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Spielberichte und News

TSG Balingen

Oberliga, 14. Spieltag: 2:1 gegen Ravensburg

 

Es war ein großes Ding: An die 1000 Zuschauer verfolgten das Flutlicht-Derby in der BIZERBA ARENA gegen den FV Ravensburg. Die Partie stand auf Messers Schneide. Bis Manuel Pflumm köpfte: 90. Minute, 2:1, Heimsieg!

Dass sich die Ravensburger nach dem Schlusspfiff echauffierten, spricht zum einen für ihre Motivation, dieses Spiel nie und nimmer verlieren zu wollen, zum anderen war es dem Spielverlauf geschuldet, der die TSG möglicherweise als Punktsieger hervorbrachte, in der allerletzten Minute aber zum doch glücklichen Gewinner machte. Wie auch immer: Balingen holte die drei Zähler, ob gerecht oder nicht, Ravensburg hielt phänomenal dagegen, konnte sich aber – einmal mehr – nicht belohnen.

Für die TSG geht es nächsten Samstag zum FSV 08 Bissingen, ein Team, welches der Volkwein-Elf in Hin- und Rückspiel der vorigen Runde zehn (!) Tore einschenkte. Fußball: Lebt im Jetzt und Heute. Und: In diesem Fall im Morgen. Ravensburg war, Bissingen ist. Auf die Roten! Wir sind die TSG, wir geben niemals auf!

Vorbericht: Die Partie steht unter der Leitung von Schiedsrichter Andreas Rinderknecht von der SR-Gruppe Tübingen. Ihm assistieren Lars Schulmeister und John Bender. Den Referees wünschen wir nicht nur eine glückliche Hand bei ihren Entscheidungen, sondern auch – im Sinne aller – ein sportlich-faires Spiel. Zugleich steht das Duell unter einem ganz besonderen Vorzeichen: Unter der Woche ist FV-Trainer Wolfram Eitel von seinem Posten zurückgetreten!

Mit dem FV Ravensburg stellt sich einer der württembergischen Topvereine in Balingen vor. Das Team von Wolfram Eitel, der am Dienstag von seinem Traineramt zurückgetreten ist, wurde im vorigen Jahr WFV-Pokalsieger und peilt offen den Aufstieg in die Regionalliga an. Und das nicht ohne Grund: Die Oberschwaben, einst Oberliga-Gründungsmitglied, verfügen über einen starken und breiten Kader und über exzellente Führungspersonen an der Klubspitze.

Schillerndste FVR-Figur ist Angreifer Steffen Wohlfarth, der nun zusammen mit Torwarttrainer Andreas Wagner als Interimstrainer fungiert. Der Kapitän war 16 Jahre lang Profi, unter anderem beim SC Freiburg, FC 04 Ingolstadt, SV Wehen, FC Bayern München und in der ersten schottischen Liga, bei Ross County. „Für uns ist er ein Aushängeschild, “, sagt der Ravensburger Spielleiter Peter Mörth über den 33-Jährigen. Apropos Mörth: Gerade er ist einer derjenigen, der für die Klasse des FVR steht. Menschlich integer, fachlich hoch kompetent, jederzeit vermittelnd, so es denn sein muss. Ein Funktionär eben, wie man ihn sich nur wünschen kann. In seiner Vorstandsriege darf Mörth auf viele Mitstreiter bauen, die wie er und überwiegend seit vielen Jahren mit viel Empathie und Leidenschaft den Ravensburger Fußballsport sukzessive nach vorne, sprich oben, bringen wollen.

Ein Wiedersehen feiern die Balinger mit Kevin Kraus. Das Eigengewächs der TSG Balingen steht bei den Oberschwaben zwischen den Pfosten und hat sich mit guten Leistungen als Stammtorhüter etabliert. Seine Eltern sind fest in Balingen verwurzelt und dürften dem Filius in der BIZERBA ARENA ebenso die Daumen drücken wie die zahlreich erwarteten Anhänger des FVR.

Die aktuelle Formkurve  kann nur bedingt als Gradmesser dienen. Zwar haben die Ravensburger zuletzt vier Partien in Folge nicht für sich entscheiden können, die TSG hingegen ist ebenso lange ungeschlagen – doch wer die Historie dieser Begegnung und, mehr noch, die Qualitäten beider Teams kennt, weiß, dass die Statistik die eine Seite der Medaille ist – die entscheidendere jedoch von der Tagesform abhängt.

Was die Bilanz anbelangt, ist die TSG Balingen Außenseiter. Seit 2005 gab es 16 Spiele zwischen diesen beiden Kontrahenten, ganz besonders bitter aus Balinger Sicht war die Halbfinalniederlage im WFV-Pokal im April 2015 nach Elfmeterschießen. Nur vier Siege feierte die TSG, bei drei Unentschieden triumphierte der FVR hingegen neun Mal. Das Gesamttorverhältnis spricht mit 25:38 aus Balinger Sicht eine klare Sprache.

Doch wir wissen: Wir sind die TSG, wir geben niemals auf! In diesem Sinne wünschen wir allen flotte Unterhaltung und ein spannendes Südwestalb-Oberschwaben-Derby.

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