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12. März: Sieg in Schorndorf


Zwei Spiele, zwei Siege: Fußball-Verbandsligist Balingen ist optimal in die Rückrunde gestartet. Bei der abstiegsbedrohten SG Schorndorf gewann der Tabellenführer mit 1:0 (1:0). "So etwas habe ich noch nie erlebt", schildert Karsten Maier die Vorkommnisse rund ums Auswärtsspiel beim Aufsteiger SG Schorndorf. Der Trainer der TSG Balingen spielt auf die ungewöhnlichen Umstände der Partie an: Bei der Hinfahrt wurde der TSG-Tross zur Umkehr bewogen, nachdem sowohl die Schorndorfer als auch die Verbands-Offiziellen zur (späten) Einsicht kamen, dass das Spiel witterungsbedingt abgesagt werden sollte. Weitere 20 Minuten später, der Mannschaftsbus befand sich bereits auf der Rückfahrt, die überraschende Wende: "Auf einmal sollte doch gespielt werden", erläutert Maier, dessen Team somit erneut umdrehte und leicht verspätet in Schorndorf eintraf. Das Bild, das sich dem Team des Spitzenreiters dort bot, könnte auf einem weit entfernten Planeten aufgenommen worden sein: Ein rote Schlamm-, Schnee- und Eiswüste, die sich während der 90 Spielminuten in ein schmieriges Geläuf verwandeln sollte. Schiedsrichter Schaal (Mössingen) pfiff das Spiel auf dem Hartplatz bei praktisch "irregulären Verhältnissen" (O-Ton TSG-Funktionär Rolf Niggel) dennoch an. "Spielerische Elemente kamen natürlich zu kurz", gesteht Niggel, der dennoch eine überlegene TSG sah: Der Spitzenreiter hatte mehr Spielanteile, durch Robert Gasparovic (9. Minute) auch die erste dicke Chance, doch der Balinger Stürmer traf nur den Pfosten. Das Tor des Tages fiel nach 42 Minuten: Routinier Mario Lenhart, der eine starke Leistung ablieferte, zirkelte einen 18-Meter-Freistoß geschickt um die Mauer und das Leder zischte unhaltbar zum 1:0 für den Tabellenführer in die Maschen. "Das war eine Befreiung, denn zuvor haben wir es versäumt, aus unserer Überlegenheit Kapital zu schlagen", analysierte Karsten Maier. Im zweiten Durchgang mühte sich der abstiegsbedrohte Hausherr redlich, kam lange Zeit aber nicht zu einer klaren Torchance. Das sollte sich in der 82. Minute ändern: Nach einem langen Ball wusste sich Kapitän Nico Willig nur mit einem Foulspiel im eigenen Strafraum zu wehren, Schiri Schaal zögerte keinen Moment und entschied auf Notbremse - rote Karte für Willig und Elfmeter für Schorndorf. SG-Spielführer Andreas Kocijan jagte das Leder allerdings gut und gerne drei Meter übers Balinger Tor. Balingen verwaltete seinen Vorsprung in den Schlussminuten souverän und verbuchte somit neuerliche drei Zähler auf dem Weg zum großen Ziel: Aufstieg in die Oberliga. Der Vorsprung auf Ex-Tabellenführer Olympia Laupheim, dessen Partie in Dorfmerkingen wie alle weiteren Spiele der Verbandsliga abgesagt wurde, beträgt nun vier Zähler. Und zum nächsten Spitzenspiel empfängt die Maier-Elf am Samstag (15 Uhr, Au-Stadion) den Ex-Oberligisten SF Dorfmerkingen. "Darauf freuen wir uns", sagte Karsten Maier - und hofft auf eine ähnlich gute Kulisse wie gegen Laupheim (1100 Fans) - und einen ebenso positiven Ausgang.
TSG Balingen: Chatzikiriakos; Willig, Krämer, Taube, Link, Schelling, Lenhart, Heinrich (85. Lanna), Gasparovic (66. Nikolic), Dilucia (80. Todorovic), Rill.
Tor: 0:1 Lenhart (42.).
Besonderheiten: Rote Karte für Willig (B., 82.). Kocijan (S.) verschießt Foulelfmeter (82.).
Schiedsrichter: Schaal (Mössingen).
Zuschauer: 250.
Nächstes Spiel: TSG Balingen - SF Dorfmerkingen (Samstag, 19. März, 15 Uhr, Au-Stadion).  
 



11. März: Vorbericht SG Schorndorf - TSG


Zu Wochenbeginn sah's schlecht aus. Ganz schlecht sogar. "Alle Plätze waren höchstens zum Wintersport zu gebrauchen", berichtete Schorndorfs stellvertretender Abteilungsleiter Dietmar Welte. Gestern nun signalisierte er: "Wir wollen unbedingt spielen. Zwischenzeitlich konnte der Hartplatz von Schnee und Eis befreit werden." Wo nun noch das Problem liegt? Es haben sich riesige Wasserlachen auf dem Spielfeld gebildet, erläutert Welte, der auf die Fortsetzung des Tauwetters hofft. Denn: "Wenn der Boden nicht mehr gefroren ist, kann das Wasser abfließen." Eine Entscheidung fällt übrigens nicht vor Freitag abend. Dann wird ein Verbandsmitarbeiter den Zustand des Platzes in Augenschein nehmen - und die Ampel auf grün oder rot stellen. Keine Frage aber ist: Schorndorf möchte unbedingt antreten und erhofft sich auf sch(m)wierigem Gelände einen Vorteil gegen den technisch beschlageneren Gegner. Sollte gekickt werden, käme das Balingens Trainer Karsten Maier aber auch sehr gelegen: "Natürlich wollen wir nach dem Sieg gegen Laupheim nun nachlegen", sagt er. In der Hinrunde hatte die TSG mit 1:0 die Nase vorn. Der aktuelle Tabellendrittletzte wehrte sich zwar tapfer, kassierte in der 43. Minute aber das entscheidende Gegentor. "Wir haben seinerzeit etliche Chancen ausgelassen", erinnert sich Maier - ist aber überzeugt: "In der Entwicklung müssten wir einiges weiter sein als die Schorndorfer." Die Spielgemeinschaft ging 1992 aus der Fusion der Vereine TuS und VfL Schorndorf hervor. 1996 folgte mit dem Abstieg in die Bezirksliga ein erster Rückschlag, doch erholte sich die SG, kehrte 1999 in die Landesliga zurück und schaffte im vorigen Jahr sogar den Sprung in die Verbandsliga. Der gelang allerdings unter glücklichen Umständen: Die Schorndorfer unterlagen im Relegationsspiel gegen den Verbandsligisten TSF Ditzingen mit 0:2, stiegen aber auf, weil der Verbandsliga-Vizemeister Heidenheimer SB mit dem Aufstieg in die Oberliga einen Verbandsliga-Platz frei machte. Die SG, die sich zur Rückrunde mit drei Akteuren verstärkt hat, konnte in der Wintervorbereitung mit guten Resultaten aufwarten. Unter anderem wurden Oberligist Normannia Gmünd (2:1), Ligakonkurrent VfL Kirchheim und die Bundesliga-A-Junioren des SSV Ulm 1846 (jeweils 4:2) bezwungen. Das Punktspieljahr 2004 hatte der Aufsteiger allerdings mit vier Niederlagen in Folge beendet - und steht gegen Balingen entsprechend unter Druck. TSG-Trainer Karsten Maier muss morgen umstellen: Angreifer Tobias Göbel fällt, wie berichtet, mit einem Mittelfußbruch mehrere Wochen aus. Dafür kehren vermutlich Mario Lenhart und Ivan Todorovic aus dem Krankenstand zurück. "Ich habe mehrere Varianten im Kopf", lässt sich Maier allerdings nicht in die Karten schauen. Sollte - entgegen der jetzigen Erwartung - doch nicht gespielt werden, lässt Maier übrigens trainieren. "Damit wir im Rhythmus bleiben", sagt der Coach des frischgebackenen Tabellenführers, der seinen hart erarbeiteten Sonnenplatz in Schorndorf "ohne Wenn und Aber" verteidigen möchte. Für Schlachtenbummler besteht Mitfahrgelegenheit im Mannschaftsbus. Abfahrt ist am Samstag um 11.15 Uhr beim Au-Stadion.



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Alle Spiele / Spielberichte der TSG der Saison 04/05

(Klick führt zum jeweiligen Spielbericht)

17.08. Reutlingen (H) 0:1
21.08. Schönaich (H) 1:0
28.08. Laupheim (A) 4:0
04.09. Schorndorf (H) 1:0
11.09. Dorfmerk. (A) 1:1
18.09. Frickenh. (H) 6:2
26.09. Ditzingen (A) 1:1
02.10. Schwieberd. (H) 2:1
10.10. Sonn./Asp. (A) 1:2
16.10. FC Wangen (H) 2:1
23.10. Illertissen (A) 1:2
30.10. Au/Iller (H) 3:0
06.11. Rottweil (A) 0:0
13.11. Kirchheim (H) 1:2
20.11. Metzingen (H) 2:0
28.11. Böblingen (A) 2:2
27.02. Schönaich (A) 0:2
05.03. Laupheim (H) 2:1
12.03. Schorndorf (A) 0:1
19.03. Dorfmerk. (H) 0:1
24.03. Frickenh. (A) 1:0
02.04. Ditzingen (H) 2:0
10.04. Schwieberd. (A) 0:0
16.04. Sonn./Asp. (H) 0:2
23.04. FC Wangen (A) 1:0
30.04. Illertissen (H) 1:1
07.05. Au/Iller (A) 0:3
13.05. Rottweil (H) 2:1
21.05. Kirchheim (A) 0:2
28.05. Metzingen (A) 2:0
04.06. Böblingen (H) 4:0
11.06. Emmend. (H) 1:1
18.06. Emmend. (A) 0:1