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Derby ohne Verlierer

Die letzte Konsequenz fehlt

Fußball-Oberliga: TSG nutzt beim 1:1 in Reutlingen ihre Chancen nicht

Mit 1:1 (0:1) hat sich die TSG Balingen am Samstag vom SSV Reutlingen getrennt. An der Kreuzeiche war mehr drin für den Fußball-Oberligisten, denn in der zweiten Hälfte drängte die Maier-Elf auf das Siegtor.

Reutlingen. Die TSG begann bemüht, die Balinger setzten ihre Gegenspieler konsequent in deren Hälfte unter Druck und schalteten bei Ballgewinn schnell um. Es fehlte indes die Präzision in den Zuspielen. Die „Nullfünfer“ taten wenig fürs Spiel, verstanden es aber, die Balinger vom Kasten von Keeper Loucao Rodrigues fernzuhalten. So blieben Chancen in der Anfangsviertelstunde Mangelware. Nach 23 Minuten klärte TSG-Schlussmann Julian Hauser eine Hereingabe von Sabri Gürol akrobatisch vor dem lauernden Bastian Bischoff zur Ecke. Nur eine Minute später war Hauser geschlagen: Erneut waren die Gastgeber über die linke Seite gekommen, Marc Golinski spielte Bischoff im Strafraum an, der legte zurück, lief sich frei und bekam von Golinski eine haargenaue Hereingabe auf den Kopf gezirkelt. Der SSV-Angreifer, nun völlig unbedrängt , nickte zum 1:0 ein (24. Minute).

Die Sicherheit im Balinger Spiel war damit dahin. Die Achalmstädter wurden nun mutiger in ihren Aktionen, echte Torgefahr strahlten sie aber nicht aus. Anders die zumeist konternde TSG: Lukas Foelsch spielte Tonny Madegwa gegen den Lauf der Reutlinger Abwehr im Strafraum frei, dessen strammen Schuss hielt Rodrigues fest (36.). Dann versuchte Felice Di Lucia den SSV-Torwart per Volleyabnahme zu überwinden, wieder parierte Rodrigues. Die beste Möglichkeit der ersten Hälfte hatte TSG-Kapitän Manuel Pflumm, der mit seinem geschlenzten Freistoß aus 25 Metern haarscharf den Ausgleich verfehlte (40.). Kevin Keller verpasste es in der Folge nach Madegwa-Flanke aus der Nahdistanz abzustauben (45.).

Weil die TSG wie schon beim Sieg gegen den SV Spielberg wie ausgewechselt aus der Kabine kam, nahm das in der ersten Hälfte triste Spiel nach der Pause Fahrt auf. Erst scheiterte Alexander Jauß (51.), dann Keller (52.) aus der Distanz. Dusel hatte die TSG, als Golinski das Leder geschickt zu seinem Stürmerkollegen Bischoff weiterleitete. Und der entschied sich gegen den herauslaufenden Hauser für einen Lupfer und damit gegen das Tor (53.).

In gewisser Weise schien dies die Initialzündung für die TSG zu sein. Die Balinger drückten nun auf den Ausgleich, die „Nullfünfer“ konnten sich kaum noch aus ihrer Hälfte befreien. Andreas Kohle hielt aus der Drehung drauf, wieder nichts (59.). Trainer Karsten Maier versuchte nun alles, brachte Turan Sahin für den unglücklich agierenden Madegwa. Sahin kam und machte gleich Dampf. Eine Ecke des ehemaligen Drittliga-Kickers köpfte Fabian Fecker, ehemaliger Reutlinger, mustergültig zum 1:1 in die Maschen (63.). Nur eine Minute später flankte Sahin auf den eingewechselten Marc Wissmann, der den Ball per Direktabnahme am Tor vorbeijagte (64.). Dann war Kohle auf halbrechts auf und davon, seinen Schuss lenkte Rodrigues zur Mitte, wo Keller stand. Doch der Youngster schloss zu überhastet ab und zirkelte den Ball statt ins leere Tor ans Außennetz (67.).

Markant: Erst als Reutlingens Benjamin Barth nach rüdem Einsteigen gegen Wissmann mit gelb-rot vom Platz flog (76.), zeigten sich die Gastgeber im Spielaufbau wieder strukturierter. Dennoch hatte die TSG kurz vor Schluss noch einmal die Chance, die Kreuzeiche mit drei Zählern im Gepäck zu verlassen. Der eingewechselte Marc Buchstor legte auf Keller quer, der im Strafraum noch einmal Buchstor anspielen wollte. Rodrigues klärte die Situation und rettete Reutlingen einen Zähler.MAS

 

TSG Balingen: Hauser; Fecker, Güven, Keller, Kohle (79. Buchstor), Di Lucia, Pflumm, Foelsch, Madegwa (59. Sahin), Jauß (53. Wissmann), Kurth.

Tore: 1:0 Bischoff (24.), 1:1 Fecker (63.).

Gelb-rote Karte: Barth (76., Reutlingen).

Schiedsrichter: Andreas Klopfer (Emmendingen).

Zuschauer: 1250.