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Mit Wille zum Sieg
Die TSG Balingen 2 bleibt in der Landesliga das Team der Stunde. Der Aufsteiger gewann beim FC Krauchenwies am Samstag verdient mit 2:0 und ist weiter Spitzenreiter.
ZAK, 12.09.2011, SMi
Das Gastspiel der Balinger Oberliga-Reserve in Krauchenwies war von Anpfiff weg ein Duell auf Augenhöhe. Die TSG erspielte sich dabei mehr Ballbesitz, der FCK kam wiederum zu einem leichten Chancenplus. Die erste Möglichkeit hatten die Hausherren schon in der neunten Minute – Balingens Akin Aktepe warf sich in letzter Sekunde vor seinen einschussbereiten Gegenspieler. Nach einer Viertelstunde griff die TSG erstmals gefährlich ins Geschehen ein, Levent Üner schoss aus zentraler Position knapp vorbei. Im Anschluss gönnten sich beide Teams eine kleine Verschnaufpause, ehe es Mitte des ersten Spielabschnitts wieder rasanter wurde. Zunächst scheiterte der ehemalige Balinger Ümit Oytun aus 22 Metern am Pfosten (28.), kurz darauf klärte TSG-Keeper Marc Dennis Heckendorf einen Hammer von Timo Reutter zur Ecke (32.). Balingen vergab durch Philipp Sauter und Riccardo Spataro seine besten Einschussmöglichkeiten. Sauter wurde von Fabian Maier mit einem Querpass auf die Reise geschickt, blieb aber an FCK-Keeper Ivo Rundel hängen. Spataros Schuss flog hingegen nur Zentimeter am langen Pfosten vorbei.
Nach der Halbzeitpause präsentierten sich die Balinger wacher, gingen aggressiver in die Zweikämpfe und drängten Krauchenwies in die Defensive. „Wir kamen viel besser ins Spiel“, meinte TSG-Coach Stefan Ermantraut treffend. In die Karten spielte dem Aufsteiger der Platzverweis für FCK-Angreifer Tamo Bausback in der 52. Minute, anschließend hielt Balingen das Zepter fest in der Hand. Folgerichtig fiel in der 69. Minute das 0:1. Sauter eroberte sich im Mittelfeld den Ball, wurde im Solo gleich von drei Gegenspielern hart attackiert, ließ sich davon aber nicht beeindrucken und schob das Leder schließlich zur Führung in die Maschen. Den Endstand markierte das Ermantraut-Ensemble in der 84. Minute. Sauter spielte in die Schnittstelle zum eingewechselten Patrick Butz, der überlegt zum 0:2 abschloss. „Unser Auftritt war sicher nicht souverän, wir sind aber an der Aufgabe gewachsen“, erkannte TSG-Coach Ermantraut.
TSG Balingen 2: Heckendorf; Willig, Todorovic, Maier, Joakimidis (60. Butz), Üner (65. Müller), Scheu (85. Ott), Sauter, Aktepe, Spataro, Mauz
Tore: 0:1 Sauter (69.), 0:2 Butz (84.)
Gelb-rote Karte: Bausback (52./FCK)
Schiedsrichter: Mustafa Erdogan (Freiburg im Breisgau)
Zuschauer: 150
Vorschau
Landesliga-Spitzenreiter TSG Balingen 2 macht sich am Samstag (15.30 Uhr) auf die Reise zum FC Krauchenwies. Coach Ermatraut erwartet ein „hartes Stück Arbeit“, traut seinen Jungs aber einen weiteren Sieg zu.
Balingen, Zollern-Alb-Kurier, SMi
Nach nur einem Spieltag Abstinenz kehrte die TSG Balingen 2 am vergangenen Wochenende auf den Thron der Fußball-Landesliga zurück. Nachdem die Balinger Oberliga-Reserve am dritten Spieltag gegen die TSG Ehingen mit 0:2 verlor und auf Position zwei abrutschte, setzte sie sich mit einem beeindruckenden 6:0-Kantersieg gegen Mitaufsteiger SV Kehlen am letzten Sonntag wieder an die Spitze.
Trotz des andauernden Höhenflugs seiner Truppe hält Balingens Übungsleiter Stefan Ermatraut den Ball gewohnt flach. „Der Spielplan meint es bislang gut mit uns. In drei unserer vier Spiele ging es gegen einen Aufsteiger, nur gegen Ehingen hatten wir einen richtigen Härtetest. Hier mussten wir erkennen, dass wir an diesem Tage nicht wirklich dagegenhalten konnten.“ Aus diesem Grund geht Ermantraut in das morgige Auswärtsduell mit dem FC Krauchenwies (15.30 Uhr) auch nur vorsichtig optimistisch. „Krauchenwies ist sicher eine Mannschaft, die wir schlagen können. Allerdings muss man bedenken, dass nun jene Gegner kommen, die über deutlich mehr Landesligaerfahrung verfügen, als wir. Krauchenwies gehört dazu. Das kann ein entscheidender Faktor sein, der über Sieg und Niederlage entscheidet.“ Der Unerfahrenheit seiner Mannschaft zum Trotz, will Balingens Kommandogeber nichts an seinem System ändern. „Die Grundausrichtung steht“, sagt Ermantraut. „Wir schauen nicht so sehr auf den Gegner, sondern viel mehr auf uns. Die Jungs machen ihre Sache bislang sehr gut, allerdings sind wir in unserem Entwicklungsprozess erst am Anfang.“
Dass die TSG 2 nach ihrem Aufstieg in der Landesliga auf Anhieb so problemlos zurecht kommt, hat für Ermantraut einen ganz simplen Grund: „Anders als in der Bezirksliga versuchen unsere Gegner nun, selbst Fußball zu spielen. Es gibt kaum eine Mannschaft, die nur auf’s Zerstören aus ist. Das kommt uns entgegen. Das spielerische und taktische Niveau ist deutlich höher. Dadurch tun wir uns leichter, unsere Möglichkeiten auszuschöpfen.“ Der gute Saisonstart mit drei Siegen aus vier Spielen deutet das Potenzial der Balinger „Zweiten“ an, an der Zielsetzung für die laufende Saison hat sich dadurch aber nichts geändert. „Wir haben nach oben überhaupt keine Ambitionen“, beschwichtigt Ermantraut. „Die Verbandsliga ist für uns absolut kein Thema. Es ist klar, dass solche Gedanken aufkommen, wenn man als Aufsteiger und Reservemannschaft Tabellenführer ist. Allerdings muss man sehen, dass die dicken Brocken erst noch kommen.“
Für das morgige Gastspiel in Krauchenwies kann Balingens Übungsleiter wieder auf Nico Willig zurückgreifen, trotzdem bleiben in der Kaderplanung zwei, drei Fragezeichen. „Das macht aber nichts“, meint Ermantraut. „Wir sind in der Breite gut aufgestellt.“ Über Personalprobleme zerbreche sich seine Mannschaft ohnehin nicht den Kopf. „Die Jungs sind absolut heiß auf die Liga, die freuen sich auf jedes Spiel.“ Freude kam zuletzt auch in Krauchenwies auf. Der FCK gewann am vergangenen Spieltag überraschend gegen Meisterschaftsfavorit TSV Berg mit 1:0, weshalb Ermantraut den Erfolgsdruck von den Schultern seiner Mannen nimmt. „Wir können befreit aufspielen.“































