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17.08.2009

3:2 gegen Walldorf bringt ersten Dreier

Zweites Spiel, erster Sieg: Die TSG Balingen bezwang den Oberliga-Titelanwärter FC Astoria Walldorf überraschend mit 3:2 (2:0) und überzeugte dabei mit einer vorbildlichen kämpferischen Einstellung.

Mit dem knappen Heimerfolg gegen den Regionalliga-Aspiranten aus Walldorf betrieb die TSG Balingen beste Werbung in eigener Sache. Schließlich kreuzt schon am Dienstag (18 Uhr) der SSV Reutlingen zum Drittrunden-Pokalknüller im Au-Stadion auf. Bis die drei Punkte gegen Walldorf unter Dach und Fach waren, mussten die Anhänger des Vorjahres-Aufsteigers allerdings bange Momente überstehen. Denn der FC Astoria stellte sich an der Eyach als spielstarkes, weil ballsicheres Ensemble vor. Um ein Haar hätte der TSG eine zweimalige Zwei-Tore-Führung (2:0 und 3:1) nicht zum so wichtigen ersten Saisonsieg gereicht. Balingens Trainer Karsten Maier nahm gegenüber der 1:2-Auftaktpleite in Kirchheim einige Änderungen vor. „Wir sind ein hohes Risiko gegangen“, räumte der überglückliche Coach nach der engen Partie ein. Praktisch mit den ersten beiden nennenswerten Offensivaktionen gingen die Hausherren mit 2:0 in Führung. Zunächst köpfte Felice Dilucia nach starker Vorabeit von Kapitän Jörg Schreyeck und Clayton unhaltbar ein (22.). Wenig später bediente Dilucia den Brasilianer Clayton mit einer Freistoßvorlage, und der Neuzugang traf aus kurzer Distanz zum bis dahin recht überraschenden 2:0 (27.). Walldorf, das im rechten Außenläufer Kai Mühlbauer seinen besten Akteur hatte, wechselte früh: Trainer Roland Dickgießer brachte nach dem Rückstand zwei neue Kräfte und wollte so die Wende erzwingen. Glück und Können bewahrten die Gastgeber vor dem ersten Gegentreffer, als Kellner gegen Groß zweimal prächtig reagierte (36.), Willig auf der Linie klärte (37.) und ein Stenzel-Freistoßknaller knapp am Balinger Kasten vorbeiflog (43). Zweimal tauchte die TSG noch gefährlich vor dem Walldorfer Tor auf: Kohle scheiterte nach Raab- und Todorovic-Vorarbeit knapp (44., 45.). Den zweiten Durchgang durfte sich Nico Willig, der mit einer Adduktorenverletzung ausgetauscht werden musste, von außen ansehen. Und nicht nur er musste um den Vorsprung bangen: Strich ein Löbich-Freistoß noch vorbei (47.), so köpfte Christian Daub kurz darauf nach einer Ecke zum 2:1 ein (51.). Walldorf blieb am Drücker und hätte nach Mühlbauer-Vorlage durch Benjamin Hoffmann um ein Haar ausgeglichen (53.). Die TSG meldete sich aber zurück. Pflumm zielte nach einem Ketis-Einwurf drüber (57.), Taube köpfte im Anschluss an eine Dilucia-Flanke vorbei (62.). Raab bediente schließlich Clayton, doch auch er hatte sein Visier zu hoch eingestellt (63.). Der eingewechselte Fabian Maier erlief dafür einen weiten Abschlag von TSG-Keeper Sebastian Kellner und lupfte den Ball über Walldorfs Schlussmann Hillenbrand ins Tor, das 3:1 (69.). Die Messe war mit dem dritten Treffer mitnichten gelesen. Denn der Gegner bäumte sich nun mit Macht auf. Daub köpfte eine Hoffmann-Flanke zum 3:2 ins lange Eck (79.), Schreyeck flog nach wiederholtem Handspiel mit gelb-rot vom Platz. Astoria war nun drauf und dran, den Gleichstand herzustellen. Aber Kellner parierte gegen Stenzel (82.) und in der Nachspielzeit kullerte der abgefälschte Versuch von Hoffmann ganz knapp vorbei (90.+2). Als Schiri Tobias Fett, der ordentlich leitete, abpfiff, kannte der Jubel bei der TSG keine Grenzen: Die ersten Zähler der jungen Saison sind auf dem Konto, nun kann den kommenden Aufgaben etwas gelassener entgegen gesehen werden. Bereits am Dienstag ist die TSG erneut im Einsatz: In der dritten WFV-Pokalrunde empfängt der Oberligist den SSV Reutlingen zum Derby. Auch gegen den Regionalligisten rechnet sich die Maier-Elf eine kleine Chance aus, wenngleich die Achalmstädter unter Profibedingungen arbeiten. „Dieses Spiel ist eine wunderbare Angelegenheit, zumal der Pokal eigenen Gesetzen gehorcht“, sagt der TSG-Coach Karsten Maier.
Gewissermaßen ein Derby ist auch das nächste Punktspiel, das die Balinger zum Beinahe-Namensvettern an den Kaiserstuhl führt: Diesen Samstag gastiert die TSG beim Bahlinger SC.

13.08.2009

Vorbericht TSG - FC Astoria Walldorf

Zum ersten Heimspiel empfängt der Fußball-Oberligist TSG Balingen gleich den Tabellenführer: Der FC Astoria Walldorf macht am Samstag (Anpfiff 15.30 Uhr) seine Aufwartung im Au-Stadion.

Es war nicht mehr als ein Schaulaufen, das der drückend überlegene FC Astoria Walldorf am ersten Spieltag veranstaltete: Mit 3:0 fertigte die Elf von Ex-Profi Roland Dickgießer den restlos überforderten TSV Crailsheim ab und setzte sich sogleich an die Tabellenspitze der Fußball-Oberliga. Dass der wie Hoffenheim-Mäzen Dietmar Hopp finanziell unterstützte Klub auch am Saisonende noch ganz vorne rangiert, glauben viele der Konkurrenten. Gemeinsam mit 1899 Hoffenheim 2 gilt das FC Astoria Walldorf als der große Titelanwärter. Als gutes Omen könnte den Balingern dienen, dass sie just gegen diese Walldörfer – zumal ebenfalls am zweiten Spieltag – vor zwölf Monaten die Nase vorn hatten: Im schmucken Astoria-Stadion gab's seinerzeit einen mehr als überraschenden 2:1-Sieg. Die Erinnerung ans Rückspiel ist allerdings ebenso wach: Mit einem 1:5 setzte es im Au-Stadion eine herbe Niederlage, die vor allem deswegen schmerzte, weil der Gegner den Hausherren haushoch überlegen war und noch deutlich höher hätte siegen können. Dass die Astoria-Kicker im dritten Vergleich der beiden Teams wieder klarer Favorit sind, versteht sich von selbst. Walldorf konnte in der Sommerpause restlos alle Leistungsträger halten und bediente sich zugleich beim Nachbarn in Hoffenheim: Von der Bundesliga-Reserve und den 1899-A-Junioren wechselten gleich vier toptalentierte Akteure zur Dickgießer-Elf, die zudem über einen exzellenten Unterbau verfügt: Die Nachwuchsteams spielen in den höchsten Ligen (A-, B- und C-Junioren in der Oberliga!) und die „Zweite“ ist soeben in die Verbandsliga Nordbaden aufgestiegen. Keeper Thomas Hillenbrand, einst beim VfB Stuttgart, Marcel Löbich, Kai Mühlbauer, Julian Jaizay, Michael Kettenmann – das sind nur einige der herausragenden Walldörfer Spieler. Interessanterweise taucht sogar ein Kicker aus dem Kreis im Astoria-Kader auf: Alexander Jauß, in der Jugend auch schon für den SV Rangendingen und die TSG Balingen am Ball, war im Hoffenheimer Paket mit enthalten. Der 19-Jährige schnürte zuletzt für den Bundesliga-Nachwuchs seine Kickstiefel. Die TSG Balingen als krasser Außenseiter – ein Spielchen, das seit der zurückliegenden Runde wohl bekannt ist und das nicht selten eine unerwartete Wendung nahm. Darauf verlassen, dass es irgendwie klappen könnte, dürfen sich die Schützlinge von Karsten Maier freilich in ihrer zweiten Oberliga-Saison nach dem Aufstieg nicht. Vielmehr tun sie gut daran, die Fehlerquellen, die zur 1:2-Auftaktniederlage in Kirchheim führten, abzustellen. „Wir müssen uns in allen Bereichen steigern“, weiß der Balinger Coach, der hofft, dass sich der eine oder andere aus dem Verletztenlager einsatzbereit zurück meldet.

VfB-Karten, Mini-Cooper: Sponsor stellt Preise bereit

Zum ersten Oberliga-Heimspiel gegen den FC Astoria Walldorf offeriert die TSG Balingen in enger Kooperation mit ihrem neuen Trikotsponsor SSK (Sülzle-Stahlpartner-Kopf, Rosenfeld) ein attraktives Gewinnspiel: Hauptpreis ist ein Wochenende mit einem Mini-Cooper, zudem gibt es zwei Haupttribünenkarten für das Bundesliga-Heimspiel des VfB Stuttgart gegen den 1. FC Nürnberg (29. August, 15.30 Uhr) sowie Oberliga-Dauerkarten für die Spiele der TSG Balingen zu gewinnen. Der Losverkauf wird zum einen an den Eingangskassen sowie an einem oder mehreren Bewirtungsständen bis zum Ende des Oberligaspieles abgewickelt. Die Losziehung erfolgt im Anschluss an die Pressekonferenz, die wie bisher im VIP-Zelt „Golden Goal“ abgehalten wird.