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Nachbericht ZAK

Das Derby zwischen der TSG Balingen 2 und dem TSV Frommern endete ohne Überraschung. Die Schwarz-Gelben unterlagen mit 0:2, präsentierten sich mit neuem Trainer aber im Aufwind.


Balingen, ZAK, SMi

Neue Besen kehren gut – auch ohne Sieg. Der TSV Frommern kassierte mit Neu-Coach Norbert Klein im Stadtduell mit der TSG Balingen 2 zwar seine achte Niederlage im zehnten Saisonspiel, konnte mit einem couragierten Auftritt aber nicht nur die eigenen Anhänger überzeugen. „Wenn Frommern diese Leistung in jedem Spiel gebracht hätte, wären sie nicht mit zwei Punkten Letzter“, zollte Balingens Übungsleiter Stefan Ermantraut dem unterlegenen Lokalrivalen Respekt. „Man darf Frommern im Abstiegskampf auf keinen Fall abschreiben. Die Frage ist nur, ob sie diese Leistung Woche für Woche wiederholen können.“
Der TSV machte der Balinger Oberliga-Reserve von Anpfiff weg das Leben schwer. Die Hausherren kamen zunächst überhaupt nicht zur Entfaltung, Ermantraut wusste, warum: „Frommern hat die Trotzreaktion nach den turbulenten letzten Wochen gezeigt. Die gingen sehr aggressiv und mutig in die Zweikämpfe. Für uns war es das erwartet harte Stück Arbeit.“ Balingen 2 kam im ersten Abschnitt zu keiner nennenswerten Torchance, der TSV besaß hingegen gleich drei Hochkaräter. „Frommern war stets gefährlich. Wir hatten Glück und einen guten Torhüter. Sonst hätten wir das 0:0 zur Halbzeit kaum halten können“, konstatierte Ermantraut. Was der TSG 2 zu schaffen machte, war die taktische Disziplin, die die Klein-Mannen an den Tag legten. Die 4-4-2-Grundaufstellung wechselte situationsbedingt in ein 4-2-3-1-System, Frommerns neuer Übungsleiter zeigte sich begeistert: „Vor allem von der ersten Halbzeit war ich wirklich angetan. Mit der Leistung lässt sich arbeiten.“
In der Nachspielzeit des ersten Durchgang brachten sich die Schwarz-Gelben aber wohl selbst um den verdienten Lohn. Nachdem die Gastgeber bereits in der 23. Minute Marc Löckel durch eine rote Karte verloren, leistete Sascha Blocher dem TSV mit seinem Platzverweis kurz vor dem Pausenpfiff einen Bärendienst. „Das war der Genickbruch“, meinte Klein nach Abpfiff. Zwar war die Partie nun zahlenmäßig wieder ausgeglichen, allerdings setzte sich Balingen 2 dank spielerischer und läuferischer Überlegenheit fortan immer besser in Szene. „Wir haben uns in der Pause darauf eingeschworen, das Derby zu gewinnen“, berichtete Ermantraut. „Wir kamen besser ins Spiel und haben das Niveau deutlich nach oben gefahren.“ Das 1:0 markierten die Hausherren per berechtigten Foulelfmeter nach einer knappen Stunde, das 2:0 gelang neun Minuten vor Schluss.
Im Landesliga-Tableau bleibt das Balinger Perspektivteam damit nachhaltig in der Spitzengruppe, Frommern ziert weiterhin das Tabellenende. TSV-Coach Klein macht seinen Jungs aber Mut. „Es geht aufwärts. Wir haben nun zwei Heimspiele nacheinander, da müssen wir punkten.“ Auch Ermantraut traut den Schwarz-Gelben einiges zu. „Mit einer kleinen Serie ist der Anschluss schnell hergestellt.“ Der eigene Tabellenplatz interessiert den Balinger allerdings kaum. „Wichtig für uns ist, dass die Jungs wieder an einer schwierigen Aufgabe gewachsen sind.“

Spielbericht ZAK

In einem spannenden Landesliga-Derby, das diese Bezeichnung auch verdient, gewannen gestern Abend die Kicker der TSG Balingen 2 nach viel Kampf mit 2:0 (0:0) gegen Schlusslicht TSV Frommern.

Balingen, ZAK, BS

Im Freitagsspiel des elften Landesliga-Spieltags standen sich zwei Teams gegenüber, deren Saisonstart nicht hätte unterschiedlicher ablaufen können: Auf der einen Seite der abstiegsbedrohte langjährige Landesligist TSV Frommern, bei dem der neue Coach Norbert Klein sein Debüt feierte und auf der anderen Seite die Balinger Gastgeber, die als Aufsteiger so furios gestartet waren.
Dementsprechend überraschend war es, dass die Gelb-Schwarzen Frommerner von Beginn an das Spiel an sich rissen und die Balinger kaum zur Entfaltung kommen ließen. Richtig gefährlich wurde es in der 16. Minute als Peter Schumacher mustergültig auf Joso Zupan flankte, dessen Kopfball nur haarscharf am langen Eck vorbei ging. Der TSV profitierte hierbei oft vom nervösen Abwehrverhalten der Gastgeber. Spätestens in der 23. Minute kam hitzige Derby-Stimmung auf: Mario Löckel von der TSG wurde nach gefährlichem Einsteigen gegen den bis dahin auffälligsten Frommerner Andreas Jastremsk des Platzes verwiesen.
Nach einer kurzen Trotzreaktion der Balinger bestimmten wieder die Gäste das Geschehen und kamen erneut durch Zupan zu besten Möglichkeiten, als er in der 33. im großartig reagierenden Marc Heckendorf seinen Meister fand und in der 42. ganz knapp vorbei schoss.
Zur Halbzeit standen dann nur noch 20 Spieler auf dem Platz, denn der Frommerner Sascha Blocher sah nach einem unnötigen Rempler gegen Heckendorf ebenfalls die Rote Karte. Nach Wiederanpfiff zeigte sich die TSG 2 jedoch wie ausgewechselt und fand zu ihrer alten Spielstärke zurück, die Frommerner reagierten nur noch.
Schon in der 51. Minute hatten Kapitän Matthias Mauz und Akin Aktepe Großchancen zur Führung, scheiterten aber beide am glänzend parierenden TSV-Keeper Dirk Seiffert. Fünf Minuten später sollte dann ein Elfmeter, nach Foul an Jonas Wiest, die Führung bringen. Riccardo Spataro verwandelte sicher zum 1:0. Die TSG blieb weiter am Drücker und hatte alleine durch den sehr auffälligen Joakimidis noch drei Chancen (alle 68. Minute), dieser scheiterte jedoch zweimal am Gästekeeper Seiffert und traf dann nur den Pfosten.
Die Entscheidung brachte dann Matchwinner Jonas Wiest, dessen Standards immer für Gefahr sorgen. So auch in der 81. Minute, als sein Freistoß sich hinter der Frommerner Mauer zum 2:0 senkte.
„Wir wurden für die klare Leistungssteigerung belohnt, nachdem wir die erste Hälfte zu passiv agiert hatten“, so TSG-Coach Stefan Ermantraut. Der Frommerner Neutrainer Norbert Klein schöpft aus der Partie derweil Mut für den Abstiegskampf: „Wir haben die erste Halbzeit klar beherrscht. Unser einziger Fehler war es, gegen den starken Gegner kein Tor geschossen zu haben.“
 
TSG Balingen: Heckendorf; Maier, Joakimidis (86. Schreyeck), Butz, Löckel, Wiest, Henne (85. Abele), Aktepe, Spataro, Demirer, Mauz.
TSV Frommern: Seiffert; Stecher, Pascual, Zupan, Müller, Jastremsk (59. Kunze), Pasternak, Blocher, Schumacher, Foelsch, Weiß.
Tore: Spataro (57. , FE), Wiest (81.).
Rote Karten: Löckel (23., B.), Blocher (45.+2, F.).
Schiedsrichter: Phillipp Lehmann (Seitingen).
Zuschauer: 270.

Spielbericht Schwabo

Von Thomas Hauschel, Schwabo

TSG Balingen II – TSV Frommern 2:0 (0:0).

In einem emotionalen Derby hat sich die TSG Balingen II gestern Abend gegen Schlusslicht Frommern durchgesetzt. und Platz eins erobert."Man of the Match" war Jonas Wiest, der den Elfmeter zum 1:0 herausholte und das 2:0 selbst erzielte.

Frommern begann stark, störte die Gastgeber schon im Aufbau, sodass Balingen nicht ins Spiel fand. Glück hatten die Gastgeber, dass in der 17. Minute Joso Zupan aus fünf Metern knapp am langen Pfosten vorbei köpfte. Pfeffer in die Partie kam nach 23 Minuten, als Mario Löckel nach einem Foul an Andreas Jastremsk von Schiedsrichter Philipp Lehmann (Seitingen-Oberflacht) die Rote Karte sah. In Überzahl war Frommern spielbestimmend, verpasste es aber, seine Chancen zu nutzen: In der 34. Minute war es Zupan, der nach einem Pass von Fabian Foelsch seinen Gegenspieler aussteigen ließ und alleine vor TSG-Torhüter Marc Heckendorf auftauchte, der aber klasse parierte. In der 43. Minute vergab Zupan erneut eine Großchance: Im Strafraum setzte er sich gegen zwei Mann durch, schoss aber am Tor vorbei.

Kurz vor dem Pausenpfiff erwies Frommerns Sascha Blocher seiner Mannschaft einen Bärendienst, als er Goalie Heckendorf attackierte. Denn wieder zückte Schiri Lehmann den Roten Karton.

In Halbzeit zwei bekam Balingen die Partie besser in den Griff und erspielte sich Chancen. In der 57. Minute setzte sich Wiest auf links durch, drang in den Strafraum ein und wurde von Zupan gefoult. Den fälligen Elfmeter verwandelte Ricardo Spataro zur 1:0-Führung.

Frommern gelang es nicht mehr zuzulegen, und Balingen bestimmte nun das Spiel. In der 82. war es erneut Wiest, der per Freistoß aus 20 Metern und dem 2:0 für die Entscheidung sorgte.

TSG Balingen II: Heckendorf, Maier, Ioakimidis (87. Schreyeck), Butz, Löckel, Wiest, Henne (86. Abele), Aktepe, Spataro, Demirer, Mauz.

TSV Frommern: Seiffert, Stecher, Pascual, Zupan, Müller, Jastremsk (59. Kunze), S. Pasternak, Blocher, Schumacher, Foelsch, Weiß.

Tore: 1:0 Spataro (58./FE), 2:0 Wiest (82.).

Schiedsrichter: Philipp Lehmann (Seitingen-Oberflacht).

Besondere Vorkommnisse: Rote Karten für Löckel (Balingen/23.) und Blocher (Frommern/45.).

Vorbericht

Das Lokalderby bei der TSG Balingen 2 am Freitag (18.30 Uhr) dient dem TSV Frommern als Frustbewältigung. Der Tabellenletzte will die jüngsten Querelen vergessen machen.

 

Balingen, ZAK, SMi

 

Die Chaostage in Frommern haben ein Ende. Eine knappe Woche sorgten die Schwarz-Gelben lediglich außerhalb des Fußballplatzes für Schlagzeilen, eine Gremiumssitzung jagte die nächste, die Absage des Heimspiel gegen den TSV Berg am letzten Sonntag war der unrühmliche Höhepunkt einer wochenlangen sportlichen Talfahrt. Auslöser für die jüngsten Entwicklungen war die schockierende 0:3-Pleite beim ebenfalls abstiegsbedrohten SV Birkenhard vor zwei Wochen. Bereits 48 Stunden später stellte Ex-Coach Fabio Gallinaro sein Traineramt zur Verfügung, die TSV-Führung nahm das Angebot allerdings erst am zurückliegenden Samstag an. Frommerns Abteilungsleiter Thomas Kanz und Spielleiter Ralf Schneider sondierten zuvor den rar gesäten Markt und einigten sich schließlich auf Norbert Klein als neuen Wunsch-Trainer. An diesem Montag trafen sich Kanz, Schneider und Klein zu einem vielversprechenden Gespräch, der ehemalige Übungsleiter des SV Rangendingen, des TSV Boll und der Sportfreunde Isingen erklärte sich schlussendlich am Dienstagabend bereit, das Kommando bei den Schwarz-Gelben zu übernehmen.

Dass es in Frommern zuletzt drunter und drüber ging, hat für Spielleiter Schneider einen einfachen Grund. „Wir mussten eine Reihe von Entscheidungen fällen. Wir haben in den letzten fünf Jahren nicht unser Herzblut in das Vorhaben ‚Landesliga’ gesteckt, um dann wieder sang- und klaglos abzusteigen.“ Wenn es nach Schneider geht, soll nun aber wieder der Sport im Vordergrund stehen. „Im Ausschuss haben wir die Weichen dafür gestellt, dass es bergauf gehen kann. Es sind noch 20 Spiele zu spielen. Alles ist möglich, jeder kann jeden schlagen.“ Der TSV will sich trotz erst zwei mickriger Pünktchen aus zehn Partien keineswegs abschreiben. „Bis zur Winterpause haben wir noch acht Spiele. Wenn wir davon vier gewinnen, hätten wir wahrscheinlich den Anschluss geschafft“, orakelt der Spielleiter. Um für den Abstiegskampf gerüstet zu sein, will Frommern in der Winterpause nochmals auf dem Transfermarkt zuschlagen. „Nach jetzigem Stand werden wir nachlegen müssen. Allerdings nicht auf Teufel komm raus, sondern gezielt und im Rahmen“, so Schneider.

Die erste Möglichkeit, sich im Kampf um den Klassenerhalt zurückzumelden und zugleich die letzten nervenaufreibenden Wochen vergessen zu machen, bietet sich den Schwarz-Gelben heute Abend im Derby bei der TSG Balingen 2. Obwohl zwischen beiden Mannschaften satte 20 Punkte liegen und die Balinger Oberliga-Reserve punktgleich mit Primus FV Rot-Weiß Weiler an der Tabellenspitze rangiert, erwartet TSG-Coach Stefan Ermantraut im Duell David gegen Goliath ein hartes Stück Arbeit für seine Truppe. „Nach dem, was sich zuletzt getan hat, ist Frommern natürlich eine Unbekannte. Die Motivation wird gerade unter einem neuen Trainer hoch sein. Ich denke, die Spieler wollen eine Trotzreaktion zeigen.“ TSV-Spielleiter Schneider geht etwas zurückhaltender ins Stadtderby. „Wir wollen uns stabil präsentieren und einen Aufwärtstrend erkennen lassen.“ Der Tabellenletzte dürfte bestens vorbereitet in die Begegnung mit dem TSG-Perspektivteam gehen. Neu-Trainer Klein beobachtete die Balinger mit einigen Spielern am vergangenen Sonntag beim torlosen Unentschieden gegen den TSV Allmendingen.