



Im vierten Heimspiel feierte die TSG Balingen den vierten Sieg. Diesmal musste der TSV Schwieberdingen dran glauben: Mit 2:1 (2:0) gewannen die Gastgeber. "Nach sechs Minuten konnten wir unser Konzept über den Haufen werfen", ärgerte sich Schwieberdingens Spielertrainer Gianni Coveli. Anzunehmen, dass der TSV in einer massierten Deckung sein Heil suchen wollte – allein der Blitzstart der TSG Balingen machte diesem Vorhaben einen Strich durch die Rechnung: Nach einer Nikolic-Ecke köpfte Tobias Göbel Richtung Tor, das Leder gelangte mehr oder minder zufällig zu Neuzugang Vitali Heinrich, der hielt den Fuß hin und die Hausherren führten nach vier Minuten mit 1:0. Zwei Zeigerumdrehungen später: Nikolic spielte dem pfeilschnellen Turan Sahin in die Gasse, der zog in Makaay-Manier aus vollem Lauf ab – 2:0. "Es gab eine klare Zuteilung", wetterte Coveli nach diesem vorentscheiden zweiten Treffer – und fügte an: "Bei Sahin habe ich weit und breit keinen Menschen gesehen. Der stand fatzenfrei."
Wer sich nun auf ein Scheibenschießen à la Frickenhausen (6:2) freute, wurde indes enttäuscht: Balingen hatte das Geschehen nach der schnellen 2:0-Führung zwar weitgehend im Griff, ließ vor der Pause aber drei gute Tormöglichkeiten ungenutzt: Nach einem Strafraum-Gestochere verzog der erneut starke Vitali Heinrich knapp (29.), ein Heber von Tobias Göbel wurde auf der Linie geklärt (36.) und Turan Sahin verfehlte schließlich aus spitzem Winkel (44.). Schwieberdingen kam nur einmal gefährlich auf, als Markus Lang haarscharf vorbeiköpfte (24.).
Nach dem Wechsel ein ähnliches Bild: Die Gäste stemmten sich gegen die Niederlage, waren mit Beginn des Strafraumes mit ihrem Latein aber meist am Ende. So waren es wiederum die Balinger, die die besseren Chancen verzeichneten: Göbel bediente Nikolic, der blieb aber am guten TSV-Keeper Andreas Kummer hängen (64.). Und eine Minute später fischte Kummer einen Kopfball von Göbel aus dem Winkel(65.). Dass die Partie nicht vorzeitig entschieden war, lag an Schwieberdingens Anschlusstor: In der 70. Minute zirkelte Gianni Coveli einen 25-Meter-Freistoß am verdutzten Bülent Pesket vorbei ins Tor – 2:1. Trotzdem befand der Torschütze nach Spielende: "Das 2:1 für die TSG geht in Ordnung, weil Balingen einfach aggressiver spielte als wir." Kollege Karsten Maier freute sich über denneuerlichen Heimerfolg, bemängelte indes "einen Anflug von Selbstgefälligkeit nach dem 2:0". Unrühmlicher Höhepunkte in der Schlussphase: Schwieberdingens Tomislav Kolesaric sah nach einer Tätlichkeit an Nico Willig die Rote Karte. Eine Minute zuvor hatte Referee Benedikt Schmid, der überfordert wirkte, eine Unsportlichkeitvon TSV-Keeper Andreas Kummer an Nenad Nikolic übersehen.
TSG Balingen:Pesket; Willig, Krämer, Taube, Link, Schelling (59. Cus), Heinrich (75. E. Raab), Todorovic, Göbel, Nikolic, Sahin.
Tore:1:0 Heinrich (4.), 2:0 Sahin (6.), 2:1 Coveli (70.).
Schiedsrichter:Schmid, Spaichingen.
Rote Karte:Kolesaric (S., 85., Tätlichkeit).
Zuschauer: 300.
Nächstes Spiel:SG Sonnenhof-Großaspach – TSG (Sonntag, 10. Oktober, 15 Uhr).




TSG Balingen-TSV Schwieberdingen, Samstag, 15.30 Uhr. Dritter gegen Zweiter: ein echtes Spitzenspiel wartet im Au-Stadion auf die Fußballfans, wenn in der Verbandsliga Württemberg die TSG Balingen und der Aufsteiger aus Schwieberdingen aufeinandertreffen. Spielbeginn ist um 15.30 Uhr.
Bei beiden Teams klappte die Generalprobe am vergangenen Wochenende. So erreichten die Kreisstädter in Ditzingen ein verdientes 1:1 (Tor durch Tobias Göbel). "Die ersten 25 Minuten waren die besten der bisherigen Runde," hatte dann auch TSG-Coach Karsten Maier ein Lob für seine Mannschaft parat. Der TSV Schwieberdingen setzte sich derweil souverän mit 4:1 in Frickenhausen durch. Spielertrainer Gianni Coveli und August Bohn trafen je im Doppelpack. Mit elf Punkten und 11:7-Toren nimmt der Liganeuling den zweiten Platz ein. Einen Rang dahinter rangiert die punktgleiche TSG Balingen. Gezielt verstärkt hat sich Schwieberdingen, das seit vier Jahren unter den Fittichen von Gianni Coveli steht, in der Sommerpause.
Aus Freiberg (Oberliga) kamen Stürmer Senol Yazici, Björn Beck, Andreas Kummer und Markus Lang. Oliver Dense (Ludwigbsburg) brachte ebenfalls Oberliga-Erfahrung mit. Freilich war das Team auch im vergangenen Aufstiegsjahr schon überdurchschnittlich gut besetzt. Da wartet also eine ganz harte Nuß auf die TSG Balingen - und sie muß aufpassen, dass sie sich nicht die Zähne dabei ausbeißt. Aber TSG-Trainer Karsten Maier ist zuversichtlich: "Wir können selbstbewußt in die Partie gehen." Man wisse um die eigene Stärke und habe auch bisher die drei Heimspiele gewonnen.
Positiv stimmen zudem die Trainingseindrücke unter der Woche, die Maier gewonnen hat. "Der Konkurrenzkampf ist da," so der TSG-Übungsleiter, "und das Training macht den Spielern Spaß." Und Karsten Maier geht weiter: "Wir wollen den Platz mit Schwieberdingen tauschen," möchte er morgen natürlich gerne einen "Dreier" landen. Nicht mithelfen können die verletzten Igor Idjakovic und Gerhard Rill, der derzeit eine Schiene am Knie hat. Im Training verletzte sich auch Tobias Göbel, doch hofft Balingens Trainer, dass er morgen zur Verfügung stehen wird.
Nächsten Sonntag reist die TSG Balingen zur SG Sonnenhof-Großaspach, ehe der FC Wangen seine Visitenkarte im Au-Stadion abgibt.

