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Spielbericht
Die TSG Balingen 2 musste sich am vergangenen Wochenende überraschend geschlagen geben. Trotz einer Vielzahl an guten Chancen setze es beim SV Baltringen eine 0:1-Pleite.
Balingen, ZAK, SMi
Schlimmer als die Niederlage wiegt aber wohl die verletzungsbedingte Auswechslung von Marc Heckendorf. Der Stammkeeper musste nach der Halbzeitpause in der Kabine bleiben, das Knie machte Probleme. „Der Bewegungsapparat war stark eingeschränkt“, berichtete TSG-Coach Stefan Ermantraut. „Es ist schwierig abzusehen, was es ist. Wir hoffen aber, dass das Kreuzband oder der Meniskus nicht beschädigt sind.“
Als Heckendorf vom Feld humpelte, lag Balingen 2 gegen den Außenseiter schon 0:1 zurück. In der 18. Minute konnte Akin Aktepe einen Schuss von Rainer Maucher in höchster Not vor der Linie klären, der Befreiungsschlag flog allerdings nur bis zur Strafraumgrenze. Dort leistete sich der Ermantraut-Ensemble ein Foulspiel: Baltringens Martin German legte sich das Leder in zentraler Position parat und markierte aus 16 Metern den Führungstreffer. Das 1:0 war allerdings die einzige ernsthafte Möglichkeit der Gastgeber im ersten Abschnitt. Anders die Balinger. In der zwölften Minute scheiterte Levent Üner an SVB-Goalie Marian Fedor, gleiches galt in der 19. Minute nach einem Alleingang von Patrick Butz. In der 38. Minute verfehlte ein Üner-Freistoß nur knapp sein Ziel, kurz vor dem Pausenpfiff schoss Georgios Joakimidis ein Zuspiel von Orhan Demirer am Tor vorbei.
„Baltringen hat nach der Führung klassisch verteidigt“, analysierte Ermantraut. „Die sind tief gestanden und haben nur noch auf Konter gelauert.“ Der TSG-Reserve machte im Spielaufbau derweil der schwer bespielbare Boden zu schaffen, immer wieder störten unnötige Ballverluste den Spielfluss. Zudem haderte Ermantraut mit der Chancenverwertung: „Wenn man zwei Mal eins-gegen-eins am Torwart scheitert, ist das nicht nur Pech.“
Nach dem Seitenwechsel rannte die Oberliga-Reserve weiter mit viel Wut im Bauch an, blieb im Abschluss aber glücklos. Außerdem wurden die Gäste in der 50. Minute Opfer der Abseitsregel. Joakimidis schob das Leder über die Linie, Referee Daniel Singer erkannte den Treffer allerdings nicht an. Patrick Butz stand im Abseits, griff aber gar nicht ins Geschehen ein. In der 70. Minute war es erneut Joakimidis, der für Gefahr sorgte, freistehend im Strafraum zog er aber drüber. Am Ende blieb es beim 1:0 der Baltringer, für Ermantraut war der Sieg „nicht unverdient. Wir konnten unser schnelles Spiel nicht wie gewohnt an den Tag legen.“
Nachdem sich die Balinger gestern Mittag zu einem Sondertraining trafen, um locker auszulaufen und die Pleite gegen Baltringen zu besprechen und abzuhaken, steht für das Perspektivteam morgen (14.30 Uhr) das Spitzenspiel gegen den FV Biberach auf dem Plan. Biberach rangiert nur drei Zähler hinter der TSG 2, verlor zuletzt aber sein Heimspiel gegen den TSV Berg mit 1:2. Ermantraut gibt für das Duell eine unmissverständliche Marschroute aus: „Ich erwarte eine Reaktion.“
TSG Balingen 2: Heckendorf (46. Jäger); Maier, Joakimidis, Üner, Butz, Henne (46. Müller), Aktepe, Scheu, Spataro, Demirer, Mauz.
Tor: 1:0 German (18.).
Schiedsrichter: Daniel Singer (Argenbühl).
Zuschauer: 120.
Vorbericht ZAK
Als haushoher Favorit macht sich die TSG Balingen 2 morgen Nachmittag (15.30 Uhr) auf die Reise zum SV Baltringen. Coach Ermantraut gibt sich zwar zurückhaltend, sieht sein Team aber „gut gerüstet.“
Balingen, ZAK, SMi
Satte zehn Punkte und sieben Plätze liegen zwischen Balingen 2 und Baltringen, und dennoch haben sie eins gemeinsam: gegen den TSV Berg setzte es für beide Teams empfindliche Niederlagen. Während die Balinger Oberliga-Reserve schon vor knapp drei Wochen beim ehemaligen Titelaspiranten Berg mit 0:6 baden ging, kassierte der SVB beim TSV am vergangenen Spieltag eine deftige 0:5-Klatsche. Baltringen konnte Berg lediglich in den ersten 20 Minuten der zweiten Halbzeit Paroli bieten. Allerdings hatte der SVB weder die Qualität noch die Mittel, um den Kontrahenten in Verlegenheit zu bringen. Am Ende war der Tabellenzehnte mit fünf Gegentoren sogar noch gut bedient. Kein Wunder also, dass Baltringens Coach Kai Fink mit seinem Team nach Spielende recht hart ins Gericht ging: „Was wir heute gezeigt haben, ist einfach beschämend.“ Vor allem die erste Halbzeit war eine ziemlich einseitige Angelegenheit. Berg ging von Beginn an konzentriert zur Sache, drängte auf den frühen Führungstreffer und wurde schnell belohnt. Bereits nach 19 Minuten führte der TSV mit 2:0, von den Gästen war in der ersten Halbzeit nicht viel zu sehen. Nicht eine torgefährliche Aktion brachte die Mannschaft von Kai Fink zu Stande. So schwach der letzte Auftritt der Baltringer auch gewesen sein mag, Balingens Übungsleiter Stefan Ermantraut geht mit höchster Konzentration in die Begegnung. „Auf dem Papier sind die Rollen vielleicht klar verteilt, ein leichtes Spiel wird es deshalb aber nicht“, mahnt der Coach seine Jungs zur Vorsicht. „Baltringen hat ein Heimspiel und wird gerade aus diesem Grund hart um die Punkte kämpfen.“ Ermantraut weiß auch schon, auf was sein Team besonders achten muss. „Wir gehen davon aus, dass der Gegner tief stehen und auf schnelle Konter lauern wird. Das sind immer unangenehme Spiele. Wir müssen Geduld zeigen und auf unsere Chancen warten.“ Mut macht dem Balinger Trainer das couragierte Auftreten seines Teams in den letzten Wochen. „Wir haben zuletzt drei Spiele in Unterzahl zu Ende gespielt und jeweils kein Gegentor mehr kassiert. Das zeugt von gewisser Qualität. Die Jungs wissen mittlerweile, wozu sie in der Lage sind. Die Mannschaft hat insgesamt eine tolle Entwicklung genommen und ist gereift.“ Personell stehen der TSG 2 vor dem morgigen Gastspiel in Baltringen einige Probleme ins Haus. Während die Erkältung des Trainers die taktische Ausrichtung eher weniger beeinträchtig, fallen die Ausfälle des verletzten Philipp Sauter und der rotgesperrten Marc Löckel und Nico Willig stärker ins Gewicht. „Langsam gehen uns die Innenverteidiger aus“, berichtet Ermantraut. „Wir suchen nach Lösungen und haben auch schon einige Ideen im Kopf. Dafür müssen wir eventuell die eine oder andere Umstellung vornehmen.“ Der Kommandogeber geht dennoch optimistisch in die Partie: „Wir werden mit Sicherheit etwas schlagkräftiges auf die Beine stellen.“































