(07433) 955 88 96

Spielberichte und News

TSG Balingen

Weihnachtsgruß des WFV-Präsidenten

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Fußballfreunde in Württemberg,

das Jahr 2017 hat uns in vielerlei Hinsicht gefordert und deshalb ist es mir zunächst ein großes Anliegen, mich bei unseren vielen ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, bei den Kolleginnen und Kollegen in den Verbandsgremien und bei der hauptamtlichen Belegschaft in unserer Geschäftsstelle sowie im sportlichen Bereich für ihr ausgesprochen großes Engagement und die konstruktive Zusammenarbeit ganz herzlich zu bedanken. Wir haben in den vergangenen Monaten einige Veränderungen in der hauptamtlichen Belegschaft zu verzeichnen. Es ist uns gelungen, die altersbedingt ausgeschiedenen Kolleginnen und Kollegen adäquat zu ersetzen und ich bin überzeugt davon, dass unsere „Neuzugänge“ gut in unser Team passen. Die größte Herausforderung für uns bleibt es, kompetente und engagierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für unsere gemeinsame Sache zu gewinnen. Unsere Vereine wissen genau, wovon ich spreche. Ich bin sehr zuversichtlich, dass wir hier – mit Blick auf den Verbandstag am 12. Mai 2018 – auf einem sehr guten Weg sind.

Wie Sie wissen, haben wir im Vorstand beschlossen, unsere Vereine in ihren Bemühungen um eine gute Jugendarbeit spürbar zu unterstützen. Immerhin 1.229 unserer insgesamt 1.757 Vereine haben in der Saison 2017/18 mindestens eine Mannschaft im Bereich der A- bis D-Jugend im Spielbetrieb und leisten damit einen großen Beitrag sowohl zur Persönlichkeitsentwicklung von Kindern und Jugendlichen als auch für unsere Gesellschaft. Es war uns insofern ein großes Anliegen, dieses Engagement besonders zu honorieren und bei den Vereinen mit aktiver Jugendarbeit einmalig auf die Erhebung des Spielklassenbeitrages für die laufende Saison zu verzichten. Es haben mich zahlreiche Dankschreiben von Vereinen erreicht, die mir zeigen, dass wir mit dieser Unterstützungsmaßnahme richtig liegen. In diesem Zusammenhang möchte ich auch den Dank an unsere Partner und Sponsoren richten, die durch ihre Unterstützung viele Aktivitäten erst möglich machen.

Seit zwei Wochen liegt ein Abschlussbericht der Kommission zur Überprüfung unserer Spielklassenstruktur vor. Diesen haben wir kürzlich unserem Beirat vorgestellt. Es haben sich dabei alle Beteiligten mit ihrer jeweiligen Erfahrung eingebracht, wofür ich ein großes „Danke!“ sagen möchte. Aus meiner Sicht bieten uns die vorliegenden Ergebnisse und Erkenntnisse nun die Möglichkeit, in einem nächsten Schritt unsere Strukturen zu überprüfen und die Weichen für den Spielbetrieb in der Zukunft zu stellen. Dies war klar formulierter Auftrag des Verbandstages 2015. Nun liegt es an uns, diese Chance zu nutzen und dem Verbandstag im kommenden Jahr einen entsprechenden Antrag vorzulegen.

Von Nord nach Süd, von West nach Ost, insgesamt 2.100 Kilometer weit war die Strecke für unsere zwölf Vereinsdialoge im Jahr 2017. Wir haben zugehört, gelernt, vermittelt und ein Gespür entwickelt für die Herausforderungen, die unsere Vereine in ihrer täglichen Arbeit zu bewältigen haben. Nicht immer gelingt es dabei, ein Problem sofort zu lösen. Für mich ist entscheidend, dass ein Verband seine Vereine sportpolitisch vertreten kann und die Rolle eines kompetenten Dienstleisters einnimmt. Dazu ist es unabdingbar, sich auf Augenhöhe zu begegnen und ich kann nur an alle Beteiligten auf Vereins- und Verbandsseite ein Dankeschön dafür adressieren, dass uns dies im Dialog gelungen ist.

Mit einer eindrucksvollen und gleichzeitig sensiblen Kulisse haben die Fußballfans in Württemberg bewiesen, dass die Begeisterung im Südwesten einzigartig ist. Das ausverkaufte WM-Qualifikationsspiel gegen Norwegen in der Stuttgarter Mercedes-Benz-Arena Anfang September war ein Beleg für den Fußballstandort Stuttgart und hat darüber hinaus in Richtung der EURO-Bewerbung 2024 ein dickes Ausrufezeichen gesetzt.  Auch mit der erfolgreichen Ausrichtung drei weiterer Länderspiele haben wir unsere organisatorische Leistungsfähigkeit unterstrichen. Wir waren Gastgeber für die DFB-U21 im GAZi Stadion auf der Waldau sowie für die DFB-U18 und die Frauen-Nationalmannschaft in der Mechatronik-Arena in Großaspach. Zudem haben wir den „Futsal-4-Nations-Cup“ in der Ratiopharm-Arena Ulm/Neu-Ulm ausgerichtet. Solche Großereignisse zu stemmen ist nur mit einer kompetenten, motivierten Mitarbeiterschaft möglich. Es ist schön für mich zu sehen, dass wir hier besonders gut aufgestellt sind und dies hoch angesehen wird.

In diesem Zusammenhang richte ich auch gerne den Blick auf unsere Profivereine in Württemberg. Mit dem Wiederaufstieg in die höchste deutsche Spielklasse ist der VfB Stuttgart gefühlt wieder „zu Hause“.  Die Fans haben zu dieser Entwicklung in entscheidendem Maße beigetragen. Diese Begeisterung spüren wir zudem deutlich bei der Mitgliederentwicklung. Für unseren Verband ist diese Strahlkraft von großer Bedeutung. Der 1. FC Heidenheim hat sich in einer sehr leistungsstarken 2. Bundesliga etabliert und arbeitet hoch professionell. Dem VfR Aalen hat nach den wirtschaftlichen Schwierigkeiten der vergangenen Jahre kaum ein Experte diese sportlich herausragende Rolle in der 3. Liga zugetraut und auch der „Dorfclub“ SG Sonnenhof Großaspach überrascht Jahr für Jahr alle Kritiker. Mit den Strukturen der Regionalligen beschäftigen wir uns ohnehin intensiv. Dies betrifft die Stuttgarter Kickers, den SSV Ulm 1846 und den VfB Stuttgart II in besonderem Maße. Über den ständigen, konstruktiven Austausch mit den Verantwortlichen unserer Vereine bin ich sehr froh.

Eine kleine Fußball-Sensation war der Sieg der Sportfreunde Dorfmerkingen im Finale des DB Regio-wfv-Pokals gegen den haushohen Favoriten und Gastgeber Stuttgarter Kickers. Für die Spieler des damaligen Landesligisten war es sicherlich ein einmaliges Erlebnis, vor einer 5.000-Zuschauer-Kulisse aufzulaufen. Wir freuen uns sehr auf den 21. Mai 2018, denn wir werden zum dritten Mal den Finaltag der Amateure in Stuttgart ausrichten. Die ARD wird live übertragen und den beteiligten Vereinen eine bundesweite Bühne bieten.

Den Blick der Öffentlichkeit auf das Ehrenamt im Amateurfußball zu richten, dies ist unser Ziel beim Wettbewerb um den Vereins-Ehrenamtspreis. Zur Zeit finden die Ehrungsveranstaltungen in unseren Bezirken statt und es ist schön zu sehen, dass die wfv-Vereine nach wie vor über eine große Anzahl herausragender Persönlichkeiten im Ehrenamt verfügen. 91 hervorragende, kreative Bewerbungen bedeuten eine Rekordbeteiligung und sprechen für einen attraktiven Wettbewerb. Die Leistungsfähigkeit unserer Vereine steht und fällt wie bereits erwähnt mit den ehrenamtlich tätigen Personen und deren immensen Leistungen.

Dies gilt in gleichem Maße für besonders faires Verhalten auf dem Spielfeld. Die wesentliche Grundlage des Fußballs ist der Respekt vor dem Gegner und dem Schiedsrichter. Es ist unsere Aufgabe, die vielen Gesten des respektvollen Umgangs  miteinander zu würdigen. Deshalb suchen wir unsere Bleib Fair-Monatssieger und werden am Ende der Spielzeit auch einen Jahressieger küren.

Sie werden festgestellt haben, dass wir uns ebenso im Bereich der Digitalisierung weiter entwickelt haben. Der Spielerpass Online ist seit diesem Jahr flächendeckend im Einsatz. Es ist sehr erfreulich, dass bereits über die Hälfte der Spielerinnen und Spieler ein digitales Spielerprofil besitzen – Tendenz steigend. Die Präsenz in den sozialen Medien haben wir in diesem Jahr stark gesteigert und unsere Informationen neuen Zielgruppen zugänglich gemacht. Facebook-Live-Schulungen setzen wir gezielt ein, um die Vereine zentral zu informieren. Unseren Vereinen und Mitarbeitern werden auf diese Weise lange Anfahrtswege erspart. Ich kann Ihnen darüber hinaus ankündigen, dass wir uns in Kürze auch im Bereich der wfv-Homepage neu und modern aufstellen werden. Mehr möchte ich dazu jedoch noch nicht verraten.

Lassen Sie mich gegen Ende noch einige Wort zu unseren Initiativen rund um das Thema Futsal sagen. Wir beschäftigen uns seit vielen Jahren mit Futsal, haben Schulungen durchgeführt, einen Ligabetrieb ins Leben gerufen und Auswahlmannschaften gebildet. Der Futsal ist die internationale Variante des Hallenfußballs, deren Ursprünge im Schulfußball liegen. Warum ist das so? Das Erlernen des Spiels ist durch die bessere Ballkontrolle im Futsal wesentlich erleichtert. Dies bedeutet nicht, dass Futsal für Fußballer nicht attraktiv wäre. Das Gegenteil ist der Fall. International erleben wir hochklassige, spannende Spiele und ein extrem trick- und temporeiches Spiel auf dem Parkett. Es ist unsere Aufgabe, das Niveau des Spiels schrittweise anzuheben, um zukünftig auch in Württemberg attraktive Futsal-Turniere zu erleben. Wir sind davon überzeugt, dass wir langfristig alle gemeinsam von diesen Entwicklungen profitieren. Mein Apell lautet deshalb: Schauen Sie zu, probieren Sie es aus und gehen Sie offen an die Sache heran. Sie werden nicht enttäuscht sein.

Im Verlauf des Jahres 2017 haben wir Vieles auf den Weg gebracht, uns entwickelt und notwendige, strukturelle Veränderungen vorangetrieben. Insgesamt können wir daher mit dem Erreichten zufrieden sein. Gleichwohl wissen wir, dass wir weitere Herausforderungen zu bewältigen haben. Ich bin jedoch überzeugt davon, dass wir diese optimistisch und zuversichtlich angehen können, da wir personell und finanziell gut aufgestellt sind – nicht zuletzt aber auch deshalb, weil wir mit den eingangs erwähnten ehrenamtlich Engagierten ein ganz starkes Fundament haben.

Ihnen und Ihren Familien wünsche ich deshalb abschließend ein frohes und besinnliches Weihnachtsfest, eine Zeit der Ruhe, um Kräfte zu sammeln und ein glückliches – vor allem aber gesundes – neues Jahr 2018.

Ihr Matthias Schöck

Zurück