenspiel zwischen der TSG und ihrem schärfsten Verfolger SG Sonnenhof-Großaspach (Anpfiff 15.30 Uhr, Au-Stadion), die mit zwei Spielen im Rückstand ist und nur zwei Zähler weniger aufweist. Geht es nach Laupheims Trainer Harry Brobeil, so sind die Gäste klarer Favorit: "Der künftige Meister wird in der Nähe von Backnang zu Hause sein", sagte der Olympia-Coach am Wochenende. "Was er mit dieser Aussage bezwecken will, ist mir ein Rätsel", wundert sich TSG-Trainer Karsten Maier über die Einschätzung des Laupheimer Kollegen, bei dem aber wohl der Frust aus der 1:2-Niederlage zum Rückrundenstart im Au-Stadion immer noch tief sitzt. Großaspach setzte seinen Siegeszug derweil am Wochenende fort: Die TSF Ditzingen wurden klar mit 4:0 abserviert. Zudem reist die SG mit der Empfehlung, beste Auswärts-Mannschaft der Liga zu sein, nach Balingen. Doch dort trifft das Team von Trainer Herbert Bentz auf die bislang erfolgreichste Heimelf. Für Brisanz ist gesorgt.
TSG Balingen: Pesket; Willig, Lenhart (57. Krämer), Schelling, Link, Schreyeck, Todorovic, E. Raab, Kimmerle (63. Heinrich), Nikolic, Sahin (80. Gasparovic).
Tore: Fehlanzeige.
Schiedsrichter: Franz Köteles (Reutlingen).
Besonderheiten: Rote Karte für Nikolic (45. Minute); gelb-rot für E. Raab (44., beide Balingen).
Zuschauer: 400.
Nächstes Spiel: TSG - SG Sonnenhof-Großaspach (Samstag, 16. April, 15.30 Uhr, Au-Stadion).  
 



8. April: Vorbericht Schwieberdingen - TSG


Spitzentanz für die TSG Balingen: Nach dem 2:0 im Nachholspiel in Schönaich gastiert der Verbandsliga-Tabellenführer am Sonntag (15 Uhr) beim Tabellenvierten TSV Schwieberdingen. Das wird eine ganz harte Nuss: Balingens Gastgeber TSV Schwieberdingen ist derzeit Vierter - und schielt zumindest auf den Relegationsplatz. Um dieses Ziel zu erreichen, muss der kecke Aufsteiger am Sonntag gewinnen - so wie beim jüngsten, ungefährdeten 4:2 gegen Balingen-Bezwinger FC Frickenhausen.
Dass ein Newcomer die Liga derart aufmischt, überrascht nur auf den ersten Blick. Denn bei genauerem Hinsehen wird klar: Der Schlüssel zum Schwieberdinger Erfolg liegt im Transfergeschäft. Während der Sommerpause waren die Verantwortlichen beim Turn- und Sportverein von allen Neulingen in Sachen Neuverpflichtungen am aktivsten und zogen einige Hochkaräter an Land. Besonders in der Oberliga wurde kräftig gewildert. Mit Kummer, Lang, Beck (alle SGV Freiberg) und Dense (Spvgg Ludwigsburg) wechselten vier Akteure aus dem baden-württembergischen Oberhaus in die Schwieberdinger Felsenberg-Arena. Kein Zweifel: Schwieberdingen verfügt über eine abgezockte Truppe, deren Spezialität knappe Resultate - mit meist positivem Ausgang - sind. Als Spielertrainer fungiert ebenfalls ein bekannter Ex-Profi: Gianni Covelli, mittlerweile 34, der früher bei den Stuttgarter Kickers und später in Ditzingen und Ludwigsburg kickte, muss am Sonntag lediglich auf den rot-gesperrten Adam Adamos verzichten. Ansonsten hat er alle Mann an Bord. Covelli, nun im fünften Jahr in Schwieberdingen tätig, gilt als Vater und Motor des rasanten Aufstiegs eines Vereins, der jahrelang ein Schattendasein im (Fußball-)Großraum Ludwigsburg/ Freiberg/ Ditzingen geführt hatte. Spitzenreiter TSG Balingen hat den Schwieberdinger Aufschwung wohl registriert - Trainer Karsten Maier, dessen Team im Hinspiel mit 2:1 (TSG-Tore durch Sahin und Heinrich) die Oberhand behielt, sagt aber auch: "Wir verstecken uns nicht und werden alles dafür tun, damit Schwieberdingen nicht näher an die Spitze heranrückt." Dem Gegner zollt der TSG-Übungsleiter Respekt: "Eine gute, erfahrene Truppe", urteilt Maier, der auf die geballte Ansammlung gestandener Spieler verweist. Mit einem klassischen Aufsteiger habe der TSV jedenfalls nicht viel gemein. Das jüngste 2:0 im Nachholspiel in Schönaich steckt der Balinger Coach in die Schublade "Arbeitssieg": Knapp, aber verdient habe sich seine Elf durchgesetzt, stellt der 35-Jährige trocken fest. Den Kader vom Mittwoch ergänzen wird am Sonntag eventuell der zuletzt angeschlagene Gerhard Rill. Ansonsten vertraut Karsten Maier auf das Aufgebot, das mit dem "Dreier" am Schönbuchrand den ersten Tabellenplatz verteidigte. Für Schlachtenbummler besteht erneut Mitfahrgelegenheit im Mannschaftsbus. Abfahrt ist am Sonntag um 11.30 Uhr beim Au-Stadion. 



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Alle Spiele / Spielberichte der TSG der Saison 04/05

(Klick führt zum jeweiligen Spielbericht)

17.08. Reutlingen (H) 0:1
21.08. Schönaich (H) 1:0
28.08. Laupheim (A) 4:0
04.09. Schorndorf (H) 1:0
11.09. Dorfmerk. (A) 1:1
18.09. Frickenh. (H) 6:2
26.09. Ditzingen (A) 1:1
02.10. Schwieberd. (H) 2:1
10.10. Sonn./Asp. (A) 1:2
16.10. FC Wangen (H) 2:1
23.10. Illertissen (A) 1:2
30.10. Au/Iller (H) 3:0
06.11. Rottweil (A) 0:0
13.11. Kirchheim (H) 1:2
20.11. Metzingen (H) 2:0
28.11. Böblingen (A) 2:2
27.02. Schönaich (A) 0:2
05.03. Laupheim (H) 2:1
12.03. Schorndorf (A) 0:1
19.03. Dorfmerk. (H) 0:1
24.03. Frickenh. (A) 1:0
02.04. Ditzingen (H) 2:0
10.04. Schwieberd. (A) 0:0
16.04. Sonn./Asp. (H) 0:2
23.04. FC Wangen (A) 1:0
30.04. Illertissen (H) 1:1
07.05. Au/Iller (A) 0:3
13.05. Rottweil (H) 2:1
21.05. Kirchheim (A) 0:2
28.05. Metzingen (A) 2:0
04.06. Böblingen (H) 4:0
11.06. Emmend. (H) 1:1
18.06. Emmend. (A) 0:1